NH-Reliquien

22. April bis 31. Oktober 2012.
Verlängert bis 31.12.2012

Lous Knopf und andere Pretiosen

aus dem geheimen Kabinett des Dr. Nietzsche.

- Wenn Museumspilger finden, was sie suchen, erleben sie Höhepunkte, von denen uns die Gästebücher berichten. Mit der vielbeschworenen kritischer Erkenntnis hat das wenig zu tun, die wirkt, als Belehrung, enttäuschend und erregt Widerwillen. Wird jedoch die Kritik als Spiel mit der echten oder vermeintlichen Aura der Dinge praktiziert, dann lädt sie zur Einübung von Distanz ein. Nietzsches Biographie eignet sich als Rahmenhandlung für solche Überlegungen besonders gut, weil Nietzsche sich selbst halb als Kritiker aller bisherigen Religion, halb als Prophet und Stifter eines neuen Glaubens verstand und aufführte, sein Leben und Schreiben inszenierte.
Unsere Ausstellung zeigt Dinge, die von uns mit diesem Leben und Schreiben verbunden werden, und erzählt Geschichten, die sich sodann in ihnen sinnlich offenbaren. Im Stil einer Wunderkammer werden sie ästhetisiert und mit Bedeutung aufgeladen, die in ihrer Überspitzung zugleich dazu auffordert, sie in veränderter Perspektive wahrzunehmen, d.h. ihre per se sprachlose körperliche Existenz mit den angebotenen Bedeutungs-Zuschreibungen in Beziehung zu setzen und daraus - durchaus augenzwinkernd - neue Erzählungen zu gewinnen. Fiktion und Historie stellen sich so gegenseitig in Frage, was ist "echt", was ist "falsch"?

VERSTEHEN ZU VERSTEHEN.

Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein - eine Ausstellungstrilogie.

Plakat Verstehen zu Verstehen- Von April bis Dezember 2014 findet aus Anlass des 170. Geburtstags von Friedrich Nietzsche das dreiteilige Ausstellungsprojekt "VERSTEHEN ZU VERSTEHEN - Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein" statt. In diesem Projekt arbeitet Hans-Peter Klie als Künstlerkurator mit der Kunstwissenschaftlerin Barbara Straka als konzeptioneller Beraterin zusammen. Er hat für diese Reihe von drei Einzelpräsentationen noch Martin von Ostrowski und Susanne Pomrehn gewonnen. Es gelingt so, drei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen und Perspektiven auf die beiden Philosophen zusammenzuführen. Für jede Ausstellung werden spezielle Arbeiten erschaffen, die sich mit jeweils anderem Fokus auf die Philosophenpersönlichkeiten, auf ihre geistigen Bezugspersonen, den Ausstellungsort und seine Geschichte beziehen - sowie die spezifischen denkerischen Eigenarten und ihr existenzielles Sein thematisieren.
Die künstlerischen Arbeiten werden mit unterschiedlichen Herangehensweisen interdisziplinär begleitet. Einerseits findet parallel zur Ausstellungstrilogie eine Tagung zum Themenfeld "Nietzsche und Wittgenstein" statt, die internationale Fachphilosophen zusammenführt; andererseits werden die drei Künstler/innen die Komplexität eines imaginären Dialoges zweier Philosophien räumlich inszenieren - teilweise soll dies auch durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit jungen Wissenschaftler/innen des philosophischen Instituts der Technischen Universität Berlin geschehen. So gibt das Projekt Raum für die Begegnung und Auseinandersetzung zwischen Kunst und Wissenschaft - die Stiftung verspricht sich von dem Projekt vor allem neue Impulse über die Fachgrenzen hinaus. Eine spartenübergreifende Podiumsdiskussion im Dezember führt alle Kräfte zusammen und schließt das Projekt mit der Präsentation einer Dokumentation ab.
Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Nietzsche Stiftung, der Friedrich-Nietzsche Gesellschaft e.V., der Internationalen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft e.V. und dem Nietzsche Dokumentationszentrum in Naumburg statt.

