Ab 14. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klinger-Haus Plakat 20182018: Hauptblätter

- Bitte beachten: das Klinger-Haus öffnet dieses Jahr aufgrund verzögerter Bauarbeiten erst am 14. April. Wir bitten um Verständnis.

– 1925, fünf Jahre nachdem Max Klinger in seinem Weinberghaus in Großjena gestorben war, erschien noch einmal eine große Mappe mit Grafiken von seiner Hand.  Es handelte sich dabei um eine Art "Best of" Album, zusammengestellt von Johannes Hartmann, der durch die Heirat mit Klingers Witwe Gertrud die Verfügungsgewalt über das Klingersche Erbe erhalten hatte, und dem Leipziger Kunsthistoriker Felix Becker (dem Mitherausgeber des berühmten Künstlerlexikons), der ein intimer Kenner des Klingerschen Werkes war. Beide Herausgeben zählten zu Lebzeiten zu Klingers engerem Freundeskreis. Die damals zusammengestellte Mappe enthält insgesamt 30 "Hauptblätter", die von den Originalplatten frisch abgezogen (und mit einem fünfzackigen Stern als posthume Drucke gekennzeichnet) wurden und deren Qualität über jeden Zweifel erhaben scheint. 250 Exemplare der Mappe sollten ursprünglich angefertigt werden – ob so viele verkauft werden konnten ist jedoch ungewiss.

Das "Klinger-Album" von 1925 ist mittlerweile extrem selten geworden, denn die meisten Mappen dürften von Sammlern und Händlern aufgelöst worden sein. Wir konnten im letzten Jahr  das Exemplar mit der Nummer 009 erwerben und wir nutzen die Gelegenheit, eine Auswahl daraus in dieser Saison im Max-Klinger-Haus zu zeigen.

25. Juli 2017, Max-Klinger-Haus Großjena.

max klinger eine mutter ii cropDie Dramen sind wieder da!

- Nach dem kurzen Intermezzo durch die Lutz-Friedel-Ausstellung sind die im Opus IX zusammengefassten Dramen wieder ins Max-Klinger-Haus zurückgekehrt. Noch bis zum Ende der Saison bieten wir die Gelegenheit, diesen Zyklus von Radierungen, der Klingers Meisterschaft in der Anwendung der grafischen Techniken eindrucksvoll unter Beweis stellt, in Augenschein zu nehmen.

Begleitend zur Ausstellung ist unser Klinger-Heft Nr. 4 erschienen, das beim Lesen der komplexen und nicht immer auf Anhieb verständlichen Graphiken helfen soll.

 klingerheft 4 dramen titel 710Max Klinger-Heft 4 "Opus IX – Dramen"

Text von Kristin Gerth und Siegfried Wagner. Herausgegeben vom Museumsverein Naumburg e. V.
38 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro.

 

  Noch bis 23. Juli im Max-Klinger-Haus  

klingerhaus lutz friedel plakatmotiv 600Lutz Friedel: mensch! Klinger

Nur noch bis zum 23. Juli sind im Max-Klinger-Haus die Arbeiten von Lutz Friedel zu sehen, die in den letzten 12 Monaten vorwiegend in Klingers Radierstübchen entstanden sind. Friedel hat sich in dieser Zeit intensiv mit Klinger - und insbesondere dem Klinger der letzten Lebensjahre - auseinandergesetzt, was in den gezeigten Werken deutlich Ausdruck zum Ausdruck kommt. Dabei hat der Berliner Künstler, der in den letzten Jahrzehnten vorwiegend als Maler und Bildhauer bekannt war, die Kunst des Radierens für sich wiederentdeckt und einige überraschende Kabinettstückchen der Griffelkunst geschaffen, kongenial im Sinne des großen Meisters. Eine Auswahl der besten Grafiken wird noch in diesem Jahr in kleiner Auflage zum Kauf angeboten werden - wir werden an dieser Stelle darüber informieren.

 lutz friedel bei max klinger k4. bis 9. Juli: Künstler in Klingers Radierstübchen

Lutz Friedel in Klingers Radierstübchen

Vom 4. bis 9. Juli bietet sich die Möglichkeit Lutz Friedel persönlich zu treffen! Der Künstler, der die Werke der aktuellen Sonderschau "Mensch! Klinger" auf dem Klinger-Weinberg geschaffen hat, ist diese Woche während der Öffnungszeiten der Ausstellung von 10-17 Uhr vor Ort und natürlich bereit, die eine oder andere Frage zu seiner Arbeit, seinen Werken und zu seiner während des letzten Jahres immer enger gewordenen Beziehung zu Max Klinger zu beantworten. Eine einmalige Chance für alle Interessierten, die die Eröffnung verpasst haben!

