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8.11.2012 - Neuzugang im Museum.

Lepsius kehrt heim.

bilduebergabe-cp-lepsiusDr. Brügelmann und das geschenkte Gemälde

- Es war der pure Zufall, der Frau Dr. Brigitte Brügelmann aus Wernigerode vor einigen Tagen nach Naumburg führte. Erst kurz zuvor hatte sie herausgefunden, dass ein Ast ihres weitverzweigten Familienstammbaums zur Familie Lepsius nach Naumburg führte und erst damit wurde ihr auch klar, warum das Porträt eines Herrn dieses Namens seit Jahrzehnten auf dem Dachboden ihrer elterlichen Villa in Halle gestanden hatte. Als sie diese Erkenntnisse nun ihrer Freundin in Leipzig vortrug, erinnerte sich diese an eine Zeitungsmeldung, die von einer gerade laufenden Lepsius-Ausstellung in Naumburg berichtete. Kurz entschlossen machten sich die beiden Damen auf den Weg in die Saalestadt und verbrachten mehrere Stunden in den Ausstellungsräumen im Schlösschen, wo Frau Brügelmann viel Neues über ihren Ahnen Carl Peter Lepsius erfuhr, einer der prominentesten Persönlichkeiten der Stadtgeschichte im 19. Jahrhundert und Vater des berühmten Ägyptologen Richard Lepsius. Begeistert kehrte die alte Dame nach Hause zurück, fest entschlossen, ihr Bild - das lange verschollen geglaubte Porträt Carl Peter Lepsius’ von der Hand des Porträtmalers Gustav Schultze-Naumburg - dem Naumburger Museum zur Ergänzung seiner Sammlung zu überlassen. Schon drei Tage später konnten Dr. Siegfried Wagner und Kristin Gerth in Wernigerode das Bild für das Stadtmuseum in Empfang nehmen um es 160 Jahre nach dem Tod des Porträtierten zurück nach Naumburg zu bringen.

Bei genauerer Inspektion zeigte sich, dass sich das Gemälde trotz der langen Dachboden-Aufbewahrung in sehr gutem Zustand befindet und lediglich kleinerer Reinigungs- und Retouchemaßnahmen bedarf. Der Rahmen weist hingegen einige größere Schäden auf, die dringend behoben werden müssen, denn Rahmen und Bild gehören unbedingt zusammen. Da die dafür anfallenden Kosten die Möglichkeiten des Museums aber deutlich übersteigen, werden nun dringend Sponsoren gesucht, denen die Restaurierung dieses für die Stadtgeschichte so bedeutenden Bildes am Herzen liegt und die anfallenden Kosten ganz oder teilweise übernehmen können. Das Gemälde kann ab sofort in der Lepsius-Ausstellung im Schlösschen am Markt bewundert werden.


Wenn Sie uns bei der Restaurierung des Gemäldes unterstützen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, oder spenden Sie auf unser Vereinskonto:
Museumsverein Naumburg, Deutsche Bank Naumburg, BLZ 860 700 24, Konto-Nr. 6496624, Stichwort "Lepsius-Gemälde".

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