Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009

MITGLIEDER

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2009 neun ordentliche Mitglieder, vierzehn ermäßigte Mitglieder und vier Fördermitglieder, also insgesamt 27 Mitglieder.

KULTURNACHT "BLECH & MUSIK"

Die bereits im Jahr 2008 unterstützte der Museumsverein auch im Jahr 2009 perso­nell und finanziell die Vierte Naumburger Kulturnacht, welche am 5. September stattfand. Für die Durchführung der Kulturnacht stellten uns die Technischen Werke Naumburg 2.000 EUR, die Stadt Naumburg 300EUR und der Burgenlandkreis 250EUR zur Verfügung. In der Hohen Lilie, dem Wenzelsturm, dem Marientor, dem Nietzsche-Haus, der Stadtbibliothek, der Kinder- und Jugendbibliothek, der Rentsch-Gedenkstätte und dem Straßenbahndepot haben in der Zeit von 20.00 Uhr bis 24.00 Uhr Musiker, mehrere Blechblasorchester, Künstler und ein Restaurator gewirkt. Die Kulturnacht stand in diesem Jahr unter dem Motto „Blech und Musik“ entsprechend der zu dieser Zeit laufenden Sonderausstellung, welche kurz zuvor feierlich eröffnet worden war. Im Hof des Marientors, des Nietzsche-Hauses und im Stadtmuseum Hohe Lilie spielten Blechblasmusikorchester auf, die da wären: der Posaunenchor Naumburg, das Blas-, Tanz- und Unterhaltungsorchester Hermsdorf, die Roßbacher Musikanten und die Unstruttaler Blasmusikanten. Weiterhin waren im Nietzsche-Haus zwei Wilesco Dampfmaschinen (leider nur elektrisch) zu sehen. Das auf Rummel beliebte Dosenwerfen wurde nur anfänglich von Kindern angenommen, später fiel dieser Programmpunkt weg. In der Hohen Lilie stellte der Blechblasinstrumentenbauer Matthias Fiedelak sein Handwerk vor und restaurierte alte Blasinstrumente. Die musikalische Ausgestaltung in der Hohen Lilie erfolgte durch den Posaunenchor und den Trompeter Jona Meinhardt. In der Türmerwohnung brachte das Weißenfelser Bläsertrio Ragtime-, Swing- und Klezmer-Klänge zu Gehör, in der Galerie des Wenzelsturms stellte der Kunstschmied Frank Scheibe Kleinkunstobjekte aus, der Designer und Grafiker Dirk Buchwald Blechschmuck und Wandobjekte aus Blech. In der Stadtbibliothek war das virtuose Quintett Exciting Brass zu hören, weiterhin wurden  mehrere Lesungen, ein Nacht-Bücherflohmarkt und eine Mitternachts-Ausleihe angeboten. Etliche vor allem junge Besucher zog die Kinder- und Jugendbibliothek an, in der bis 21 Uhr mit Blech gebastelt werden konnte.

Obwohl das Wetter uns nicht ganz wohl gesonnen war, kamen ca. 500 Besucher in unsere Einrichtungen. Bei diesen Besuchern handelte es sich zumeist um Touristen, weniger um Naumburger Bürger. Ein Grund dafür könnte das Park- und Lichterfest in Bad Kösen gewesen sein, ein anderer eventuell das kalte und ungemütliche Wetter. Schade für die teilweise vom weither angereisten Blechblasorchester, die teils vor zehn Besuchern ihr Programm darboten. Da die Scheinwerfer an der Traverse im Marientor abmontiert waren, hatten die Unstruttaler Blasmusikanten zudem mit der einbrechenden Dunkelheit zu kämpfen. Retter in der Not war Werbedesigner Falko Matte der uns zwei Tageslichtlampen und eine Baulampe zur Verfügung stellte. Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm, welches leider auf nicht allzu große Zustimmung in der Bevölkerung stieß. Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Kulturnacht die Auf­sicht in den Häusern übernommen haben.

PUBLIKATIONEN

Mit etwas Verspätung wurde nun in diesem Jahr der 3. Band zur Naumburger Stadt­geschichte die Braunschen Annalen herausgegeben. Die Druckkosten beliefen sich auf 2963,90EUR. Für den Druck stand uns eine zweck­gebundene Spende der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg zur Verfügung.

Zurzeit arbeitet Herr Dr. Karl-Heinz Wünsch und Herr Dr. Siegfried Wagner an der Herausgabe der Schrift „Kurze Nachricht über die Merkwürdigkeiten der Domkirche“ von Johann Karl Schoch. Dabei handelt es sich um eine Beschreibung des Domes aus dem Jahre 1773. Johann Karl Schoch war zu dieser Zeit Küster am Dom zu Naumburg.

