Blech und Musik - Plakat6. September - 25. Oktober 2009

Blech und Musik

Ein altes Handwerk stellt sich vor

Seit 50 Jahren besteht der Instrumentenbauer-Betrieb Fiedelak in Naumburg. Das Stadtmuseum hat sich aus diesem Anlass mit Matthias Fiedelak zusammen getan und aus dessen Werkstatt-Bestand eine Ausstellung zusammengestellt, die den sehr selten gewordenen Beruf des Metall-Blasinstrumentebauers vorstellt. Anschaulich werden die einzelnen Arbeitsschritte nachgezeichnet, die notwendig sind, um aus schlichten Blechen elegant geformte Schallstücke und komplizierte Ventile und aus diesen und anderen Kleinteilen wiederum fertige Instrumente zu zaubern.

Trompeten, Posaunen, Hörner, Tuben - jeder kennt ihren wunderbaren Klang. Wenn man weiß, wie aufwändig ihre Herstellung ist und wieviel Kunstfertigkeit diese voraussetzt, so lernt man sie desto mehr zu schätzen.

Die Ausstellung wird am 5. September um 19:30 Uhr als Auftakt der Kulturnacht eröffnet. Sowohl an diesem als auch an weiteren Terminen wird Herr Fiedelak vor Ort Instrumente restaurieren. Haben Sie eine verbeulte Posaune zu Hause oder eine Trompete, die nicht mehr gut klingt? Bringen Sie Ihr Instrument mit! (Termine werden an dieser Stelle noch bekannt gegeben.)

Plakat Farbenfroh11. Juli bis 23. August 2009

Farbenfroh

Unsere diesjährige Sommer-Ausstellung ist ganz dem Thema “Farben” gewidmet. Welche Farben standen den Menschen in früherer Zeit eigentlich zur Verfügung? Wie wurden sie hergestellt? Was wurde gefärbt? Gibt es eine "Sprache der Farben"? In farbenfrohen Arrangement zeigt die Exposition, wie Vielfältig das Thema ist und wie viel Spaß es macht, sich damit zu beschäftigen.

Sonderaktionen für Kinder: Speziell für KITAS, Horte und Schulklassen bietet das Stadtmuseum in den Ferien eine Führung durch die Ausstellung “Farbenfroh” mit anschließender Malaktion an. Bei dieser können die Kinder selbst Fingermalfarbe herstellen und sich mit einem bunten Handabdruck an der Innenmauer des Museumshofes verewigen.
Um telefonische Voranmeldung unter 03445-703503 wird gebeten.

Plakat zur Schachfiguren-AusstellungPlakat zur Schachfiguren-Ausstellung19. April bis 28. Juni 2009

Schach! - Die Welt der Schachfiguren

Ob klassisch oder ausgefallen, märchenhaft figürlich oder künstlerisch abstrakt, die Welt der Schachfiguren ist längst nicht nur schwarz-weiß, sondern erstaunlich vielfältig. Sie ist ein Spiegelbild nationaler und kultureller Eigenarten und handwerklichen Könnens. In der 1500 Jahre währenden Entwicklungsgeschichte des Schachspiels entstanden zahllose Varianten von Spielfiguren. Hergestellt aus allen denkbaren Materialien und in vielen verschiedenen Formen dienten sie nicht allein dem Spielvergnügen, sondern auch der Repräsentation von Macht und Wohlstand. Alles konnte zum gestalterischen Thema der Schachfiguren werden, angefangen von  abstrakten Formen und Symbolen über die Darstellung von gesellschaftlichen und politischen Inhalten bis hin zu Tierfiguren aus der Fabelwelt.

Eine kleine Auswahl schöner und außergewöhnlicher Schachfiguren wird ab dem 18. April in der neuen Sonderausstellung des Stadtmuseum Naumburg zu sehen sein. Kunstvoll gedrechselte Figuren aus Elfenbein und Holz können im historischen Dachstuhl der “Hohen Lilie” ebenso bestaunt werden wie ein einzigartiger, im I. Weltkrieg gefertigter, Figurensatz aus Patronenhülsen und Münzen oder ein vietnamesisches Papier-Schachspiel. Eine exquisite Besonderheit ist das Ensemble wertvoller Tierfigurensätze. Den repräsentativen Spielen mit Meerestieren aus Meißner Porzellan und anmutigen Figuren aus Glas und Elfenbein ist im Turmzimmer des Museums ein eigener Raum gewidmet.

