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Griechisches Licht in Naumburg

Fotohistoriker spricht am 16. Februar in der Galerie im Schlösschen, Namburg, über Walter Hege und Herbert List

Beide fotografierten in den 1930er Jahren griechische Tempel und Skulpturen, beide inszenierten und interpretierten ihre antiken Motive: Walter Hege und Herbert List. Über die Aufnahmen der beiden namhaften deutschen Fotografen spricht am 16. Februar 2019 der Kunsthistoriker Matthias Harder in Naumburg. Sein Vortrag „Walter Hege und Herbert List. Antikenrezeption als künstlerische Inszenierung“ beginnt 15 Uhr in der Galerie im Schlösschen am Markt. Er gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Licht und Schatten. Walter Hege. Fotograf / Filmemacher / 1893–1955“.
 
Die Aufnahmen Heges in der Ausstellung zeigen: Seine Griechenlandfotos zeichnen sich vor allem durch Akribie aus. Tagelang experimentierte der gebürtige Naumburger mit der Wirkung von Licht und Schatten, mit verschiedenen Standorten und Belichtungszeiten, arbeitete vorzugsweise mit großen Plattenkameras. List hingegen, Kosmopolit und seit Jahr und Tag ein Liebhaber griechischer Kultur, fand seine Motive schlendernd, fast zufällig. Auch er inszenierte bewusst, wofür ihm jedoch meist die Kleinbildkamera genügte.
 
Matthias Harder vergleicht ausführlich die Griechenland-Fotografien Walter Heges und Herbert Lists. Er ist Kurator der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin und entwickelt regelmäßig Ausstellungen und unterrichtet an Universitäten und Fotografieschulen. Der Besuch seines Vortrags ist mit einer Tageseintrittskarte für die Sonderausstellung im Schlösschen bzw. für die Hohe Lilie möglich.