Münzschatz13. Oktober - 13. Dezember 2006

"Lieb und Teuer" - Der Naumburger Münzschatz und andere Schätze

Im Herbst 2005 wurde in der Naumburger Innenstadt eine sensationelle Entdeckung gemacht: Bauarbeiter stießen auf einen Münzschatz aus dem 16. Jahrhundert, bestehend aus fast 500 zum Teil prägefrischen und hervorrgagend erhaltenen Silbermünzen der Zeit um 1570 - ein Fund, der in seiner Art einmalig ist. Als Leihgabe des Landesmuseums für Archäologie Halle kommt der Münzschatz nun für eine begrenzte Zeit nach Naumburg zurück, wo er erstmals komplett gezeigt werden kann.

Anknüpfend an die Präsentation des Naumburger Münzschatzes zeigen wir eine Ausstellung, die sich mit der Frage beschäftigt, was einen "Schatz" denn eigentlich ausmacht. Was ist Menschen so viel Wert, dass Sie sich davon nicht trennen mögen, dass Sie es über Jahre und Jahrzehnte aufbewahren und dass sie es in Notzeiten verstecken, um es dem Zugriff von Feinden und falschen Freunden zu entziehen? Die Ausstellung versucht, das Bedeutungsfeld des Schatz-Begriffes auszuloten, vom Münfund ausgehend über den Schatzsucher-Mythos bis hin zu den Schätzen des Alltags, die zumindest ihren Besitzern "lieb und teuer" sind.
Plakat Rückspiegel10. Dezember 2005 - 15. September 2006 Verlängert!

Naumburg im Rückspiegel

Aus der Fotosammlung des StadtmuseumsWer kennt noch das Hotel "Zum leichten Wagner" oder das Restaurant "Jakobstor"? Wie viele andere Gebäude sind sie aus dem Stadtbild verschwunden, dessen bauliche Gestalt einem ständigen Wandel unterworfen ist. Was einstmals war, was erhalten geblieben ist und was sich verändert hat, das dokumentieren heute oft nur noch historische Fotos und Postkarten. Das Stadtmuseum Naumburg besitzt eine Vielzahl dieser wertvollen Zeugnisse. In der Sonderausstellung "Naumburg im Rückspiegel" wird die umfangreiche Sammlung anhand einer Auswahl von über 250 Fotos und Objekten erstmals in größerer Breite der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Fotografien zeigen die städtebaulichen Zustände Naumburgs aus verschiedenen Zeitabschnitten. Darunter bekannte und weniger bekannte Motive aus dem Naumburger Stadtbild.
Plakat Krieg und Frieden23. Juni 2005 - 4. Dezember 2005:

Krieg und Frieden
Naumburg 1940 bis 1950

60 Jahre nach Kriegsende zeigt unsere Ausstellung einen Überblick der Entwicklung der Stadt Naumburg zwischen 1940 und 1950.

Im Rahmen dieser Ausstellung und darüber hinaus suchen wir nach Zeitzeugen, die über ihre Erlebnisse ("Drittes Reich", Krieg, Internierungen, Besatzung, frühe DDR-Zeit) berichten wollen. Jeden Dienstag 15-18 Uhr können Sie uns zur Geschichtssprechstunde in der Grochlitzer Str. 49 besuchen. (Um telefonische Anmeldung wird gebeten: Tel.: 703503.)

Unsere Sammlung von Jugend-Erinnerungen aus einem früheren Ausstellungsprojekt in der Rubrik Pojekte/Erinnerungen.
Plakat Frisöre in Naumburg24. März 2005 - 5. Juni 2005:

Waschen, schneiden, legen
Frisöre und Frisuren

Vom unauffälligen Façon-Schnitt für den gesetzten Herrn bis zu den abenteuerlichsten Kreationen der Damen-Coiffeure: das Frisörhandwerk bestimmt wesentlich mit, wie wir aussehen und damit auch wie wir uns fühlen.

Das Stadtmuseum Naumburg widmet eine umfangreiche Sonderausstellung den Frisören und ihrer Arbeit, ihren Werkzeugen und ihren Kreationen.
Apothekengeschichten Plakat5. Dezember 2004 - 6. März 2005:

Dreimal Täglich...
Apothekengeschichte(n)

Ein Ort mit geheimnisvollen Gerüchen und Tinkturen, mit riesigen Regalen voller bemalter Gefäße über denen ein ausgestopftes Krokodil schwebte, so waren Apotheken, bevor sie zu modernen Gesundheitscentern wurden. Die Ausstellung “Dreimal täglich! Apothekengeschichte(n)” erinnert an diese Zeit, in der für jedes Wehwehchen noch ein Kraut gewachsen war. Verschiedene Zeugen vergangener Apothekerkunst wie Tinkturenpresse und Rezepturwaagen werden zu sehen sein und natürlich auch Pillenmörser und Pillenbrett die dem Apotheker seinen Spitznamen “Pillendreher” einbrachten.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Teile der Originaleinrichtung der alten Naumburger “Löwen-Apotheke”, wie dem Laboratorium und einer kleinen Kräuterkammer, sowie durch einen Rezepturtisch aus der Naumburger “Marientor-Apotheke”. Bekannte Naumburger Apothekenbesitzer aus verschiedenen Jahrhunderten werden vorgestellt, darunter Caspar Ratzenberger der durch das älteste deutsche Herbarium berühmt wurde, und Heinrich Linck mit seiner einmaligen Naturaliensammlung. Der sich anschließende Ausstellungsbereich "Heilpflanzen” thematisiert die zentrale Bedeutung der Pflanzen für die Gesundheit der Menschen.

Historische Kräuterbücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert veranschaulichen hier die intensive Beschäftigung mit Heilpflanzen über die vergangenen Jahrhunderte. Die Heilkräuter werden mit ihren wirksamen Inhaltsstoffen und Anwendungsgebieten dargestellt und können in einem “Riechlabor” sinnlich erfahren werden. Darüber hinaus informiert ein Multimediasystem über die Verarbeitung der Heilpflanzen in der Apotheke. Die Ausstellung wurde durch zahlreiche Leihgaben aus der Sammlung Dr. Bernd Hünerbein der “Löwen-Apotheke” Naumburg unterstützt.

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