Newsflash

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bleiben alle unsere Häuser – zu unserem größten Bedauern – bis auf Weiteres geschlossen.

smn-buchscanner

März 2014 - Neuanschaffung des Museumsvereins

Ein Buchscanner für das Stadtarchiv

Das Naumburger Stadtarchiv ist auf dem Weg ins digitale Zeitalter einen bedeutenden Schritt weitergekommen: mit Hilfe des Museumsvereins Naumburg, der Dr.-Walter-und-Hildegard-Broche-Stiftung und der Deutschen Bank konnte ein hochmoderner, gut 15.000 Euro teurer Buchscanner angeschafft werden. (Ein Buchscanner ist ein Gerät, das es erlaubt, Bücher und Archivalien von oben abzulichten. Weil man die Dokumente nicht "auf das Gesicht" legen muss, ist der Scan-Vorgang sehr viel schonender als mit den üblichen Flachbettscannern, die für die Archivnutzung genauso ungeeignet sind wie die klassischen Kopiergeräte.)

Mit dem neuen Gerät können nun Vorlagen bis zu einer Größe von DIN-A2 digitalisiert werden, Bücher, Urkunden, Akten und Karten lassen sich verarbeiten. Die Digitalisierung des historischen Bestandes rückt damit ein Stück näher. Die Erschließung der im Stadtarchiv und im Stadtmuseum aufbewahrten historischen Bestände – im Stadtarchiv werden Dokumente aus 800 Jahren Stadtgeschichte aufbewahrt – wird durch die Digitalisierung wesentlich erleichtert und dessen Zugänglichkeit wird entscheidend vereinfacht: In der nicht allzu fernen Zukunft wird sich jeder, der Interesse hat, direkt mit den Quellen beschäftigen können, ohne dass Gefahr besteht, dass die kostbaren Schriftstücke und Grafiken dadurch Schaden nehmen.

Für die nähere Zukunft ist geplant, zunächst die ältesten Archivbestände systematisch zu erfassen. Darüber hinaus sollen gezielt Jugendliche angesprochen werden, die sich mit der Naumburger Geschichte beschäftigen wollen. So steht die Erschließung zu Quellen zur Zeit des Ersten Weltkrieges (Zeitungen, Briefe, Verwaltungsdokumente) etc. für Schulprojekte auf dem Programm.


10 Jahre Museumsverein

Mit den fast 15.000 Euros, die der Buchscanner gekostet hat, stellt er die bisher kostspieligste Anschaffung dar, die der Museumsverein Naumburg e. V. in seiner nunmehr zehnjährigen Geschichte geleistet hat. Der gerade einmal 28 Mitglieder starke Verein hat in diesen Jahren einiges auf die Beine gestellt. Was den Naumburgern sicherlich bekannt sein wird, ist die Naumburger Museums- bzw. Kulturnacht, die zum ersten Mal 2006 vom Museumsverein Naumburg durchgeführt wurde. Seitdem gab es bereits sechs Veranstaltungen dieser Art, in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum und anderen kulturellen Trägern. Was weniger bekannt sein wird, ist das Engagement des Vereins hinsichtlich des Ankaufs von Sammlungsgut und seine Publikationstätigkeit. Bereits neun Veröffentlichungen sind u. a. in der Schriftenreihe „Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte" herausgegeben worden. Darunter zählen der Ausstellungskatalog „Fortgesetzte Spiegelungen“ (2011), die „Die Chronik der Stadt Naumburg auf die Jahre 1800 bis 1814“ von Johann Karl Gottlieb Mann (2004), die verbesserte Neuausgabe von Sixtus Brauns „Annalen“ und die Broschüre „Kein Zaun war mir zu hoch“ (2007) mit Kindheitserinnerungen aus Naumburg.

2005 wurde Klingers Zyklus „Das Zelt“ angekauft, 2007 eine Bronzebüste von Gertrud Bock und 2011 eine Gesamtansicht Naumburgs aus dem Jahre 1830. Das im Jahr 2009 von der Stiftung der Sparkasse Burgenlandkreis für den Verein erworbene Porträt von Ernst Heinrich Bethge, ließ der Museumsverein, unterstützt von Spendern, restaurieren.

Im Jahre 2007 richtete der Museumsverein im Radierstübchen Max Klingers eine Druckwerkstatt ein, in der seitdem von Mai bis September Radierkurse mit wachsendem Zuspruch angeboten werden. Im Jahr 2013 konnte für das Stadtmuseum Hohe Lilie eine Vitrine angeschafft werden, die es erlaubte, den großen Naumburger Münzschatz wieder als Leihgabe aus Halle nach Naumburg zu holen.

Der Museumsverein konnte seine Arbeit vor allem durch das Einwerben von Fördermitteln realisieren, insbesondere die Broche-Stiftung, die Altenburg-Stiftung und die Stiftung der Sparkasse des Burgenlandkreises standen helfend zur Seite.

Mehr zum Verein.

Brotkrumen