klingerheft 8 stapelNeu erschienen: Klingerheft Nr. 8

WEINBERGIDYLL

Max Klinger und die Landschaft an Saale und Unstrut

Im Jahr 1903 erwarb der Leipziger Künstler Max Klinger (1857–1920) in Großjena ein Weinberggrundstück, das ihm über die Jahre zur zweiten Wohn- und Arbeitsstätte wurde, die mit der Entstehung vieler Werke verbunden ist. So zeigen ab 1903 zahlreiche Landschaftsdarstellungen den Einfluss der Saale-Unstrut-Gegend, nicht wenige Werke sind auch direkt in Großjena entstanden. Insbesondere haben der Weinberg und dessen Aussicht den Künstler zu einer Reihe von Landschaftsaquarellen angeregt. Diese mit lockeren Pinselstrichen in hellen, frischen Farbtönen unmittelbar vor Ort festgehaltenen Ansichten vom Weinberg und dessen Umgebung zeigen Klinger einmal nicht als schwermütigen Grübler und „Gedankenkünstler“, sondern als naturverbundenen Menschen. Er liebte seinen Weinberg und das einfache Leben im Rhythmus der Natur, das ihm Ausgleich zum hektischen Alltag in der Leipziger Großstadt verschaffte.

Klingerheft Nr. 8
Herausgegeben und eingeleitet von Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg e. V.
Texte: Conny Dietrich.
44 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro
Zu beziehen über das Stadtmuseum Naumburg

max klinger plakat 2021 weinbergidyll12. Juni bis 31. Oktober 2021 -- Ausstellung im Max-Klinger-Haus Großjena

Weinbergidyll

Max Klinger und die Landschaft an Saale und Unstrut

Im Jahr 1903 erwarb Max Klinger in Großjena ein Weinberggrundstück, das ihm über die Jahre zur zweiten Wohn- und Arbeitsstätte wurde und mit der Entstehung vieler Werke verbunden ist. So zeigen ab 1903 zahlreiche Landschaftsdarstellungen den Einfluss der Saale-Unstrut-Gegend, nicht wenige Werke sind auch direkt in Großjena entstanden. Insbesondere haben der Weinberg und dessen Aussicht den Künstler zu einer Vielzahl von Landschaftsaquarellen angeregt.

Die diesjährige Sonderausstellung im Max-Klinger-Haus, die von der Kunsthistorikerin Dr. Conny Dietrich kuratiert wird, stellt den Künstler als Maler der Saale-Unstrut-Landschaft vor. Im Mittelpunkt steht der bislang kaum bekannte Werkkomplex der Großjenaer Landschaftsaquarelle. Diese mit lockeren Pinselstrichen in hellen, frischen Farbtönen unmittelbar vor Ort festgehaltenen Ansichten vom Weinberg und dessen Umgebung zeigen Klinger einmal nicht als schwermütigen Grübler und „Gedankenkünstler“, sondern als naturverbundenen Menschen. Er liebte seinen Weinberg und das einfache Leben im Rhythmus der Natur, das ihm Ausgleich zum hektischen Alltag in der Leipziger Großstadt verschaffte.

Die Realisierung der Schau war eine besondere Herausforderung, denn von den etwa zwanzig nachweisbaren Aquarellen sind die meisten heute verschollen. Erhaltene Arbeiten wiederum dürfen aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit nicht über einen längeren Zeitraum ausgestellt werden. Als hochwertige Faksimiles, zeitgenössische Farbreproduktionen oder historische Fotoaufnahmen kann die Schau dennoch insgesamt acht Landschaften präsentieren, die Klinger vorwiegend in den Jahren 1906/07 in Großjena malte. Ergänzt werden diese Arbeiten von einigen Originalradierungen sowie historischen Fotografien vom Weinberg des Künstlers. Einen besonderen Höhepunkt bildet das großformatige Gemälde „Frühling“, das 1912 als Teil eines Raumensembles entstand. Das sich heute in einer Privatsammlung befindliche, bislang nur sehr selten ausgestellte Werk zeigt die weite Landschaft des Unstruttals flankiert von Gertrud Bock, Klingers Modell und Geliebte, die er ein Jahr vor seinem Tod auf seinem Weinberg heiraten sollte.

