30. März bis 3. November 2019 im Max-Klinger-Haus Naumburg-Großjena

MKPlakat2019 800Mitten im Leben

Klingers Radierzyklus Opus XIII: "Vom Tode II"

An keinem anderen seiner Radierfolgen arbeitete Max Klinger länger als an Opus XIII, "Vom Tode II".  Zwischen 1879 und 1910 arbeitete er an den Blättern. Im Jahr 1898 veröffentlichte er eine Ausgabe mit nur sechs Radierungen und es vergingen weitere 12 Jahre, bis schließlich das letzte Blatt fertiggestellt war. Die Gravur auf diesem Blatt  ("Herrscher") nennt  Datum und Ort der abschließenden Arbeiten: Großjena 1910. Am Ort dieser letzten Überarbeitung, dem Max-Klinger-Haus in Großjena, sind in der Saison 2019 nun alle Blätter der Folge zu sehen und darüber hinaus natürlich die Dauerausstellung mit Informationen zum Werk Max Klingers und einer aufschlussreichen Auswahl an Grafiken, Gemälden und Plastiken des Künstlers.

Ab 14. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klinger-Haus Plakat 20182018: Hauptblätter

- Bitte beachten: das Klinger-Haus öffnet dieses Jahr aufgrund verzögerter Bauarbeiten erst am 14. April. Wir bitten um Verständnis.

– 1925, fünf Jahre nachdem Max Klinger in seinem Weinberghaus in Großjena gestorben war, erschien noch einmal eine große Mappe mit Grafiken von seiner Hand.  Es handelte sich dabei um eine Art "Best of" Album, zusammengestellt von Johannes Hartmann, der durch die Heirat mit Klingers Witwe Gertrud die Verfügungsgewalt über das Klingersche Erbe erhalten hatte, und dem Leipziger Kunsthistoriker Felix Becker (dem Mitherausgeber des berühmten Künstlerlexikons), der ein intimer Kenner des Klingerschen Werkes war. Beide Herausgeben zählten zu Lebzeiten zu Klingers engerem Freundeskreis. Die damals zusammengestellte Mappe enthält insgesamt 30 "Hauptblätter", die von den Originalplatten frisch abgezogen (und mit einem fünfzackigen Stern als posthume Drucke gekennzeichnet) wurden und deren Qualität über jeden Zweifel erhaben scheint. 250 Exemplare der Mappe sollten ursprünglich angefertigt werden – ob so viele verkauft werden konnten ist jedoch ungewiss.

Das "Klinger-Album" von 1925 ist mittlerweile extrem selten geworden, denn die meisten Mappen dürften von Sammlern und Händlern aufgelöst worden sein. Wir konnten im letzten Jahr  das Exemplar mit der Nummer 009 erwerben und wir nutzen die Gelegenheit, eine Auswahl daraus in dieser Saison im Max-Klinger-Haus zu zeigen.

25. Juli 2017, Max-Klinger-Haus Großjena.

max klinger eine mutter ii cropDie Dramen sind wieder da!

- Nach dem kurzen Intermezzo durch die Lutz-Friedel-Ausstellung sind die im Opus IX zusammengefassten Dramen wieder ins Max-Klinger-Haus zurückgekehrt. Noch bis zum Ende der Saison bieten wir die Gelegenheit, diesen Zyklus von Radierungen, der Klingers Meisterschaft in der Anwendung der grafischen Techniken eindrucksvoll unter Beweis stellt, in Augenschein zu nehmen.

Begleitend zur Ausstellung ist unser Klinger-Heft Nr. 4 erschienen, das beim Lesen der komplexen und nicht immer auf Anhieb verständlichen Graphiken helfen soll.

 klingerheft 4 dramen titel 710Max Klinger-Heft 4 "Opus IX – Dramen"

Text von Kristin Gerth und Siegfried Wagner. Herausgegeben vom Museumsverein Naumburg e. V.
38 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro.

 

  Noch bis 23. Juli im Max-Klinger-Haus  

klingerhaus lutz friedel plakatmotiv 600Lutz Friedel: mensch! Klinger

Nur noch bis zum 23. Juli sind im Max-Klinger-Haus die Arbeiten von Lutz Friedel zu sehen, die in den letzten 12 Monaten vorwiegend in Klingers Radierstübchen entstanden sind. Friedel hat sich in dieser Zeit intensiv mit Klinger - und insbesondere dem Klinger der letzten Lebensjahre - auseinandergesetzt, was in den gezeigten Werken deutlich Ausdruck zum Ausdruck kommt. Dabei hat der Berliner Künstler, der in den letzten Jahrzehnten vorwiegend als Maler und Bildhauer bekannt war, die Kunst des Radierens für sich wiederentdeckt und einige überraschende Kabinettstückchen der Griffelkunst geschaffen, kongenial im Sinne des großen Meisters. Eine Auswahl der besten Grafiken wird noch in diesem Jahr in kleiner Auflage zum Kauf angeboten werden - wir werden an dieser Stelle darüber informieren.

 lutz friedel bei max klinger k4. bis 9. Juli: Künstler in Klingers Radierstübchen

Lutz Friedel in Klingers Radierstübchen

Vom 4. bis 9. Juli bietet sich die Möglichkeit Lutz Friedel persönlich zu treffen! Der Künstler, der die Werke der aktuellen Sonderschau "Mensch! Klinger" auf dem Klinger-Weinberg geschaffen hat, ist diese Woche während der Öffnungszeiten der Ausstellung von 10-17 Uhr vor Ort und natürlich bereit, die eine oder andere Frage zu seiner Arbeit, seinen Werken und zu seiner während des letzten Jahres immer enger gewordenen Beziehung zu Max Klinger zu beantworten. Eine einmalige Chance für alle Interessierten, die die Eröffnung verpasst haben!

 

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