 

Ab 1. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klilnger-Haus Plakat 2017: Dramen2017: Dramen (mit einem Intermezzo)

- Mit seinem 1883 veröffentlichten Grafikzyklus „Dramen” überraschte Max Klinger die damals schon ansehnliche Schar von Bewunderern mit einem Ausflug in den Realismus. In stupender Detailversessenheit zeigen die 10 Blätter der Folge Menschen in dramatischen, letztlich ausweglosen Situationen. Die Nachwelt missverstand Klingers großartige Schilderungen gerne als Zeichen von Kritik an den sozialen Zuständen seiner Zeit und übersah dabei geflissentlich das düster-pessimistische Weltbild des damals noch jungen Mannes, das in seiner Kunst zum Ausdruck kam. Die „Dramen”-Blätter zeigen Klinger bereits auf dem Höhepunkt seiner „Griffelkunst”. Die Qualität von Klingers Radierungen ist überwältigend, keine Reproduktion kann den Eindruck wiedergeben, den die feintonigen Originale vermitteln. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.

Intermezzo: Lutz Friedel

Vom 17. Juni bis 16. Julii werden wir die „Dramen”-Ausstellung für vier Wochen unterbrechen und sowohl im Radierhäuschen als auch im Haupthaus Arbeiten von Lutz Friedel zeigen. Lutz Friedel hat im Jahr 2016 bei verschiedenen Aufenthalten mehrere Wochen auf Klingers-Weinberg verbracht und dort radiert und gemalt. Einen Teil der dabei entstandenen Arbeiten – eine Hommage an Klinger – wird am Entstehungsort zu sehen sein.

Mehr zu Lutz Friedel findet sich auf seiner  → Homepage.

April 2016  - Max-Klinger-Haus Großjena.

Klinger-Heft Nr. 3 erschienen.

Cover des Klingerheftes Nr. 3 "Letzte Jahre in Großjena"- Ab sofort liegt im Klinger-Haus und in der Hohen Lilie am Markt das dritte Heft unserer Klinger-Serie aus. Wie gewohnt ist es ein Begleitheft zum aktuellen Ausstellungsschwerpunkt, der sich in diesem Jahr mit „Klingers letzten Jahren“ beschäftigt. Auf 60 Seiten werden die im Original im Klingerhaus ausgestellten Werke reproduziert, ausführlich vorgestellt und allgemeinverständlich erklärt. Die Texte steuerte die ausgewiesene Klinger-Kennerin Conny Dietrich aus Jena bei, die Herausgabe besorgte Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg.

An den Museumskassen ist das Heft für kaum kostendeckende 3,50 Euro zu haben.

Ab 25. März im Max-Klinger-Haus

Max Klinger: die letzten Jahre in Großjena

max klinger plakat 2016 600

- Ab 25. März öffnet das Klingerhaus in Großjena wieder seine Pforten, gerade rechtzeitig, um einen österlichen Spaziergang durch den Naumburger Blütengrund vorzusehen, entlang der malerischen Flussläufe von Saale und Unstrut. Dieses Jahr wird sich die Ausstellung im Klingerhaus schwerpunktmäßig den letzten Lebensjahren zuwenden, die Klinger ja zum Teil in seinem Weinberghaus verbracht hat. Verstärktes Augenmerk wird dabei nicht nur auf die Entstehung der beiden Kachelöfen im Haus gelegt, sondern selbstverständlich auch auf die  in dieser Zeit in Großjena entstandenen grafischen Werke. Klingers Haltung zum Kriegsgeschehen wird ebenso eine Rolle spielen wie die Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 1917, drei Jahre vor seinem frühen Tod. Zur Ausstellung wird ein Begleitheft (= Klinger-Heft Nr.  3) erscheinen.

MKPlakat2014 60028. März bis 1. November 2015

Max Klingers "Eine Liebe"

In der Saison 2015 gehört der Sonderausstellungsbereich des Klinger-Hauses ganz Max Klingers zehntem Radierzyklus. "Eine Liebe" ist eines der weniger bekannten Sammelwerke, da die Erzählweise hier konventioneller erscheint als die ­anderer Zyklen – aber nur auf den ersten Blick! Bei genauerem Hinsehen entdeckt man Klingers subtilen Umgang mit den verfügbaren Stilmitteln. Wie er den Betrachter durch  vermeintlich realistische Darstellungen einlädt, ihm in seine symbolistischen, fast surrealistischen Bildwelten zu folgen, ist nach wie vor faszinierend. Klinger zeigt sich nicht nur als feinfühliger Psychologe und gedankenschwerer Philosoph, er erweist sich auch als vollendeter Meister der graphischen Künste.

klinger heft 2 eine liebe titel

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das den Zyklus ausführlich in Wort und Bild vorstellt.Das Heft hat 44 Seiten ist für € 3,50 an den Museumskassen erhältlich.