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen:

 

Klingerheft Nr. 8
Herausgegeben und eingeleitet von Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg e. V.
Texte: Conny Dietrich.
44 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro
Zu beziehen über das Stadtmuseum Naumburg

 

 

 

klingerheft 7 coverKlinger-Heft 7 erschienen

Das Grab im Weinberg.

Max Klingers letzte Ruhestätte

- Mit Covid-19-bedingter Verspätung ist unser Klinger-Heft Nr. 7 erschienen, immerhin pünktlich zu Klingers 100. Todestag am 4. Juli: "Das Grab im Weinberg" beschäftigt sich eingehend mit Klingers Tod, dem Begräbnis und der Grabanlage. Zahlreiche, zum Teil bisher unveröffentlichte Abbildungen illustrieren das Heft.
Zu beziehen ist das Heft vor Ort im Klinger-Haus Großjena oder über das Stadtmuseum Naumburg.

 

Mit Texten von Conny Dietrich und einem Beitrag von Ina Gayk.

Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Siegfried Wagner
56 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro

 

MKPlakat2020 07Max Klinger-Haus Naumburg-Großjena
5. April bis 1. November 2020

Das Grab im Weinberg

Max Klinger (1857–1920).
Zum 100. Todestag.

- Am 4. Juli 1920 starb der Grafiker, Maler und Bildhauer Max Klinger auf seinem Weinberg in Großjena. Am 8. Juli wurde er unter großer öffentlicher Anteilnahme hier auch beigesetzt. Der 100. Todestag gibt Anlass, die Umstände seiner Beerdigung sowie die Entstehung und Bedeutung der Grabanlage näher zu beleuchten.

Dass Klinger seine letzte Ruhestätte nicht in seiner Geburts- und Heimatstadt Leipzig fand, sondern auf seinem Großjenaer Weinberg, geschah auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin. Eine Beisetzung auf privatem Grund war keineswegs selbstverständlich, denn in Preußen bestand wie auch in anderen Ländern ein allgemeiner Friedhofszwang. Auch die Aufstellung der lebensgroßen Bronzeplastik eines niederknienden Athleten, die als Sinnbild des Ringens des Künstlers mit sich und seiner Zeit verstanden werden kann, hatte Klinger selbst verfügt.

Die weitere Gestaltung der Grabanlage wurde von Johannes Hartmann realisiert, einem mit Klinger befreundeten Leipziger Bildhauer. Für den Zugang zur Grabstelle schuf er 1921 zwei marmorne Hermenfiguren mit dem Antlitz Klingers sowie dessen Ehefrau Gertrud. Ihre Aufstellung erfolgte auf Wunsch der jungen Witwe, die Klinger nur ein Dreivierteljahr vor seinem Tod im Rahmen einer Nottrauung im November 1919 nach einem Schlaganfall geheiratet hatte und die ihn bis zu seinem Tod unterstützte und pflegte. Die Hermen mit ihren idealisierten Bildnissen nobilitieren und verklären die Beziehung zwischen dem Künstler und seinem einstigem Modell und betonen den privaten Charakter der Gedenkstätte, die an keiner Stelle einen Hinweis auf die Bedeutung des Verstorbenen als Künstler gibt.

Die Ausstellung zeichnet anhand von grafischen und plastischen Arbeiten, historischen Fotografien, Archivmaterialien sowie eines Filmdokuments den Tod und die Beisetzung Klingers sowie die Entstehung der Grabstätte und ihrer Kunstwerke nach. Im Mittelpunkt steht dabei die Figur des Athleten, für die Klinger 1901 ein Berufsathlet Modell gestanden hat.