 

Gegenwartsbezug

Das Ausstellungsprojekt wird zeigen, dass über die rein wissenschaftliche Arbeit hinaus, beide Philosophen in dieser Form gebündelt und verbunden, eine Strahlkraft besitzen, die zu inspirieren vermag - auch die tagtäglichen Besucher des Dokumentationszentrums. Damit zeigt sich, dass ihre Denkprodukte nicht nur in Seminaren und Archiven aufgearbeitet werden, sondern von aktueller gesellschaftlicher Relevanz sind und in die Zukunft zu leuchten vermögen.
Die Rezeptionsgeschichte  beider Philosophen greift weit über den philosophischen Rahmen hinaus. Sie regten und regen Schriftsteller, bildende Künstler und Musiker zu ihrem Schaffen an und entfalten hier große Wirkung. Andererseits und vielleicht gerade wegen dieser Kunstaffinität hatten es beide schwer, in der philosophischen Zunft Anerkennung zu finden.
Die hohe Wertschätzung der Sprache und die Aufmerksamkeit auf sprachliche Kontexte verbindet sie. Den Großteil ihrer Wirkung entfalteten Friedrich Nietzsche und Ludwig Wittgenstein in der Verfertigung philosophischer Kurztexte. Diese vermochten es, wie selten philosophische Formulierungen, in den Alltagsprachgebrauch einzugehen. Sie haben die Qualität der "Sprichwörtlichkeit" und bewirken über die reine Expertenkultur hinaus ein rezeptionsgeschichtliches Feld, welches vielen anderen Denkern verwehrt bleibt. Die Ausstellungstrilogie "Verstehen zu Verstehen - Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein" nähert sich aus verschiedenen künstlerischen Blickwinkeln dem Sprach- und Identitätsaspekt.

VERSTEHEN ZU VERSTEHEN

 

Hans-Peter Klie (Ausstellung "WIR METAPHYSIKER", 17.4. - 9.7.2014)

arbeitet seit Jahren in Form von Büchern, Wand- und Rauminstallationen, Fotografien und Texten über die Konstellationen von Bild und Sprache. Bild-Text-Beziehungen erscheinen ihm konstruiert, noch nachvollziehbar oder auch absurd. Inhaltlich geht es um Zwischenzustände, um Unklares als Klarheit, um das Denken als verständliches Unverstehen. Seine Arbeit "Wir Metaphysiker" siedelt an der Schnittstelle zwischen Kunst und Philosophie - er konstruiert eine freundschaftliche Dreiecksbeziehung, ein semiotisches Dreieck zwischen Friedrich Nietzsche, Ludwig Wittgenstein und Giorgio de Chirico, dem Maler der "pittura metafisica". Die drei Denker und Künstler, die allesamt Grenzgänger zwischen Kunst und Philosophie waren, werden die Eckpositionen des Dreiecks einnehmen. Sie werden dekonstruiert, zum Material ihrer eigenen Ideen und in der Ausstellung Teil einer Simulation. Man begegnet ihnen im Fragment, in der Scherbe. Dieser Aspekt, die Simulation, war schon in seiner Wittgenstein-Trilogie 2002/2006 angelegt. Klie überträgt ihn in der Ausstellung in eine Inszenierung  mit Fotografien, Texten und Objekten, die diese freundschaftliche Verbindung  "belegen" werden.
www.hans-peter-klie.de

 

