max klinger plakat201027. März 2010

Max Klinger zum 90. Todestag

Am 4. Juli 2010 jährt sich der Tod Max Klingers zum 90. Mal. Aus diesem Anlass wird sich der Themenschwerpunkt unserer Ausstellung im Max-Klinger-Haus dieses Jahr der Nachtseite des Klingerschen Schaffens widmen. Insbesondere in Klingers graphischem Werk ist der Tod allgegenwärtig, noch weit mehr als Eros hat Thanatos den Künstler in seinen Bann geschlagen. Der Radierzyklus "Vom Tode I" von 1885 wird. Kein Ort könnte geeigneter sein, Klingers jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem Thema der Sterblichkeit zu dokumentieren als der Ort seines eigenen Hinscheidens.

27. März bis 31. Oktober 2010 im Max-Klinger-Haus.

1. November 2009, Max-Klinger-Hausweinberg_200

“Der einzige Fleck, an dem ich hänge”

Max Klinger und sein Weinberg in Großjena.
Vortrag von Dr. Renate Hartleb, Leipzig, im Max-Klinger-Haus, Sonntag, 1. November, 17:15 Uhr.

Zum Abschluss der Saison wird Frau Dr. Renate Hartleb aus Leipzig, die seit geraumer Zeit damit beschäftigt ist, den exorbitanten Briefwechsel Max Klingers aufzuarbeiten, im Max-Klinger-Haus in Großjena aus ihrer Arbeit berichten. Anhand zahlreicher, teilweise bisher unveröffentlichter Briefzitate wird die enge Verbundenheit Klingers mit seinem Weinberg in Großjena zum Ausdruck kommen und es wird ein plastisches Bild des unkonventionellen Lebens entstehen, das Klinger und seine Lebensgefährtinnen Elsa Asenijeff und Gertrud Bock in Großjena führten.

Der Eintritt beträgt 2,50 Euro (auch im Vorverkauf im Klingerhaus und im Stadtmuseum Hohe Lilie).

Klinger-Plakat_2009Plakt Max-Klinger-Haus 200928. März bis 31. Oktober 2009

Max-Klinger-Haus: Aus dem Nachlass

Im Jahr 2008 konnten einige Stücke der seit den 70er Jahren verschollenen Ausstattung des Klinger-Hauses zurück erstritten werden. Zum Teil wurden diese nun in die Dauerausstellung des Klinger-Hauses integriert, darunter ein bisher unbekanntes Gemälde und einige seltene Drucke. Da all diese Neu-Zugänge aus schlechten Verhältnissen kommen und leider noch nicht alle Stücke restauriert werden konnten, ist die diesjährige Ausstellung auch ein Appell an die Liebhaber der klingerschen Kunst, das Museum in dieser Aufgabe durch die Übernahme von Objektpatenschaften zu unterstützen.

Amor und PsycheAusstellung Max-Klinger-Haus

Amor und Psyche - Ein Märchen
21. März bis 31. Oktober 2008

Der Zyklus "Amor und Psyche" (Opus V) nimmt in Klingers Schaffen eine Sonderstellung ein, da sich Klinger hier auf die Illustration eines literarischen Textes einließ, oblwohl er das "Zusammensperren" von Bild und Buchstaben eher ablehnend gegenüber stand. Opus V war eine Auftragsarbeit für den Stuttgarten Kröner-Verlag (1880), die in diesem Zusammenhang entstandenen Radierungen erschienen sowohl in der prächtigen Buchausgabe des Textes als auch in einem zweiteiligen Mappenwerk. Im Jahr 2008 bilden diese Arbeiten den Schwerpunkt der Ausstellung im Klingerhaus.
Klingers MusenAusstellung Max-Kllinger-Haus

Klingers Musen - Elsa Asenijeff und Gertrud Bock
16. Juni bis 2. September 2007

Erst im letzten Jahr öffnete das landschaftlich herrlich gelegene Naumburger Weinberghaus Max Klingers mit einer Dauerausstellung zu Klingers Leben und Werk seine Pforten für die Öffentlichkeit. Ab 16. Juni wird nun dort, in den Räumen des Untergeschosses, wo zunächst Klingers langjährige Lebensgefährtin Elsa Asenijeff ihr Domizil hatte, eine kleine Kabinettausstellung speziell den beiden Frauen gewidmet, die die letzten beiden Lebensjahrzehnte Klingers geprägt haben - zwei Frauen, wie sie gegensätzlicher nicht sein konnten: die exaltierte Emanzipationsschriftstellerin Elsa Asenijeff und die kaum durch die Öffentlichkeit wahrgenommene letzte Liebe und schließlich Ehefrau Klingers, Gertrud Bock. Beide Frauen haben dem Künstler Klinger entscheidende Anregungen gegeben durch ihre intellektuelle, beziehungsweise durch ihre körperliche Präsenz, beide hat er in seiner Kunst vielfach verewigt. Die Ausstellung wird den Versuch unternehmen, die Faszination, die beide Frauen auf Klinger ausübten, anhand einiger eindrucksvoller Ausstellungsstücke spürbar werden zu lassen.

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