ANKAUF/ RESTAURIERUNG

 Am 4. Mai dieses Jahres übergab der Vorstand der Sparkasse Burgenlandkreis ein Gemälde des Berliner Malers Otto Nagel unserer Vorsitzenden Sieglinde Roloff. Dabei handelt es sich um ein Portrait des Schriftstellers Ernst Heinrich Bethge, welcher von 1906 bis 1923 in Naumburg gelebt hatte. Ein im Vorfeld gestarteter Spendenaufruf zur Rettung des Gemäldes erbrachte gut 400 EUR. Nicht genug für den Ankauf des Bethge-Gemäldes. Daher entschloss sich die Stiftung der Sparkasse des Burgenlandkreises dieses kurzerhand für den Naumburger Museumsverein zu erwerben. Um das Gemälde dauerhaft in der Ausstellung präsentieren zu können, übernahm der Museumsverein die Kosten der Restaurierung in Höhe von 285,60EUR. Dafür stand eine zweckgebundene Spende der SPD in Höhe von 253 EUR zur Verfügung. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an den SPD-Ortsverein Naumburg.

 Durch eine zweckgebundene Spende in Höhe von 1000,- EUR des Weinguts Herzer, Rossbach, konnten das Gemälde Max Klingers „Doppelakt“ und einige andere Graphiken bereits durch Herrn Ulrich Böduel restauriert werden (Kosten: 999,60EUR). Weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Möglich ist dies durch die so genannte Objektpatenschaft, bei der sich ein Kunstliebhaber für eine Graphik entscheidet, für die er die Kosten der Restaurierung übernimmt.

VORTRÄGE

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.

EXKURSIONEN

Im August dieses Jahres fand zum zweiten Mal ein Sommerfest im Garten der Museumsverwaltung in der Grochlitzer Straße statt. Eine Zusammenkunft mit interessanten Gesprächen über die Arbeit des Museumsvereins und die weiteren geplanten Unternehmungen. Von den insgesamt drei anberaumten Exkursionen fand lediglich eine statt. Ziel der ersten Exkursion sollte am 24. Mai das Stadtmuseum Jena mit der Ausstellung „Das Bauhaus in Jena“ sein, die zweite Museumsfahrt war für den 5. Juli zur Moritzburg Halle geplant. Beide wurden aufgrund mangelnden Interesses abgesagt. Insgesamt acht Teilnehmer starteten am 31. Oktober zum Kulturhistorischen Museum Magdeburg, wo die Sonderausstellung „Aufbruch in die Gotik“ zu sehen war. Auf etwa 1.000 qm Ausstellungsfläche zeigte das Museum Einblicke in eine Epoche, in der neben der Architektur auch die Kunst, Kultur und die Lebenswelt der Menschen einen Umbruch erfuhr. Nach dem Besuch des Museums (mit öffentlicher Führung) aßen die Museumsvereinmitglieder in einer nahe gelegenen Gaststätte Mittag und besichtigten anschließend den Magdeburger Dom. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung bei herrlichem Herbstwetter.

Jahresbericht 2008

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2009 acht ordentliche Mitglieder, vierzehn ermäßigte Mitglieder und vier Fördermitglieder, also insgesamt 27 Mitglieder.

Aktivitäten im Jahr 2008

Kulturnacht "Licht!"

Wie bereits im Jahr 2007 unterstützte der Museumsverein auch im Jahr 2008 perso­nell und finanziell die Dritte Naumburger Kulturnacht, welche am 6. September stattfand. Für die Durchführung der Kulturnacht stellte uns die Altenburg-Stiftung freundlicherweise 1.000 EUR zur Verfügung. In der Hohen Lilie, dem Wenzelsturm, dem Marientor, dem Nietzsche-Haus, der Stadtbibliothek und dem Straßenbahndepot haben in der Zeit von 20:00 Uhr bis 24:00 UhrKünstler, Referenten und Akteure gewirkt.

Im Hof des Marientors wurden Kurzfilme gezeigt, die sich thematisch mit dem Thema „Licht!“ befassten. In der Hohen Lilie untersuchte der Restaurator Ulrich Böduel Gemälde mittels UV-Licht. Weiterhin gab es im Keller in der Mühlgasse fluoreszierende Steine zu bestaunen, die wir vom Museum für Naturkunde in Gera ausgeliehen hatten. Im Wenzelsturm vollführte die Künstlerin Ilona Vogel mit ihrem Papiertheater Licht- und Schattenkunst der besonderen Art. Besucher, die lediglich den Wenzelsturm besteigen wollten, beschwerten sich während der Vorstellung allerdings immer wieder über die fehlende Beleuchtung in der Turmhaube. Diese war aber für die Durchführung der Veranstaltung eine Notwendigkeit. In der Galerie des Wenzelsturms war eine Schwarzlichtkunstausstellung zu sehen, die wir von der Kunst- und Musikschule Jena zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Im Nietzsche-Haus referierte Frau Wendenkampf vom Bund für Umwelt und Naturschutz zum Thema „Lichtsmogund seine Auswirkungen auf Tier und Mensch“. Ein zweiter Vortrag zur „Insektenfeindlichen Außenbeleuchtung“ fand aufgrund fehlender Zuhörer nicht statt. Im Keller des Nietzsche-Hauses konnten Besucher im Dunklen einen Dialog mit Sehbehinderten führen. Dafür konnten wir Frau Blum und ihren Ehemann gewinnen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Im Obergeschoss des Nietzsche-Hauses gab Herr Kahl Hinweise und Tipps zum Fotografieren im Dunklen. Die Stadtbibliothek bot mehrere Lesungen und eine Weinverkostung an, der Nacht-Bücherflohmarkt und die Mitternachts-Ausleihe zog etliche Besucher an. Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm, das auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stieß. Insgesamt sind knapp 500 Besu­cher unserer Einladung zur Kulturnacht gefolgt.

Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Kulturnacht die Auf­sicht in den Häusern übernommen haben.

Museumspädagogische Arbeit

Weiterhin unterstütze der Verein abermals die museumspädagogische Arbeit im Stadtmuseum Naumburg. Die Durchführung von Kinderaktionen in den Frühjahrs- und Sommerferien des Jahres 2008 wären ohne die finanziellen Mittel des Vereins nicht denkbar gewe­sen. In den Sommerferien war in der Hohen Lilie die Sonderausstellung „Das Kirschfest - Metamorphosen eines Volksfestes“ zu sehen. Nach einer 20minütigen Führung durch die Ausstellung bastelte Frau Kerber mit Hortkindern eine Trommel mittels Tontöpfen und Pergamentpapier. Die Kosten in Höhe von 52,65EUR für diese Materialien übernahm der Museumsverein.

Publikationen

Die Herausgabe der Braunschen Annalen, dem 3. Band zur Naumburger Stadt­geschichte, steht noch aus. Die Übertragung der Handschrift durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch ist abgeschlossen, für den Druck steht eine zweck­gebundene Spende der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg zur Verfügung. Ein Nachdruck des Leseheftes „Kein Zaun war mir zu hoch“ erfolgte Anfang des Jahres 2008. Ein zweiter Band ist zurzeit noch nicht in Arbeit.

 

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2008 folgende Veranstaltungen organisiert:

Vorträge im Stadtarchiv

Der Museumsverein Naumburg e.V. veranstaltete zwei Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Sigmar Radau, Spielkartensammler und Publizist aus Berlin, referierte am 30. April über die Naumburger Spielkartenfabrik in Naumburg. Angefangen von der allgemeinen Versteuerung von Spielkarten über die Spielkartenherstellung und die Kartenmacher in Naumburg bis zur Geschichte der Sutor’schen Spielkartenfabrik. Einen zweiten Vortrag zum Thema „Klinger und die Photographie“ hielt Barbara John, Kunsthistorikerin und Buchautorin, am 22. Oktober im Lese­saal des Stadtarchivs. Frau John widmete sich besonders der Bedeutung der Photographie für das Schaffen Max Klingers und präsentierte dazu eine Reihe meist bereits bekannter Photographien. Beide Vorträge waren mit 20 bis 30 Zuhörern nur mäßig besucht.

Sommerfest

Im August vergangenen Jahres fand erstmals ein Sommerfest im Garten der Museumsverwaltung in der Grochlitzer Straße statt. Eine Zusammenkunft mit interessanten Gesprächen über die Arbeit des Museumsvereins und die weiteren geplanten Unternehmungen. Eine für den 25. Oktober anberaumte Exkursion nach Dresden wurde aufgrund fehlender Teilnehmer nicht durchgeführt.

Jahresbericht 2006

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg e.V. hatte im Jahr 2006 dreizehn ordentliche Mitglieder, acht ermäßigte Mitglieder und vier Fördermitglieder, also insgesamt 25 Mitglieder.

Aktivitäten des Vereins

Im Berichtsjahr 2006 unterstütze der Museumsverein folgende Aktivitäten:

Im Berichtsjahr 2006 wurde am 9. September die Erste Naumburger Museumsnacht vom Stadtmuseum Naumburg veranstaltet. Die Dr.-Walter-Broche-Stiftung, Lotto-Totto Sachsen-Anhalt und die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalts stellten dafür insgesamt 6.000,00 EUR zur Verfügung. Personell wurde die Museumsnacht tatkräftig vom Naumburger Museumsverein e.V. unterstützt. In allen fünf Einrichtungen des Stadtmuseums haben in der Zeit von 18:00 Uhr bis 24:00 Uhr Künstler bzw. Akteure gewirkt.

In der Hohen Lilie trat die Bremer Künstlergruppe “Les Bricoleurs” auf und ließ französische Chansons erklingen. Im Wenzelsturm verzauberte der Pantomime Siegmar Cholet das Publikum mit Kurzgeschichten aus Frankreich. Die am Aufgang des Wenzelsturms ausgegebenen Knicklichter erfreuten sich großer Beliebtheit und ließen das Turminnere geheimnisvoll und romantisch erscheinen. Im Nietzsche-Haus las Kai Agthe aus Einar Schleefs “Nietzsche-Trilogie” und Friedrich Nietzsches “Ecce homo”. Die musikalische Umrahmung der Lesung erfolgte durch Christoph Walther auf dem Klavier. Im Marientor wurde zweimal der gesellschaftssatirische Film “Jour de fête” von Jacques Tati aufgeführt und Rolf Rüdiger Weise demonstrierte im Max-Klinger-Haus, wie eine Radierung entsteht. Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm, das auf breite Zustimmung in der Bevölkerung gestoßen ist. Insgesamt sind knapp 250 Besucher unserer Einladung zur Museumsnacht gefolgt.
Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Museumsnacht die Aufsicht in den Häusern übenommen haben.