 


Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen:

schachcover_145Barbara Holländer: Tiere im Schachspiel
Schriften des Stadtmuseums Naumburg Nr. 14
Naumburg 2009
20 Seiten, Euro 4,00.

Das Heft ist leider vergriffen, wir stellen Ihnen aber hier eine pdf-Version zum download bereit: {wd file=schachtiere.pdf name='Schachtiere'}

Plakat Flickwerk22. November 2008 bis 15. Februar 2009

Flickwerk. Vom nachhaltigen Umgang mit den Dingen.

“Aus Alt mach Neu” oder “Not macht erfinderisch” sind Sprichwörter, die in unserer heutigen, schnelllebigen Gesellschaft nicht mehr zutreffen dürften. Sobald etwas aus der Mode gekommen, technisch veraltet oder beschädigt ist, wird es ausgesondert. Auch hochwertige, als „langlebig“, „wertig“, „robust“ oder „unkaputtbar“ angepriesene Dinge fristen oft nur ein Leben von geringer Dauer. Noch vor wenigen Jahrzehnten gehörte es jedoch zum normalen Lebenslauf von Kleidern, Schuhen oder Gerätschaften aller Art, mehrmals repariert, geflickt oder ausgebessert zu werden.

Der Begriff der “Wegwerfgesellschaft” kommt einem in diesem Zusammenhang schnell in den Sinn. Viele Geräte sind heute so konstruiert, dass eine Reparatur nach Ablauf der Gewährleistungs- oder Garantiezeit unwirtschaftlich ist, hohe Ersatzteilpreise und Reparaturpauschalen lassen den Neukauf günstiger erscheinen.
In einer ab dem 22. November laufenden Sonderausstellung des Stadtmuseum Naumburg wird gezeigt, dass man die Dinge früher nachhaltiger genutzt hat. Mit zahlreichen Exponaten aus den unterschiedlichster Bereichen wird vor Augen geführt, wie man noch bis in die jüngste Zeit hinein versucht hat, Dinge so zu „flicken“, dass sie wieder verwendet werden konnten. Eine mit Eisendraht eingebundene irdene Schüssel ist ebenso zu bestaunen wie ein Paar Damenschuhe, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu Sandalen umgearbeitet wurden. Im historischen Dachstuhl der "Hohen Lilie" bietet die Ausstellung gerade Eltern und Großeltern eine besondere Gelegenheit, mit ihren Kindern über den nachhaltigen Umgang mit den Dingen ins Gespräch zu kommen.

Plakat verschlungene Wege18. Oktober bis 2. November 2008

Verschlungene Wege. Wie abhanden gekommene Kunst- und Kulturgüter ihren Weg zurück ins Naumburger Archiv fanden.

Wie so viele andere Museen und Archive erlitten auch die Sammlungen der Stadt Naumburg in den Jahrzehnten der DDR schwere Verluste. Oft genug waren diese auf die unzureichenden Aufbewahrungsbedingungen zurückzuführen, es kam aber auch zu bewussten Vernachlässigungen, in selteneren Fällen auch zu illegalen Veräußerungen, zu Diebstählen und Unterschlagungen. Im Stadtmuseum Naumburg sind ab 18. Oktober für kurze Zeit Objekte zu sehen, die in den letzten Jahren teilweise auf verschlungenen Pfaden wieder in die Obhut der Stadt zurückgelangt sind, darunter der erst kürzlich im Rahmen eines langwierigen Prozesses erstrittene Bestand aus dem Stadtarchiv, dessen Entdeckung bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dieses umfangreiche Konvolut enthält u.a. die letzten noch vorhandenen Reste des Nachlasses von Max Klinger und dessen Erben und wird im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Seite 10 von 13