griffelkunst plakat a1 025.07. bis 27.09.2020 - Galerie im Schlösschen Naumburg

Max Klinger - Griffelkunst.

Radierte Träume

 Max Klinger (1857–1920) etablierte sich schon als junger Mann als Erneuerer der Radierkunst, der die deutsche Druckgrafik wieder aus dem Zustand einer reinen Reproduktionstechnik zur eigenständigen Kunst erhob. Euphorisch bezeichnete ihn Hugo von Hoffmannsthal als »neuen Dürer«. Klinger selbst setzte sich in seiner Abhandlung Malerei und Zeichnung (1891) auch theoretisch mit der von ihm so bezeichneten »Griffelkunst« auseinander.
In der Blüte-zeit seines Schaffens wandte er sich verstärkt der Malerei und Bildhauerei zu. Nicht zuletzt seine monumentalen Werke wie das Gemälde »Christus im Olymp« (1896) oder das Beethoven--Denkmal (1902) machten ihn zu einem der bekanntesten deutschen Künstler seiner Zeit. Der filigranen »Griffelkunst« blieb Klinger jedoch immer treu, war er doch über-zeugt, dass nur diese der Phantasie größtmögliche Entfaltungsmöglichkeit böte.
Insgesamt schuf Klinger 14 Radier-Zyklen mit etwa 300 Grafiken und etwa 150 Exlibris und Einzelblätter, von denen in dieser Ausstellung eine Auswahl von etwa 100 Werken aus der Sammlung des Stadtmuseums Naumburg gezeigt werden. Weitere Werke finden sich in unserer Ausstellung im Max-Klinger-Haus und ab 11. September 2020 wird unser Zyklus "Zelt" (46 Blatt) im Oberlandesgericht Naumburg zu sehen sein.

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Kindergeburtstag in der Bodenschätze-Ausstellung

In der Bodenschätze-Ausstellung kann man prima Kindergeburtstag feiern, das stellten die Freundinnen von Margarethe G.  (9) fest. Fast zwei Stunden waren sie in der Ausstellung unterwegs, ohne sich auch nur eine Minute zu langweilen. Von der Bodenzaubermaschine zum Knochenratespiel und von dort zur Pollenanalyse unter dem Mikroskop  ging die Expedition, fachkundig und unterhaltsam begleitet, vom "Bodenpersonal" in Gestalt von Nora Spielvogel-Strauß. Höhepunkt war natürlich die wissenschaftliche Ausgrabung, bei der einige aufregend-gruslige Funde gemacht wurden.

Wir danken der Mutter des Geburtstagskindes für die Überlassung ihrer Fotos und den Kindern und ihren Eltern für die Zustimmung zur Veröffentlichung!

Ralf Bergner: Ballade von Naumburg (kolorierte Federzeichnung), 2019Ausstellung in der Galerie im Schlösschen vom 7. September bis 31. Oktober 2019

Bergner-Grafik „Ballade von Naumburg“ jetzt als Poster

In der Galerie im Schlösschen zeigt der seit 1985 freischaffende Grafiker und Buchillustrator Ralf Bergner fein durchgearbeitete Zeichnungen und detailverliebte Radierungen, darunter vielschichtige Charakter- und Milieustudien und karikierende Porträts historischer Personen und Ereignisse.

Auch Naumburg  und seiner vielfältigen Geschichte würdigt Bergner mit seiner spitzen Feder. Besonders mit der aquarellierten Federzeichnung Ballade von Naumburg, welche er eigens für diese Ausstellung gefertigt hat, bringt er seine Sympathie für die Stadt zum Ausdruck. In dichter, verspielter Darstellung erzählt er humorvoll verkürzte Geschichten und verteilt diese wie farbige Noten über das Papier. Ähnlich wie der Musiker, der den Noten folgt, um sein Instrument zum musikalischen Klingen zu bringen, ist der Betrachter angehalten, die vielen kleinen Episoden zur epischen  Form der Ballade zu fügen.

Da das Blatt so beredt von Naumburg berichtet (und auch, weil Künstler vom Verkauf ihrer Arbeit leben), wäre es natürlich schön, wenn die Federzeichnung für das städtische Museum erworben werden könnte. Um einen Teil zum Ankauf beizutragen, bietet das Stadtmuseum Naumburg ab sofort eine Reproduktion der Ballade von Naumburg in voller Größe (70 x 100 cm), auf schwerem Bilderdruckpapier hochwertig gedruckt zum Kauf an. Das Poster kostet nur 10 Euro (gerne nehmen wir auch mehr), die vollständig in den Ankaufstopf fließen sollen.

Vielleicht findet sich demnächst auch in der Naumburger Sammlung eine Arbeit Ralf Bergners,  dessen Werke sich unter anderem im Kupferstichkabinett Berlin, in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, im Deutschen Bundestag, im Wilhelm-Busch-Museum Hannover und in der Akademie der Künste Berlin befinden.

Die Ralf-Bergner-Ausstellung kann noch bis zum 31. Oktober während der Öffnungszeiten (Di-So/Feiertag 10 bis 17 Uhr) besucht werden.

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