Weiterhin unterstütze der Verein die museumspädagogische Arbeit im Stadtmuseum Naumburg. Die Durchführung von Kinderaktionen in den Sommer- und Herbstferien des Jahres 2006 wären ohne die finanziellen Mittel des Vereins nicht denkbar gewesen. Mit Gruppen von 6 bis 18 Kindern wurde ein speziell auf die Stadtgeschichte ausgerichtetes Memory-Spiel gebastelt, welches die Hortgruppe am Ende der Veranstaltung mitnehmen konnte. Die Materialien zur Erstellung der Memory-Karten wurden durch den Museumsverein finanziert. Anhand von insgesamt 16 Symbolen, wozu u.a. die Kirsche, der Schlüssel, die Burganlage oder der Kamm zählten, ist die Stadtgeschichte schlaglichtartig thematisiert worden. Gewusstes wurde so vertieft und Neues angeeignet. Diese Aktion ist thematisch an keine Sonderausstellung gebunden und somit jederzeit durchführbar.
Am 13. Dezember diesen Jahres wird eine weitere Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek durchgeführt werden. In der Kinderveranstaltung mit dem Titel “Weihnachtsbräuche aus aller Welt” wird den Kindern eine Vorstellung davon gegeben, wie Weihnachten in anderen Ländern gefeiert wird und wer, wo und wann die Gaben bringt. St. Nikolaus, Knecht Ruprecht, Santa Claus werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie Babuschka, Santa Lucia und Väterchen Frost. Der erste Teil der Veranstaltung wird in der Kinderbibliothek, der zweite Teil im Wenzelsturm stattfinden. Dort können sich die Kinder an “Riechstationen” daran versuchen, spezielle Weihnachtsgewürze zu erraten. Zum Abschluss der Veranstaltung erwartet sie eine Schachtel voll mit Weihnachtsplätzchen. Um Gewürze, Weihnachtsplätzchen und ein wenig Weihnachtsdekoration kaufen zu können, benötigt das Stadtmuseum die finanzielle Unterstützung des Museumsvereins. Falls diese Aktion auf großes Interesse stoßen sollte, würden wir diese Veranstaltung gern nächstes Jahr wiederholen.

Die Herausgabe der Braunschen Annalen, dem 3. Band zur Naumburger Stadtgeschichte, steht noch aus. Die Übertragung der Handschrift durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch ist zum größten Teil abgeschlossen, für den Druck steht eine zweckgebundene Spende der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg zur Verfügung. Die Herausgabe des zweiten Bandes “Kein Zaun war mit zu hoch”, welcher einzelne Lebenserinnerungen Naumburger Bürger als Textsammlung zusammenfasst, ist auf Anfang nächstes Jahr verschoben.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2006 folgende Veranstaltungen organisiert:

Am 23. September 2006 begaben sich 8 Mitglieder des Museumsvereins auf Exkursion nach Magdeburg zur Ausstellung “Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806: Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters”. Dort mit dem Bus angekommen erhielten sie, zusammen mit allen anderen Teilnehmern der Exkursion, eine 90minütige Führung durch die Ausstellung. Im Kulturhistorischen Museum waren einmalige Zeugnisse aus 500 Jahren Deutsche Geschichte präsentiert.

Am 23. November 2006 lud der Naumburger Museumsverein zur Aufführung des Films “C’est la guerre – So ist der Krieg. Jena / Auerstedt 1806 / 2006 Oder wie feiert man eine Niederlage?” ins Naumburg-Haus ein. Zum Abschluss des Deutsch-Französischen Jahres versuchte der 45-minütige Film von Jens-Fietje Dwars und Jenafilm ein anderes Gedenken an die Schlacht bei Jena und Auerstedt aufzuzeigen: er rekonstruierte Vorgeschichte und Verlauf der Doppelschlacht und befragte zugleich unseren heutigen Umgang mit dem blutigen Erbe.

Heute am 29. November 2006 wird Herr Ulf Dräger, Numismatiker und Leiter des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt, einen Vortrag zur Geschichte des Naumburger Münzschatzes im Stadtarchiv Naumburg halten. Er berichtet u.a. über den Münzfund, die Bestimmung der Münzen und die Bedeutung des Fundes für die derzeitige Forschung. Der vom Museumsverein Naumburg e.V. veranstaltete Vortrag ist an interessierte Naumburger und Numismatik-Interessierte gerichtet. Wir hoffen auf eine große Hörerschaft.

Im dritten Jahr des Bestehens aktualisierte der Verein auch seinen Internetauftritt, welcher auf der Homepage des Museums unter www.museumnaumburg.de zu finden ist. Dort kann man die Satzung und den Mitgliedsantrag abgerufen und sich über vergangene und gegenwärtige Projekte des Vereines informieren.