Martin von Ostrowski (Ausstellung "KOPFMUSTER", 24.7. - 24.9.2014)

schlüpft in die Rolle des zerfließenden Ichs und überwindet die Grenze der personalen Identität. Hier werden sich Nietzsche und Wittgenstein in der zerfließenden Physiognomie begegnen. Ostrowski wird in den Räumen des Nietzsche-Dokumentationszentrums drei Werkblöcke zeigen, die sich entweder direkt mit den beiden Philosophen in einer "verbindenden Konfrontation" auseinandersetzen oder in Bezug zu den Schnittmengen ihrer jeweiligen philosophischen Themenfelder stehen. Andere Werkgruppen werden "Existenz und Mythos" thematisieren. Einerseits werden in dreifachen Portraits (Fotografien/Malerei) die Grenzen des Ichs aufgelöst. Es geht bei dieser Arbeit um die Wahrnehmung des eigenen Selbst im Anderen als nicht mehr exakt abbildbare Gestalt. Andererseits sind Silhouetten des Künstlers in Mythospositionen und in existenziellen Situationen erkennbar, z. B. vor Mauern aus Texten, im Mythos, ausgesetzt auf hoher See oder brennend. Es sind grundlegende, existentielle Themenkomplexe, die  Nietzsche und Wittgenstein berührten: Das "selbstverständliche" Selbstverstehen.
www.martinvonostrowski.de

 

Susanne Pomrehn (Ausstellung "IN BETWEEN" 09.10. - 14.12.2014)

wird, ähnlich wie Nietzsche und Wittgenstein bei ihren Untersuchungen von Begriffen, in denen historische und gesellschaftliche Übereinkünfte eingeschrieben sind, fotografische Abbildungen untersuchen, um einerseits ihre innewohnenden "Wahrheiten" und andererseits ihr Unvermögen zur Wahrheit zu erforschen. Sie seziert mit dem Skalpell reale Papierabzüge von Fotografien unter-schiedlicher Herkunft. Sie dreht und wendet fest Vorgegebenes und transformiert so Oberflächliches zu räumlich visuell wahrnehmbaren Strukturen. In diesen von ihr so bezeichneten "Fotoschnitten" erzeugt sie nicht nur Lücken und Leerräume, sondern lässt durch die Sicht auf Dahinterliegendes und auf die Rückseiten der Fotografien noch mehr Betrachtungsebenen entstehen. Es geht um die Auflösung der fotografischen Dokumente, die soziale, historische, politische und biographische Zusammenhänge festschreiben wollen. Sie gestaltet entlang der sprachlichen Systeme von Nietzsche und Wittgenstein mittels ihrer manuellen Technik visuelle,  dreidimensionale und assoziativ-poetische Strukturen. Im Resultat entstehen flächige Fotoschnitte, räumliche Fotoschnittobjekte.
www.susannepomrehn.de

nietzsche-haus-plakat-2014-500Ausstellung im Nietzschehaus Naumburg - 10. Mai 2014 bis 31. März 2015

"… ich verspreche ein tragisches Zeitalter"

