Begleitheft zur Sonderausstellung über Walter Hege

Broschüre "Licht und Schatten" - Walter Hege, 2019Broschüre mit Arbeiten des Fotografen ab sofort in der Galerie im Schlösschen erhältlich

Ein Begleitheft zur Ausstellung „Licht und Schatten. Walter Hege. Fotograf / Filmemacher / 1893–1955“ gibt es ab sofort in der Galerie im Schlösschen. Mehrfach hatten Besucher der gut frequentierten Schau nach einem solchen Begleitheft gefragt, weil sie Texte und andere Inhalte noch einmal in Ruhe nachlesen wollten. Dank der Unterstützung des Museumsvereins konnte das Stadtmuseum jetzt diesem Wunsch nachgekommen. Die Broschüre ist auch in der Hohen Lilie und bei der Museumsverwaltung erhältlich.

Das Heft umfasst 40 Seiten und enthält Fotos des gebürtigen Naumburgers sowie Texte und Dokumente, die Aufschluss über sein Leben geben. Es kostet 2 Euro.

Die Publikation versammelt ausgewählte Architektur- und Naturfotografien, unter anderem von den Domen zu Naumburg und Bamberg, aber auch von antiken Tempeln in Griechenland. Hauptsächlich aus Mecklenburg stammen die gezeigten Tieraufnahmen. Hinzu kommen zahlreiche Abbildungen, auf denen Hege selbst zu sehen ist, beispielsweise bei aufwändigen Vorbereitungen für seine Fotoarbeiten oder bei seiner Lehrtätigkeit, gemeinsam mit Schülern.

Repräsentiert ist auch Heges künstlerische Arbeit, der er sich vor allem in jungen Jahren intensiv gewidmet hatte. So enthält die Broschüre einige Scherenschnitte, Lithografien und Aquarelle. Biografische Dokumente, etwa über Heges letztes Lebensjahrzehnt in der britischen Besatzungszone und späteren Bundesrepublik, ergänzen die Broschüre.

Ausstellung geöffnet bis 31.03.2019, täglich außer montags 10–17 Uhr.

11.11.2018 bis 31.03.2019: Ausstellung in der Galerie am Schlösschen

Licht und Schatten

Walter Hege. Fotograf und Filmemacher (1893–1955)

Vor mehr als 80 Jahren erschien im Deutschen Kunstverlag ein Bildband, der den Naumburger Fotografen Walter Hege schlagartig bekannt machte. „Der Naumburger Dom und seine Bildwerke“ war die erste große Publikation des „Lichtbildners“. In den Folgejahren erschienen weitere, umfangreich bebilderte Bände, zunächst über mittelalterliche Dome, später auch über griechische Tempel und Skulpturen, barocke Bauten in Süddeutschland sowie historische Städte.

Im Herbst jährt sich Heges Geburtstag zum 125. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Stadtmuseum Naumburg vom 11. November 2018 bis 31. März 2019 in der Galerie am Schlösschen die Ausstellung „Licht und Schatten“. Sie wird zahlreiche originale Fotografien aus der Museumssammlung präsentieren, dazu Malerei und Grafik aus den 1910er und 20er Jahren sowie Scherenschnitte, mit denen sich Hege in der Region schon früh einen Namen machte. Auch seine Tätigkeit als Dozent an den Staatlichen Kunsthochschulen Weimar und als Fotoexperte im Westen Deutschlands, wo Hege ab 1947 lebte, dokumentiert die Schau.

Ein Großteil seines Werkes entstand in den 1930er Jahren – einer Zeit, in der auch die nationalsozialistischen Machthaber Gefallen an Heges Bildsprache fanden und auf seine Motive zurückgriffen beziehungsweise konkrete Fotoaufträge erteilten. Im selben Zusammenhang entstanden mehrere Kulturfilme, etwa „Auf den Spuren der Hanse“ und „Die Bauten Adolf Hitlers“.

Neben der Architektur war die heimische Natur ein zweites großes Thema der Bild- und Filmarbeiten Heges. Zahlreiche Aufnahmen etwa von der Mecklenburgischen Tierwelt und der Film „Am Horst der wilden Adler“ zeugen davon. Auch diesen Aspekt thematisiert die Ausstellung und versucht ein facettenreiches Bild vom Leben Walter Heges zu zeichnen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 10. November um 15 Uhr statt, selbstverständlich sind alle Interessierte eingeladen.

 


Begleitprogramm:

Filmvorführung*:

Jeden Mittwoch und Sonntag um 15:00 Uhr zeigen wir in der Ausstellung Walter Heges bahnbrechenden Naturfilm „Am Horst der wilden Adler“ (1932, ca. 90 Min.).
Sondervorführungen für Gruppen ab 8 Pers. auf Anfrage.

Vortrag*:

Am 16. Februar 2019 um 15:00 Uhr spricht der Foto-Historiker Dr. Matthias Harder (Berlin) über die Griechenland-Fotografen Walter Hege und Herbert List.

Führungen*

durch die Ausstellung am 13.12., 17.01., 07.02., 07.03., jeweils 16:00 Uhr, und auf Anfrage.

Kinderprogramm:

(Speziell für Hortgruppen) Vom 11. bis 15. Februar und auf Anfrage basteln wir Lochkameras mit Kindern.

[*= Zugang mit Tageseintrittskarte]

Öffnungszeiten:

11.11.2018 – 31.03.2019
täglich außer montags 10–17 Uhr.
Geschlossen am 24., 25., 31. Dezember
und am 1. Januar.

Eintritt:

Erwachsene 4,00 €, ermäßigt 3,00 €
Personen unter 18 Jahren frei.
Der Eintritt berechtigt auch zum Besuch des Stadtmuseums „Hohe Lilie“.
Galerie im Schlösschen
Markt 6, 06618 Naumburg

Der Eingang befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes!

 

Hausgeister BildmotivGalerie im Schlösschen, 2. Sept. bis 21 Oktober 2018

„Hausgeister“

Künstler sammeln Kunst

Künstler/innen produzieren nicht nur selbst Werke, sie besitzen, sammeln, bewahren Werke anderer Künstler. Die Akademie der Künste Sachsen-Anhalt versammelt Künstler und der Kunst nahe stehende Personen im gemeinsamen Interesse an zeitgenössischer Kunst. Alle besitzen ihre eigenen „Hausgeister“. Mit der Gabe der dieser Arbeiten in die Ausstellung wird eine wie auch immer begründete Wertschätzung öffentlich gemacht.

Sofort stellen sich Fragen: Sammeln Künstler anders? Warum will man überhaupt manches dauerhaft in privater Umgebung um sich haben? Welche verschiedenen Wege der Inbesitznahme gibt es zu erzählen? Worauf gründet sich die besondere Wertschätzung? Die Liste unserer Fragen ist lang.
Unsere Ausstellung ist Experiment und Versuchsanordnung. Noch wissen wir nicht viel mehr als daß sehr Unterschiedliches sich versammelt und zeigt. Wo finden wir bei aller Verschiedenheit Gemeinsames? Werden in den Resonanzen Muster, Strategien, Vorlieben, Sehnsüchte sichtbar? Im Zusammenhang der Einzelarbeiten, ihrem eigenen Dialog in der Ausstellung hoffen wir auf Einsichten, und darüber hinaus auf eine in ihren Einzelwerken interessante Schau, einen intimen Blick in nicht Öffentliches, eine „Live-Übertragung aus dem kreativen Maschinenraum“ – und ein Bekenntnis zum Sammeln und Besitzen von Kunst.

 

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