19. November 2006: Verzeichnis Naumburger Gold- und Silberschmiede online.

Prof. Bernt Zeitschel, pensionierter Meeresbiologe aus Kiel, passionierter Silber-Sammler und förderndes Mitglied des Naumburger Museumsvereins, hat in mehr mehrjähriger Arbeit ein Verzeichnis der Naumburger Gold- und Silberschmiede seit dem Spätmittelalter angelegt. Gut 200 Namen sind zusammengekommen, viele davon in mühsamer Kleinarbeit mit Lebensdaten ergänzt und mit Angaben zu ihren Werken versehen. Das Verzeichnis finden Sie unter Projekte/Goldschmiede

Weihnachten hier und anderswo - Adventsnachmittag in Kinderbibliothek und Wenzelsturm

Unter dem Titel “Weihnachten hier und anderswo. Weihnachtsbräuche aus aller Welt” veranstaltete das Stadtmuseum Naumburg in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und dem Museumsverein Naumburg e.V. am 13. Dezember eine vorweihnachtliche Adventsstunde. In dieser wurde den Kindern nähergebracht, wie und wann in anderen Ländern Weihnachten gefeiert wird. Anhand von Geschichten, Liedern und Gedichten erzählten die Mitarbeiter Frau Plehn und Frau Klapczynski von zentralen Weihnachtsfiguren wie den Nikolaus, Knecht Ruprecht, Babuschka und St. Lucia. Im Anschluss daran erkundeten wir den Wenzelsturm mit Leuchtstäben. Dort erwartete die Kinder eine Vielzahl verschiedener Weihnachtsgerüche, die es dann zu erraten galt. Ein schöner weihnachtlicher Adventsnachmittag für alle Teilnehmer. Unterstützt wurde diese Aktion finanziell und personell durch den Museumsverein Naumburg e.V.. Im Wenzelsturm übernahmen vier Vereinsmitglieder die Aufsicht des unbeleuchteten Treppenaufgangs.

C’est la guerre – So ist der Krieg. Jena / Auerstedt 1806 / 2006 Oder wie feiert man eine Niederlage?
Ein Schlacht-Fest-Film von Jens-Fietje Dwars und Jenafilm

Die Schlacht bei Jena-Auerstedt hatte am 14. Oktober 1806 den Untergang des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation besiegelt. Fast 50.000 Tote und Verwundete waren der Blutzoll für den Eingang in die Geschichtsbücher, die Leiden der Bevölkerung unsäglich. Genau 200 Jahre darauf wurde das Gemetzel auf den Feldern über Jena von 1500 Hobbykriegern aus 20 Ländern vor 32.000 Schaulustigen nachgespielt und der MDR verkündete stolz, zum ersten Mal in der Fernsehgeschichte eine Schlacht live übertragen zu haben ...

Der 45-minütige Film von Jens-Fietje Dwars und Jenafilm versuchte ein anderes Gedenken: er rekonstruierte Vorgeschichte und Verlauf der Doppelschlacht und befragte zugleich unseren heutigen Umgang mit dem blutigen Erbe. So fügten sich skurrile Szenen und erschütternde Berichte zu einem lebendigen Panorama der Geschichte, bei dem gelacht und geweint werden darf. Mit „Interviews“ nach authentischen Zeugenaussagen von 1806, die heutige Dokufor­mate à la RTL parodieren, Aufnahmen von Schlachtnachstellungen der vergangenen zehn Jahre, Amateur-Filmmaterial aus DDR-Zeiten und poetisch dichten Landschaftsbildern. Eine Parodie auf den Zeitsgeist und wirkliches Gedenken zugleich.

Auf Einladung des Naumburger Museumsvereins stellte der Jenaer Autor den Film am Donnerstag ab 19.30 Uhr im Naumburghaus zur Diskussion. Dwars hat über 20 Bücher teils verfasst, teils herausgegeben. Für zwei seiner fünf Filme erhielt er 2001 und 2004 den Adolf Grimme-Sonderpreis. In Naumburg hat er bereits zwei Ausstellungen im Nietzschehaus gezeigt und wird dort im kommenden Frühjahr eine Schau zur „unheiligen Elisabeth“ präsentieren: zu Nietzsches Schwester.

Der Naumburger und andere Münzschätze - Vortrag des Numismatikers Ulf Dräger

Als Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Der Naumburger Münzschatz und andere Schätze", die vom 14.10. bis 13.12. im Stadtmuseum Hohe Lilie gezeigt wurde, gab Ulf Dräger, der Leiter des Landesmünzkabinetts in Halle und als solcher ausgewiesener Kenner der Münzgeschichte Mitteldeutschlands einen Überblick über die in den letzten Jahren gemachten Münzfunde. Besondere Aufmerksamkeit widmete er dabei natürlich dem Naumburger Münzschatz, der in seiner Art - fast 500, zum Teil fast prägefrische Silbermünzen vornehmlich des 16. Jahrhunderts - eine große Seltenheit darstellt.

Exkursion zur Ausstellung "Das Heilige Römische Reich" in Magdeburg.

In Zusammenarbeit mit dem Tourist- und Tagungsservice der Stadt Naumburg wurde eine Busfahrt nach Magdeburg organisiert, um das Kulturhistorische Museum zu besuchen. Die meisten Teilnehmer zeigten sich sehr angetan von der Ausstellung, die eine erstaunliche Anzahl von hochkarätigen Ausstellungsstücken zeigte. Eine Minderheit der Teilnehmer zeigte sich allerdings auch irritiert von dem sehr konservativen, offensichtlich auf die Stiftung nationaler Identiät fixierten Geschichtsbild, das der Ausstellung zu Grunde lag.