 

30. März bis 3. November 2019 im Max-Klinger-Haus Naumburg-Großjena

MKPlakat2019 800Mitten im Leben

Klingers Radierzyklus Opus XIII: "Vom Tode II"

An keinem anderen seiner Radierfolgen arbeitete Max Klinger länger als an Opus XIII, "Vom Tode II".  Zwischen 1879 und 1910 arbeitete er an den Blättern. Im Jahr 1898 veröffentlichte er eine Ausgabe mit nur sechs Radierungen und es vergingen weitere 12 Jahre, bis schließlich das letzte Blatt fertiggestellt war. Die Gravur auf diesem Blatt  ("Herrscher") nennt  Datum und Ort der abschließenden Arbeiten: Großjena 1910. Am Ort dieser letzten Überarbeitung, dem Max-Klinger-Haus in Großjena, sind in der Saison 2019 nun alle Blätter der Folge zu sehen und darüber hinaus natürlich die Dauerausstellung mit Informationen zum Werk Max Klingers und einer aufschlussreichen Auswahl an Grafiken, Gemälden und Plastiken des Künstlers.

Ab 14. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klinger-Haus Plakat 20182018: Hauptblätter

- Bitte beachten: das Klinger-Haus öffnet dieses Jahr aufgrund verzögerter Bauarbeiten erst am 14. April. Wir bitten um Verständnis.

– 1925, fünf Jahre nachdem Max Klinger in seinem Weinberghaus in Großjena gestorben war, erschien noch einmal eine große Mappe mit Grafiken von seiner Hand.  Es handelte sich dabei um eine Art "Best of" Album, zusammengestellt von Johannes Hartmann, der durch die Heirat mit Klingers Witwe Gertrud die Verfügungsgewalt über das Klingersche Erbe erhalten hatte, und dem Leipziger Kunsthistoriker Felix Becker (dem Mitherausgeber des berühmten Künstlerlexikons), der ein intimer Kenner des Klingerschen Werkes war. Beide Herausgeben zählten zu Lebzeiten zu Klingers engerem Freundeskreis. Die damals zusammengestellte Mappe enthält insgesamt 30 "Hauptblätter", die von den Originalplatten frisch abgezogen (und mit einem fünfzackigen Stern als posthume Drucke gekennzeichnet) wurden und deren Qualität über jeden Zweifel erhaben scheint. 250 Exemplare der Mappe sollten ursprünglich angefertigt werden – ob so viele verkauft werden konnten ist jedoch ungewiss.

Das "Klinger-Album" von 1925 ist mittlerweile extrem selten geworden, denn die meisten Mappen dürften von Sammlern und Händlern aufgelöst worden sein. Wir konnten im letzten Jahr  das Exemplar mit der Nummer 009 erwerben und wir nutzen die Gelegenheit, eine Auswahl daraus in dieser Saison im Max-Klinger-Haus zu zeigen.

25. Juli 2017, Max-Klinger-Haus Großjena.

max klinger eine mutter ii cropDie Dramen sind wieder da!

- Nach dem kurzen Intermezzo durch die Lutz-Friedel-Ausstellung sind die im Opus IX zusammengefassten Dramen wieder ins Max-Klinger-Haus zurückgekehrt. Noch bis zum Ende der Saison bieten wir die Gelegenheit, diesen Zyklus von Radierungen, der Klingers Meisterschaft in der Anwendung der grafischen Techniken eindrucksvoll unter Beweis stellt, in Augenschein zu nehmen.

Begleitend zur Ausstellung ist unser Klinger-Heft Nr. 4 erschienen, das beim Lesen der komplexen und nicht immer auf Anhieb verständlichen Graphiken helfen soll.

 klingerheft 4 dramen titel 710Max Klinger-Heft 4 "Opus IX – Dramen"

Text von Kristin Gerth und Siegfried Wagner. Herausgegeben vom Museumsverein Naumburg e. V.
38 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro.

