April 2016  - Max-Klinger-Haus Großjena.

Klinger-Heft Nr. 3 erschienen.

Cover des Klingerheftes Nr. 3 "Letzte Jahre in Großjena"- Ab sofort liegt im Klinger-Haus und in der Hohen Lilie am Markt das dritte Heft unserer Klinger-Serie aus. Wie gewohnt ist es ein Begleitheft zum aktuellen Ausstellungsschwerpunkt, der sich in diesem Jahr mit „Klingers letzten Jahren“ beschäftigt. Auf 60 Seiten werden die im Original im Klingerhaus ausgestellten Werke reproduziert, ausführlich vorgestellt und allgemeinverständlich erklärt. Die Texte steuerte die ausgewiesene Klinger-Kennerin Conny Dietrich aus Jena bei, die Herausgabe besorgte Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg.

An den Museumskassen ist das Heft für kaum kostendeckende 3,50 Euro zu haben.

Ab 25. März im Max-Klinger-Haus

Max Klinger: die letzten Jahre in Großjena

max klinger plakat 2016 600

- Ab 25. März öffnet das Klingerhaus in Großjena wieder seine Pforten, gerade rechtzeitig, um einen österlichen Spaziergang durch den Naumburger Blütengrund vorzusehen, entlang der malerischen Flussläufe von Saale und Unstrut. Dieses Jahr wird sich die Ausstellung im Klingerhaus schwerpunktmäßig den letzten Lebensjahren zuwenden, die Klinger ja zum Teil in seinem Weinberghaus verbracht hat. Verstärktes Augenmerk wird dabei nicht nur auf die Entstehung der beiden Kachelöfen im Haus gelegt, sondern selbstverständlich auch auf die  in dieser Zeit in Großjena entstandenen grafischen Werke. Klingers Haltung zum Kriegsgeschehen wird ebenso eine Rolle spielen wie die Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 1917, drei Jahre vor seinem frühen Tod. Zur Ausstellung wird ein Begleitheft (= Klinger-Heft Nr.  3) erscheinen.

MKPlakat2014 60028. März bis 1. November 2015

Max Klingers "Eine Liebe"

In der Saison 2015 gehört der Sonderausstellungsbereich des Klinger-Hauses ganz Max Klingers zehntem Radierzyklus. "Eine Liebe" ist eines der weniger bekannten Sammelwerke, da die Erzählweise hier konventioneller erscheint als die ­anderer Zyklen – aber nur auf den ersten Blick! Bei genauerem Hinsehen entdeckt man Klingers subtilen Umgang mit den verfügbaren Stilmitteln. Wie er den Betrachter durch  vermeintlich realistische Darstellungen einlädt, ihm in seine symbolistischen, fast surrealistischen Bildwelten zu folgen, ist nach wie vor faszinierend. Klinger zeigt sich nicht nur als feinfühliger Psychologe und gedankenschwerer Philosoph, er erweist sich auch als vollendeter Meister der graphischen Künste.

klinger heft 2 eine liebe titel

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das den Zyklus ausführlich in Wort und Bild vorstellt.Das Heft hat 44 Seiten ist für € 3,50 an den Museumskassen erhältlich.

MKPlakat2014 600Januar 2015

Neuzugang: Max Klingers Radier-Zyklus "Eine Liebe" (Opus X)

Das Jahr 2015 beginnt erfreulicherweise mit einer Neuerwerbung: Max Klingers Radierzyklus "Eine Liebe" (Opux X) konnte über den Antiquariatshandel angekauft werden. Damit sind wir in unserem Bemühen, die - durch die Plünderung des Klinger-Hauses in den 50er und 60er Jahren  verlorene - Klinger-Sammlung neu aufzubauen, wieder ein kleines Stück vorangekommen. Ab 28. März 2015 werden wir den "Eine Liebe" vollständig im Klinger-Haus zeigen.

Dank an die Spender

Das Museum wäre nicht in der Lage gewesen, den recht spontan verlaufenen Ankauf des nur sehr selten angebotenen Zyklus zu realisieren (der Ankaufs-Etat beträgt z. Zt. 0 Euro), wenn nicht private Spenden zur Verfügung gestanden hätten, darunter zwei namhafte Einzelspenden des Weigutes Herzer, Großjena, und eines Naumburger Bürgers, der nicht namentlich genannt werden möchte. Wir bedanken uns deswegen bei allen Spendern, die uns mit kleineren und größeren Beträgen unterstützt haben und hoffen natürlich, dass es uns gelingen wird, das durch den Ankauf entstandene Loch in unserer Spendenkasse wieder zu schließen.

Das Spendenkonto des Museumsvereins Naumburg e. V.: Deutsche Bank Naumburg, BLZ 860 700 24, Konto-Nr. 6496624. Für Spenden über 50 Euro stellen wir gerne steuerabzugsfähige Spendenquittungen aus.

 

max-osbornLESUNG / BUCHVORSTELLUNG

Samstag, 11. Oktober, 16:00 Max-Klinger-Haus, Naumburg-Großjena

„Ein Zentaur, der sächsisch redet”

Aus den Erinnerungen Max Osborns an Begegnungen mit Max Klinger und anderen Künstlern.

„Ich war jung, als ich zum ersten Mal in den Leipziger Vorort Plagwitz hinauswanderte, um Max Klingr aufzusuchen” schrieb Max Osborn in seinen Erinnerungen und fuhr dann fort zu erzählen, wie er mit „gewaltigem Respekt” den berühmten Maler, Grafiker und Bildhauer in dessen Leipziger Atelier besuchte und wie sehr ihn dieser Mann beeindruckte: „In dem bis zum Boden herabwallenden weissen Arbeitskittel steckte ein mythologisch anmutender Mensch, der in flammendem Rot förmlich zu lodern schien.” Als eine Art „Zentaur” erschien Klinger dem jungen Mann, freilich als Zentaur, der Zigarren „roochte” und unbekümmert sächsisch sprach.

Max Osborn (1870-1946) stammt aus einer jüdischen Bankiersfamilie in Köln und war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Kunstkritiker der Wilhelminischen Ära und Weimarer Republik. In seinem Buch „Der bunte Spiegel“ berichtet er in einer Mischung aus persönlicher Verbundenheit und Sachlichkeit anschaulich, packend und lebendig über Künstler wie Menzel, Klinger, Liebermann, Slevogt oder Orlik.

Der Verleger und Kunstsammler Thomas B. Schumann stellt das von ihm wiederentdeckte und erstmals im deutschen Sprachraum publizierte Buch im Max-Klinger-Haus in Großjena vor.

Eintritt: 3,00 Euro

[Mehr zu Buch und Autor finden Sie unter folgendem Link:
http://edition-memoria.de/neuerscheinungen/osborn-max/]

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