Erste Naumburger Museumsnacht

Am 9. September 2006 fand die erste Naumburger Museumsnacht statt. Der Museumsverein war als Mitveranstalter tatkräftigt beteiligt. Ein gutes Dutzend Mitglieder waren zwischen 18 und 24 Uhr im Einsatz, um die musealen Einrichtungen offen zu halten und die zahlreichen Besucher zu betreuen. Besonders die Besteigung des unbeleuchteten Wenzelsturms mit "Knicklichtern" fand großen Zuspruch - die Aktion, die eigentlich für Kinder gedacht war, fand gerade auch unter Erwachsenen begeisterten Zuspruch. Die Museumsnacht, die zunächst als Versuch gedacht war, soll im Jahr 2007 auf jeden Fall wiederholt werden.

Jahresbericht 2007

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2007 zehn ordentliche Mitglieder, zehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 25 Mitglieder.

Aktivitäten des Vereins

Museumsnacht "Frauen, die ihr Handwerk verstehen!"

Wie bereits im Jahr 2006 unterstützte der Museumsverein auch im Jahr 2007 personell und finanziell die Zweite Naumburger Museumsnacht. Im Berichtsjahr 2006 stellten die Dr.-Walter-Broche-Stiftung, Lotto-Totto Sachsen-Anhalt und die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalts dafür insgesamt 6.000,00EUR zur Verfügung.

Von dieser Fördersumme verblieb dem Museumsverein ein Restbetrag von 1173,27EUR, den wir für die zweite Naumburger Museumsnacht am 15. September einsetzten. In vier Einrichtungen des Stadtmuseums haben in der Zeit von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr  Künstler, Kunsthandwerker und Akteure gewirkt. In den Höfen des Marientors und der Hohen Lilie präsentierten sich (Kunst-) Handwerkerinnen, die ihr Handwerk vorführten. Ferner las Kai Agthe in der Hohen Lilie aus der Manns-Chronik, Verena Klapczynski führte durch neu eröffnete Sonderausstellung “Auf dem Weg in den Sozialismus”. Im Wenzelsturm verzauberte das kleine Theaterensemble “Terz” mit dem Stück “Die Truhe” von Daniiel Charms die Besucher. In der Galerie im Wenzelsturm, den die Besucher mit Knicklichtern erkunden konnten, stellte Thomas Schulz seine keramischen Kunstwerke aus. Im Nietzsche-Haus führte Dr. Jens-Fietje Dwars durch die Sonderausstellung “Die unheilige Elisabeth”. Ein Vortrag zu Elisabeth Förster-Nietzsche folgte im Anschluss daran. Ein abwechslungsreiches und umfangreiches Programm, das auf breite Zustimmung in der Bevölkerung gestoßen ist. Insgesamt sind knapp 600 Besucher unserer Einladung zur Museumsnacht gefolgt.
Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Museumsnacht die Aufsicht in den Häusern übernommen haben.

Museumspädagogische Arbeit

Weiterhin unterstütze der Verein die museumspädagogische Arbeit im Stadtmuseum Naumburg. Die Durchführung von Kinderaktionen in den Frühjahrs- und Sommerferien des Jahres 2007 wären ohne die finanziellen Mittel des Vereins nicht denkbar gewesen. In dieser Zeit war in der Hohen Lilie die Sonderausstellung “Das bisschen Haushalt - Der Wandel eines Arbeitsplatzes” zu sehen. Im Vorfeld des Stickkurses führte die Museumsmitarbeiterin Frau Klapczynski die Hortgruppen durch die Sonderausstellung und erklärte diesen u.a. die Funktionsweise verschiedener Bügeleisen sowie Waschmaschinen und führte in die verschiedenen Handarbeitstechniken ein. Im Anschluss daran stickten die Hortkinder ihr Monogramm in grobmaschigen AIDA-Stoff, welches sie am Ende der Veranstaltung mitnehmen konnten. Die Materialien zur Erstellung des Monogramms wurden durch den Museumsverein finanziert.

Weihnachten hier und anderswo - Adventsnachmittag im Wenzelsturm

Am 13. Dezember diesen Jahres wird (wie im letztem Jahr) eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek durchgeführt werden. In der vorweihnachtlichen Veranstaltung mit dem Titel “Weihnachtsbräuche aus aller Welt” soll Kindern eine Vorstellung davon gegeben, wie Weihnachten in anderen Ländern gefeiert wird und wer, wo und wann die Gaben bringt. St. Nikolaus, Knecht Ruprecht, Santa Claus werden dabei ebenso eine Rolle spielen wie Babuschka, Santa Lucia und Väterchen Frost. Die Veranstaltung findet in der Türmerwohnung des Wenzelsturm statt, wo Frau Plehn von der Stadtbibliothek und Frau Klapczynski vom Stadtmuseum verschiedene Weihnachtsgeschichten vorlesen werden. Ein besonders Highlight ist die Erkundung des Wenzelsturms mit Hilfe von Knicklichtern. In der Türmerwohnung können sich die Kinder an “Riechstationen” daran versuchen, spezielle Weihnachtsgewürze zu erraten. Um Gewürze, Weihnachtsplätzchen und ein wenig Weihnachtsdekoration kaufen zu können, benötigt das Stadtmuseum die finanzielle Unterstützung des Museumsvereins.