Nietzsche | Expressionismus | Weltkrieg

"Ich verspreche ein tragisches Zeitalter", schrieb Nietzsche 1888 in "Ecce Homo", seiner letzten Autobiografie: es werde "Kriege geben, wie es noch keine auf Erden gegeben hat."
Ein Vierteljahrhundert später zogen auch die Expressionisten mit Nietzsches "Zarathustra" im Gepäck in den Großen Krieg. Sie hatten ihn geradezu herbeigesehnt, wie der junge Johannes R. Becher in seinem Gedicht "Beengung" vor 1914: "Was sollen wir noch? Die Welt wird zu enge. / Der Polizei gelingen unglaubliche Fänge. (...) / Wir horchen auf wilder Trompetdonner Stöße / Und wünschten herbei einen großen Weltkrieg."
Mehr noch: in ihrer Kunst nahmen die Expressionisten die Zerstörung der überkommenen Welt vorweg, indem sie in der Dichtung, der Malerei und Musik bis dahin gültige Ordnungen sprengten. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Italien und Russland, oft unter Berufung auf Nietzsche, der die Schaffenden zum Zerbrechen alter Tafeln ermutigte.
Die Ausstellung zeichnet diese Zusammenhänge in drei Räumen nach. Der erste Raum erinnert an Nietzsches Verklärung des Mannes zum Krieger und seine Visionen kommender Kriege. Halb zeigt er sich als feinfühliger Seismograf künftiger Erschütterungen, halb als derber Ideologie einer sich selbst erfüllenden Prophetie.
Der zweite Raum handelt von der Aufsprung der alten Welt im Spiegel der neuen Kunst: von der Zerlegung des Ganzen in kubische Fragmente über apokalyptische Stadtlandschaften bis zur futuristischen Feier der Geschwindigkeit nimmt die Moderne seit 1905 vorweg, was im Weltkrieg zur Massenerfahrung wird - die Selbstzerstörung der Zivilisation. Wie Franz Marc sie 1915 an der Front auf einer Postkarte mit seinem eigenen Bild "Tierschicksale" wahr-nimmt: "Es ist wie eine Vorahnung dieses Krieges, schauerlich und ergreifend; ich kann mir kaum vorstellen, daß ich das gemalt habe!"
Der dritte Raum sichtet vor dem Hintergrund der realen Kriegserfahrungen nietzscheanische Deutungsmuster des Epochenumbruchs: vom Willen zur Kunst bei Beckmann, Klee und Dix über Marcs Hoffnung auf ein "geheimes Europa" bis zu Jüngers "Arbeiter"-Essay.
Wenn wir Nietzsche und die Kunst der Moderne als Blitze, als Wetterleuchten der "Urkatas-trophe des 20. Jahrhunderts" begreifen, und den Weltkrieg als ihren Donner, so fragt sich, was in diesen drei Phänomenen eigentlich zutage tritt? Welches Gewitter, welche Spannung verbirgt sich dahinter und zieht uns noch immer in ihren Bann?

Die Ausstellung wird am 10. Mai um 14 Uhr mit einem Rundgang eröffnet. Der Kurator, Dr. Jens-Fietje Dwars (Jena), erläutert ihr Konzept.

Ab 16. Mai 2015 - Ausstellung im Nietzsche-Haus Naumburg

Nietzsche: deutsch?

oder: Was den Deutschen abgeht

Nietzsche gratuliert zu 25 Jahren deutscher EinheitNHPlakat2015 500

Es zahlt sich theuer, zur Macht zu kommen: die Machtverdummt... Die Deutschen — man hiess sie einst das Volk der Denker: denken sie heute überhaupt noch? — Die Deutschen langweilen sich jetzt am Geiste ... „Giebt es deutsche Philosophen? giebt es deutsche Dichter? giebt esgutedeutsche Bücher?” fragt man mich im Ausland.  [Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung (1889)]

Nietzsche hat „die Deutschen“ wie kein anderer deutscher Dichter und Denker verdammt – und wurde dennoch von ihnen wie kein zweiter vereinnahmt: als heroischer Denker eines abgründigen Machtwillens, als Verkünder des rassereinen „Übermenschen“ oder abschreckendes Beispiel für die „Zerstörung der Vernunft“. Denn auch die Verdammung eines Denkers ist ja eine Form seiner Vereinnahmung.

Seit 25 Jahren scheint sich dieses Schicksal gewendet zu haben: die lang angekündigte Nietzsche-Renaissance scheint sich zu ereignen. Noch nie wurden so viele Bücher über den Dichter-Philosophen geschrieben, gab es so viele Gedenkstätten und selbst Denkmäler für ihn. Und dennoch sind die Gästebücher eben dieser Gedenkstätten fast nur mit Einträgen ausländischer Besucher gefüllt, erregt Schulterzucken, wer Deutsche im Alltag nach Nietzsche fragt. Woran liegt es, daß der im Ausland meistgelesene deutsche Philosoph unter uns noch immer ein Fremdkörper ist?

Die Ausstellung „Nietzsche: deutsch?“ geht dieser Frage in drei Räumen nach. Sie erinnert daran, wie Nietzsche die verspätete Nationalstaatsgründung mit dem Kaiserreich seit 1871 erlebt hat, zeigt, welche Antworten sein Werk darauf gab, wie es von „den“ Deutschen bis 1989 vereinnahmt oder verdammt wurde und versucht kurz und knapp eine erste Bilanz der vermeintlichen Nietzsche-Renaissance im wiedervereinten Deutschland der vergangenen 25 Jahre.