 

  Noch bis 23. Juli im Max-Klinger-Haus  

klingerhaus lutz friedel plakatmotiv 600Lutz Friedel: mensch! Klinger

Nur noch bis zum 23. Juli sind im Max-Klinger-Haus die Arbeiten von Lutz Friedel zu sehen, die in den letzten 12 Monaten vorwiegend in Klingers Radierstübchen entstanden sind. Friedel hat sich in dieser Zeit intensiv mit Klinger - und insbesondere dem Klinger der letzten Lebensjahre - auseinandergesetzt, was in den gezeigten Werken deutlich Ausdruck zum Ausdruck kommt. Dabei hat der Berliner Künstler, der in den letzten Jahrzehnten vorwiegend als Maler und Bildhauer bekannt war, die Kunst des Radierens für sich wiederentdeckt und einige überraschende Kabinettstückchen der Griffelkunst geschaffen, kongenial im Sinne des großen Meisters. Eine Auswahl der besten Grafiken wird noch in diesem Jahr in kleiner Auflage zum Kauf angeboten werden - wir werden an dieser Stelle darüber informieren.

 lutz friedel bei max klinger k4. bis 9. Juli: Künstler in Klingers Radierstübchen

Lutz Friedel in Klingers Radierstübchen

Vom 4. bis 9. Juli bietet sich die Möglichkeit Lutz Friedel persönlich zu treffen! Der Künstler, der die Werke der aktuellen Sonderschau "Mensch! Klinger" auf dem Klinger-Weinberg geschaffen hat, ist diese Woche während der Öffnungszeiten der Ausstellung von 10-17 Uhr vor Ort und natürlich bereit, die eine oder andere Frage zu seiner Arbeit, seinen Werken und zu seiner während des letzten Jahres immer enger gewordenen Beziehung zu Max Klinger zu beantworten. Eine einmalige Chance für alle Interessierten, die die Eröffnung verpasst haben!

 

Ab 1. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klilnger-Haus Plakat 2017: Dramen2017: Dramen (mit einem Intermezzo)

- Mit seinem 1883 veröffentlichten Grafikzyklus „Dramen” überraschte Max Klinger die damals schon ansehnliche Schar von Bewunderern mit einem Ausflug in den Realismus. In stupender Detailversessenheit zeigen die 10 Blätter der Folge Menschen in dramatischen, letztlich ausweglosen Situationen. Die Nachwelt missverstand Klingers großartige Schilderungen gerne als Zeichen von Kritik an den sozialen Zuständen seiner Zeit und übersah dabei geflissentlich das düster-pessimistische Weltbild des damals noch jungen Mannes, das in seiner Kunst zum Ausdruck kam. Die „Dramen”-Blätter zeigen Klinger bereits auf dem Höhepunkt seiner „Griffelkunst”. Die Qualität von Klingers Radierungen ist überwältigend, keine Reproduktion kann den Eindruck wiedergeben, den die feintonigen Originale vermitteln. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.

Intermezzo: Lutz Friedel

Vom 17. Juni bis 16. Julii werden wir die „Dramen”-Ausstellung für vier Wochen unterbrechen und sowohl im Radierhäuschen als auch im Haupthaus Arbeiten von Lutz Friedel zeigen. Lutz Friedel hat im Jahr 2016 bei verschiedenen Aufenthalten mehrere Wochen auf Klingers-Weinberg verbracht und dort radiert und gemalt. Einen Teil der dabei entstandenen Arbeiten – eine Hommage an Klinger – wird am Entstehungsort zu sehen sein.

Mehr zu Lutz Friedel findet sich auf seiner  → Homepage.

April 2016  - Max-Klinger-Haus Großjena.

Klinger-Heft Nr. 3 erschienen.

Cover des Klingerheftes Nr. 3 "Letzte Jahre in Großjena"- Ab sofort liegt im Klinger-Haus und in der Hohen Lilie am Markt das dritte Heft unserer Klinger-Serie aus. Wie gewohnt ist es ein Begleitheft zum aktuellen Ausstellungsschwerpunkt, der sich in diesem Jahr mit „Klingers letzten Jahren“ beschäftigt. Auf 60 Seiten werden die im Original im Klingerhaus ausgestellten Werke reproduziert, ausführlich vorgestellt und allgemeinverständlich erklärt. Die Texte steuerte die ausgewiesene Klinger-Kennerin Conny Dietrich aus Jena bei, die Herausgabe besorgte Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg.

An den Museumskassen ist das Heft für kaum kostendeckende 3,50 Euro zu haben.

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