Newsflash

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bleiben alle unsere Häuser – zu unserem größten Bedauern – bis auf Weiteres geschlossen.

Marianne Marquardt, Nidda

Schülerin in der Marie-Encke-Schule

Marquardt02_500Vorn Mädchen der Grundschul-Klassen der Marienschule, alle in weißen Kleidern und mit einheitlichen Kränzen im Haar (verschieden nach den einzelnen Schulen) hier wohl weiße Nelken. [Bild] Meine spätere Luisenschule (heute Lepsius-Gymnasium) hatte Kornblumenkränze! Die mußte man vorher bei einer Gärtnerei bestellen. Ich besuchte damals die 8b (= 1. Schuljahr), meine Lehrerin war Fräulein Bier. Auf dem Foto bin ich in der letzten Reihe vor der nächsten Klasse mit begleitender Lehrerin und einem Fahnenträger. Das große Mädchen zu meiner Rechten ist meine damalige Freundin Rosemarie Radestock (Barbarastraße) Der Hintergrund dürfte für alte und neue Naumburger Bürger interessant sein. Durch längere Krankheit in diesem ersten Schuljahr wechselte ich dann über zur “Privatschule”- auch Marie-Encke-Schule (nach der Gründerin und Leiterin) in der damaligen Körnerstraße: kleine Klassen, auch Jungen, dadurch intensiver Unterricht und sehr geordnete Verhältnisse.

Marquardt01Beim Übergang in die Sexta der öffentlichen Schule (Luisenschule) in der damaligen Artilleriestraße - heute Thomas-Müntzer-Straße - waren wir Schülerinnen aus der Privatschule den anderen überlegen, beherrschten vor allem die deutsche Grammatik mit den lateinischen Bezeichnungen, was natürlich für die 1. Fremdsprache (damals Französisch) sehr von Vorteil war. An der Privatschule existierte keine Oberstufe. Die Schule hätte uns damals gern für die weiterführenden Klassen behalten. Unseren Eltern erschien aber der sofortige Wechsel, auch in Hinsicht auf das spätere Abitur, zweckmäßiger. Im übrigen fingen an dieser Schule die ABC Schützen nicht mit Griffel und Schiefertafel an, sondern mit großkarierten Heften, Buntstiften und mit Antiqua-Großbuchstaben, nicht Sütterlin-Schrift! Ich mußte also beim Eintritt in die 2. Klasse dort (nach der Wiedergesundung) umlernen, auch einiges nachholen nach dem langen Versäumnis. Was ich dann aber schon bestens konnte, war das Lesen, weil ich mich damit bei der langen Krankheit immer beschäftigt hatte. Das alte Schulgebäude, teils mit Backsteinen [Bild] erbaut, steht wohl schon lange nicht mehr. Gezeichnet wurde die Schule von unserer damaligen Zeichenlehrerin Fräulein von Sperling, bei der ich damals auch einen sehr guten Heimatkunde-Unterricht bekommen habe. (Später heiratete sich noch, hieß dann Balser).

Brotkrumen