Bismarck Plakat 8009.09.2015: Vortrag im Nietzsche-Dokumentationszentrum

Vortrag im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg,
9. September, 19:00 Uhr, Eintritt frei.

Justus H. Ulbricht (Dresden):
Der "Eiserne Kanzler" und "seine Deutschen".

Bismarck-Mythos und nationale Identität 1871-1945

Im Jahre 1945 erinnern wir uns nicht allein an das Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern etwa auch an die 200 Jahre zurückliegende Geburt Otto von Bismarcks - und den 1815 stattfindenden Wiener Kongress.

Auf den ersten Blick haben diese drei Ereignisse nichts miteinander zu tun. Doch sie sind dann einem Zusammenhang zu sehen, wenn man sich daran erinnert, dass der Traum einer politischen Nation der Deutschen im Umfeld der Napoleonischen Kriege entstand, doch sich erst 1871 unter Wilhelm I. und Bismarck als kleindeutsch-preußisches Reich verwirklichte. 1945 ging das Großdeutsche Reich und mit ihm Preußen endgültig unter - und zugleich ein auftrumpfendes, selbstgewisses wie selbstgerechtes deutsches Nationalgefühl.

Weniger die reale Politik Bismarcks als vielmehr der nach dessen Abdankung 1890 entstehende Mythos des "Reichsschmiedes" und des "Eisernen Kanzlers" wurde zum Spiegel deutscher Befindlichkeiten zwischen Sedan und Auschwitz. Bismarck war - wie man heute sagen würde - "Kult". Man feierte ihn, setzte ihm zahlreiche Denkmäler und benutzte ihn als Projektionsfläche eigener Selbstwert- und Größenphantasien. Mit Bismarck im Herzen konnte man Wilhelm II. kritisieren, Hindenburg als Nachfolger des Reichsgründers verehren und später gar Hitler als Vollender bismarckianischer Politik verklären. Sozialdemokraten gehörten lange zu den Bismarck-Gegnern, Konservative rieben sich an seiner ausgeglichen Außenpolitik und Völkische verkannten ihn als Patron ihrer rassistischen Idee deutscher Nation.

Mit dem kaisertreuen Protestanten und preußischen Adeligen, dem begabten Politiker eines europäischen Mächtegleichgewichts und dem nüchternen Strategen deutscher Interessen hatte all dies wenig zu tun.

So erkennen wir im Bismarck-Mythos viel eher dessen Verehrer, deren Wünsche, Sehnsüchte und Visionen - angesichts derer wir uns heute fragen können, was uns Bismarck eigentlich noch zu sagen hat oder was er uns weiterhin bedeuten sollte. - Für derartige Überlegungen möchte der Vortrag als Denkanstoß sein.

Nietzsche trifft Bismarck:
Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Nietzsche - deutsch?" im Nietzsche-Haus Naumburg im Rahmen des Kooperationsprojekts "Bismarck trifft ..." der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen und des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt.


Dr. phil. Justus H. Ulbricht (* 1954). Studium der Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Tübingen, zwischen 1980 und 1995 freie Wissenschaftler und Publizist. Danach bis 2009 in Weimar-Jena, zumeist als wiss. Angestellter der Klassik Stiftung Weimar. 2011 bis 2013 Geschäftsführer der Forschungsstelle moderne Regionalgeschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Nun wieder freiberuflich tätig als Wissenschaftler, Erwachsenenbildner und Kurator/Mitarbeiter an historischen Ausstellungen.

Zahlreiche Forschungen, Publikationen und Vorträge zur Geschichte des deutschen Bildungsbürgertums, zum kulturellen Erbe seit 1800, zur Religionsgeschichte der Moderne, zur Kulturgeschichte Mitteldeutschlands und zu Fragen der Erinnerungskultur. - Lebt seit 2009 mit zweiter Frau und drittem Sohn in Dresden.

 

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