Publikationen

Die Herausgabe der Braunschen Annalen, dem 3. Band zur Naumburger Stadtgeschichte, steht noch aus. Die Übertragung der Handschrift durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch ist abgeschlossen, für den Druck steht eine zweckgebundene Spende der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg zur Verfügung. Die Herausgabe des zweiten Bandes “Kein Zaun war mit zu hoch”, welcher einzelne Lebenserinnerungen Naumburger Bürger als Textsammlung zusammenfasst, ist auf Anfang nächstes Jahr verschoben.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2007 folgende Veranstaltungen organisiert: 

Anlässlich der Sonderausstellung “Walter Vogler (1906-1980) Figurenschnitzer aus Leidenschaft” unterstütze der Museumsverein Naumburg e.V. das Schauschnitzen des Kunsthandwerkers Matthias Freund aus dem erzgebirgischen Mildenau. Am 17. und 18. Februar fertigte der Holzbildhauer Freund aus groben Holzblöcken fertige Holzfiguren. Ein Teil seines Produktsortiments war in den Sonderausstellungsräumen zum Verkauf ausgestellt. Diese Veranstaltung war an beiden Tagen gut besucht.

Vorträge im Stadtarchiv

Der Museumsverein Naumburg e.V. veranstaltete zudem zwei Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Dr. Detlef Belau, Historiker und Museumsvereinsmitglied,  berichtete am 23. März über die Anfänge des Nationalsozialismus in Naumburg. Beleuchtet wurden u.a. die politischen Aktivitäten der NSDAP, die soziale Ausgangslage und der Widerstand der Arbeiterbewegung. Einen zweiten Vortrag hielt Hans-Joachim Plötze von der BstU (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik) in Halle am 6. Dezember 2007 im Lesesaal des Stadtarchivs. Plötze widmete sich der STASI-Geschichte und beleuchtete u.a. den Aufbau des Ministeriums für Staatssicherheit und Aktivitäten des MfS in Naumburg.

Exkursion zur Ausstellung "MAX Klinger in CHEMNITZ"

Am 20. Mai 2007 begaben sich 5 Mitglieder des Museumsvereins auf Exkursion nach Chemnitz zur Sonderausstellung “Max Klinger in Chemnitz”. Aufgrund der kleinen Gruppe entschlossen wir uns, mit dem Auto nach Chemnitz zu fahren. Dort angekommen, besichtigten wir zunächst das Schlossbergmuseum Chemnitz. Nachmittags begaben wir uns in die Kunstsammlungen Chemnitz, wo größtenteils die Zyklen Klingers zu sehen waren.

Exkursion zur Ausstellung "Die heilige Elisabeth"

Eine weitere Exkursion ging nach Eisenach zur 3. Thüringer Landesausstellung “Die Heilige Elisabeth”. Mit einem speziellen Kombi-Ticket der DB fuhren 11 Museumsvereinsmitglieder am 21. Oktober 2007 nach Eisenach, wo wir zunächst den Mittelalter-Teil der Ausstellung in der Wartburg ansahen, im Anschluss daran die Ausstellung zur Neuzeit in der Predigerkirche. Alles in allem war dies eine gelungene und recht preisgünstige Exkursion.

Im vierten Jahr des Bestehens aktualisierte der Verein auch seinen Internetauftritt, welcher auf der Homepage des Museums unter  www.museumnaumburg.de zu finden ist. Dort kann man die Satzung und den Mitgliedsantrag abrufen und sich über vergangene und gegenwärtige Projekte des Vereines informieren.

Jahresbericht 2005

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2005 elf ordentliche Mitglieder, zehn ermäßigte Mitglieder und zwei Fördermitglieder, also insgesamt 23 Mitglieder.

Aktivitäten des Vereins

Ankauf: Am 30. Mai 2005 kam das Kuratorium der Stiftung des Burgenlandkreises für Kultur und Sport zusammen und entschied über die bis zum 30. April 2005 eingereichten Förderanträge. Der Museumsverein Naumburg e. V. bekam des Zuschlag einer Förderung für sein Projekt des Ankaufs des Radierzyklus “Das Zelt” des Künstlers Max Klinger.

Max Klinger, einer der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Zeit, verbrachte, bezaubert von der Schönheit der Landschaft am Saale-Unstrut-Zusammenfluss, seine schönsten Jahre in seinem Haus in Großjena bei Naumburg und fand hier auch seine letzte Ruhestätte.

Das Max-Klinger-Haus ist die einzige authentische Wohnstätte des Radierers, Bildhauers und Malers Max Klinger, die sich bis heute erhalten hat. Vorraussichtlich ab Mai 2006 wird das sanierte Max-Klinger-Haus in Großjena als Einrichtung des Stadtmuseums Naumburg wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Neben zahlreichen Zeichnungen und Gemälden schuf Max Klinger in seinem Haus auf dem Großjenaer Weinberg eine erstaunliche Anzahl von Radierungen. Darunter den Radierzyklus “Das Zelt”, eine Folge von 46 Blättern, an dem er von 1913 bis 1915 arbeitete. Mit der geringen Auflage von nur 100 gedruckten Exemplaren gehört dieser Zyklus zugleich zu den seltensten und zu den gefragtesten grafischen Werken Klingers - handelt es sich dabei doch um eines der wichtigsten Alterswerke des Künstlers.