MKPlakat2014 600Januar 2015

Neuzugang: Max Klingers Radier-Zyklus "Eine Liebe" (Opus X)

Das Jahr 2015 beginnt erfreulicherweise mit einer Neuerwerbung: Max Klingers Radierzyklus "Eine Liebe" (Opux X) konnte über den Antiquariatshandel angekauft werden. Damit sind wir in unserem Bemühen, die - durch die Plünderung des Klinger-Hauses in den 50er und 60er Jahren  verlorene - Klinger-Sammlung neu aufzubauen, wieder ein kleines Stück vorangekommen. Ab 28. März 2015 werden wir den "Eine Liebe" vollständig im Klinger-Haus zeigen.

Dank an die Spender

Das Museum wäre nicht in der Lage gewesen, den recht spontan verlaufenen Ankauf des nur sehr selten angebotenen Zyklus zu realisieren (der Ankaufs-Etat beträgt z. Zt. 0 Euro), wenn nicht private Spenden zur Verfügung gestanden hätten, darunter zwei namhafte Einzelspenden des Weigutes Herzer, Großjena, und eines Naumburger Bürgers, der nicht namentlich genannt werden möchte. Wir bedanken uns deswegen bei allen Spendern, die uns mit kleineren und größeren Beträgen unterstützt haben und hoffen natürlich, dass es uns gelingen wird, das durch den Ankauf entstandene Loch in unserer Spendenkasse wieder zu schließen.

Das Spendenkonto des Museumsvereins Naumburg e. V.: Deutsche Bank Naumburg, BLZ 860 700 24, Konto-Nr. 6496624. Für Spenden über 50 Euro stellen wir gerne steuerabzugsfähige Spendenquittungen aus.

 

max-osbornLESUNG / BUCHVORSTELLUNG

Samstag, 11. Oktober, 16:00 Max-Klinger-Haus, Naumburg-Großjena

„Ein Zentaur, der sächsisch redet”

Aus den Erinnerungen Max Osborns an Begegnungen mit Max Klinger und anderen Künstlern.

„Ich war jung, als ich zum ersten Mal in den Leipziger Vorort Plagwitz hinauswanderte, um Max Klingr aufzusuchen” schrieb Max Osborn in seinen Erinnerungen und fuhr dann fort zu erzählen, wie er mit „gewaltigem Respekt” den berühmten Maler, Grafiker und Bildhauer in dessen Leipziger Atelier besuchte und wie sehr ihn dieser Mann beeindruckte: „In dem bis zum Boden herabwallenden weissen Arbeitskittel steckte ein mythologisch anmutender Mensch, der in flammendem Rot förmlich zu lodern schien.” Als eine Art „Zentaur” erschien Klinger dem jungen Mann, freilich als Zentaur, der Zigarren „roochte” und unbekümmert sächsisch sprach.

Max Osborn (1870-1946) stammt aus einer jüdischen Bankiersfamilie in Köln und war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Kunstkritiker der Wilhelminischen Ära und Weimarer Republik. In seinem Buch „Der bunte Spiegel“ berichtet er in einer Mischung aus persönlicher Verbundenheit und Sachlichkeit anschaulich, packend und lebendig über Künstler wie Menzel, Klinger, Liebermann, Slevogt oder Orlik.

Der Verleger und Kunstsammler Thomas B. Schumann stellt das von ihm wiederentdeckte und erstmals im deutschen Sprachraum publizierte Buch im Max-Klinger-Haus in Großjena vor.

Eintritt: 3,00 Euro

[Mehr zu Buch und Autor finden Sie unter folgendem Link:
http://edition-memoria.de/neuerscheinungen/osborn-max/]

max-klinger-haus-plakat-2014.jpg

30. März 2014

Max-Klinger-Haus öffnet für die Saison 2014 mit Neuerungen

Ab Samstag, 30. März wird das Max-Klinger-Haus in Naumburg-Großjena wieder geöffnet sein. Die diesjährig Sonderpräsentation gilt dem Zyklus "Intermezzi", der einige der populärsten Grafiken Klingers enthält, darunter "Bär und Elfe" (unser Plakat zeigt einen Ausschnitt) und "Amor, Tod und Jenseits".

Eines der Highlight der der Dauerausstellung wird die neu hinzugekommene (bzw. ins Klinger-Haus zurückgekehrte) Nietzsche-Büste sein, von der bisher lediglich der postume Abguss im Museum der Bildenden Künste in Leipzig bekannt war.

 

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