Der Ankauf des für diesen Standort so außerordentlich wichtigen Kunstwerkes wurde von der Stiftung der Sparkasse des Burgenlandkreises mit einem Betrag in Höhe von 4.000,00 EUR unterstützt. Die Dr.-Walter-Broche-Stiftung stellte 3.500,00 EUR für den Ankauf zur Verfügung, die von Oberbürgermeister Hilmar Preißer überreicht wurden. Aus Eigenmitteln des Vereins stammen weitere 250 EUR.
Der Museumsverein Naumburg e. V. hat den Radierzyklus in die Obhut des Stadtmuseums Naumburg übergeben. In der Dauerausstellung des Max-Klinger-Hauses wird der Radierzyklus als Dauerleihgabe des Vereins den Platz des zentralen Ausstellungsstückes einnehmen.
Der Museumsverein Naumburg e. V. dankt allen Sponsoren für die Hilfe!

Publikation

Aktuell: Der neue Band der Schriftenreihe des Museumsvereins zur Stadtgeschichte ist erschienen.

Gottfried Staffel, Justinianus Wolff, Justinus Heinrich Wolff:
Notabilia. Naumburger Denkwürdigkeiten aus dem 17. Jahrhundert. Erweitert durch das Diarium des Johann Georg Maul.
ISBN 3–9809067–2–8
Übertragen und mit Anmerkungen versehen von Siegfried Wagner und Karl-Heinz Wünsch. Herausgegeben vom Museumsverein Naumburg
208 Seiten, 2005.

Die ersten beiden Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts bringen für die alte Handelsstadt Naumburg das Ende einer langen Blütezeit, an die noch heute die imposanten Bauwerke der Stadt, die Wenzelskirche, das Rathaus und die stolzen Bürgerhäuser der Renaissance erinnern.
Der zunehmende Verlust bürgerlicher Selbstverwaltung in der Zeit des erstarkenden Absolutismus und die unmittelbaren wie die mittelbaren Folgen des Dreißigjährigen Krieges führen dazu, dass die Stadt im Laufe des Jahrhunderts in Ihrer wirtschaftlichen, sozialen und demographischen Entwicklung so weit zurückfällt, dass sie sich davon lange Zeit nicht mehr erholen kann.
Die in diesem Band zusammengestellten Aufzeichnungen von vier Naumburger Bürgern aus den Jahren 1608–23, 1631–45, 1680–83 und 1695 bis 1702 entwerfen ein eindrucksvolles Panorama dieser Zeit. Sie versammeln Nachrichtern über Geburt und Tod, Wetterlaunen und Kriminalfälle, Kommu-nalpolitik und Kriegsgeschehen, Glaube und Aber-glauben in knapper Form, so dass die alltäglichen Sorgen der Stadtbewohner ebenso plastisch aufleben wie die über das Land hinwegfegenden Ereignisse der so genannten großen Geschichte.

Naumburg 2005, ca. 200 Seiten, 15,00 Euro
Der Bezugspreis für Vereinsmitglieder beträgt 7,50 Euro

Diese Publikation kann über den Museumsverein oder über das Stadtmuseum Naumburg bezogen werden.

Vortrag und Exkursion zur Bronzezeit

Seit 2002 die "Himmelsscheibe von Nebra" sichergestellt wurde, ist sie in den Medien aktuell. Inzwischen ist die Himmelsscheibe weit über Sachsen-Anhalt hinaus bekannt. Die Bedeutung des Fundes, seine Fertigung und Nutzung wird aber immer noch diskutiert. Der Schatz von Nebra wurde nun im Rahmen einer Landesausstellung bis zum 22. Mai 2005 in Halle präsentiert.

Als Einführung zu einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle hielt am Freitag, den 4. Februar 2005 um 19 Uhr der Magdeburger Archäologe Harald Kanter einen Vortrag zum Thema "Die Bronzezeit Europas als historische Epoche".

Am darauf folgenden Tag am Sonnabend, den 5. Februar 2005 gab es die Möglichkeit für alle Interessierten gemeinsam nach Halle zu fahren, um die Ausstellung zu besuchen.

Kinderführungen im Stadtmuseum

In der Ausstellung "3 x täglich! Apothekengeschichte(n)" lernten die Kinder die Wirkstoffe von Heilpflanzen, ihre Anwendungsmöglichkeiten und die Verarbeitung der jeweiligen Pflanzen kennen. Einzelne Heilkräuter wurden vorgestellt und konnten an "Riechstationen" auch sinnlich erfahren werden. Vom Anbau der Heilpflanzen bis zur fertigen Arznei führten die weiteren Stationen des Rundgangs. Ein Kurzfilm informierte über die Kultivierung der Heilkräuter. Anschließend wurde in der Ausstellung deren Verarbeitung durch den Apotheker, von der Arzneidroge bis zum fertigen Tee, gezeigt. Dabei konnten Traubenzucker-Tabletten an einem Arbeitsgerät des Apothekers, der Tablettenpresse, selbst hergestellt werden. Eine "Teeverkostung" unter Verwendung der bereits vorgestellten Heilpflanzen bildete den Abschluss der Kinderführung.

Sonstiges

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