Architekturzeichnungen in der Hohen Lilie

14. April bis 6. Mai 2012.

Mit anderen Augen: Architekten zeichnen Naumburg

- In kleinformatigen Arbeiten präsentiert die neunköpfige Künstlergruppe A+Az [Architektinnen und Architekten zeichnen] das Resultat ihrer zweimaligen Aufenthalte in Naumburg, die sie bewusst als Pleinair gestaltet haben, um sich mit dem bebauten Raum direkt und in natürlichem Umfeld auseinanderzusetzen.
Dabei erschien die Stadt Naumburg mit ihrer einzigartigen historischen Bausubstanz und die sie umgebene reizvolle Landschaft für das Projekt von besonderem Interesse. Bereits 2009 hatte die Gruppe Kontakt zur Stadt aufgenommen und konnte in den zwei darauffolgenden Jahren jeweils eine Woche lang ihre Eindrücke vor Ort zu Papier bringen.
Zusammengeführt hat die Architektengruppe, die sich dem traditionellen Freihandzeichnen verschrieben hat, das 1999 initiierte Projekt „Zeichnen auf dem Dom in Regensburg“, welches der Beginn für weitere kontinuierlich stattfindende Pleinairs mit anschließender Ausstellung war.
Bei ihrer Entdeckungsreise in Naumburg wählten sie eine skizzenhafte, kleinformatige Zeichenform, sodass in kürzester Zeit mit schnellem Strich eine räumliche Vorstellung vermittelt werden kann. Auch die von ihnen ausgewählten Arbeitsmaterialien und –techniken wie Bleistift, Pastell und Aquarell unterstützen ihre Programmatik des schnellen und spontanen Zeichnens im urbanen Raum.
Wie nun „mit anderen Augen“ die Stadt gesehen wird, zeigen die ausgestellten Architekturstudien, von denen einige Arbeiten von Schülern des Domgymnasiums stammen, die ebenso ihre Sicht auf Naumburg im Bild verarbeitet haben.
So erwartet den Besucher ein interessantes und mitunter spannungsreiches Zusammenspiel, das täglich von 10 bis 17 Uhr im Stadtmuseum betrachtet werden kann.


Die ausgestellten Zeichnungen können erworben werden. Interessenten wenden sich bitte an unsere Kontaktadresse, wir vermitteln Sie weiter.


Die Gruppe A+Az:

Thomas Braun, Erzhausen
Josef Held, Offenbach
Georg Hofferberth, Höchst i. Odenwald
Karl Johannes, Bad Vilbel
Rainer Nippert, Glashütten
Hans Pohl, Glashütten
Wolfgang Reinhart, Bad König
Heiner Roediger, Maintal-Dörnigheim
Marleen Schwamborg, Heppenheim
Manfred Sieber, Kronberg

Die Schüler des Domgymnasiums:

11. Klasse: Wenzel Hildebrandt, Marie Dorner, Tim Suske, Markus Rothe, Anna Ehrhardt, Lisa Kluge, Peter Maibaum, Victoria Böttner, Julia Sorge, Franziska Bauer, Louisa Goldstein, Sarah Schlapper, Eric Manig

7. Klasse: Claudia Braune, Rosemarie Gohlke, Tina Marcholewski, Carolin Weißelberg, Kevin Rudolph, Jakob Uhrich, Florian Thurow, Jasmin Hanke, Mona Urban, Nicolas Schwikal, Jennifer Barthel, Alexandra Borisch

Landesausstellung im Stadtmuseum

2011Postkarte180Vom 29. Juni bis zum 2. November 2011 wird im Stadtmuseum Hohe Lilie eine Abteilung der Landesausstellung "Der Naumburger Meister. Architekt und Bildhauer im Europa der Kathedralen" gezeigt. Während sich der erste Teil der Ausstellung im "Schlösschen" am Markt mit den geistigen und künstlerischen Vorbedingungen beschäftigt und der zweite, zentrale Teil im Komplex um den Dom den Weg des "Meisters" von Westfrankreich nach Naumburg und Meißen nachzeichnet, widmet sich unser Beitrag der Rezeptionsgeschichte in den letzten 200 Jahren. Den gerade erst fertiggestellten Sonderausstellungsraum haben wir zu diesem Zweck in einen Spiegelsaal verwandelt, in dessen Mitte wir unseren (bis auf Konrad) vollständigen Satz von Gipsabgüssen der Stifterfiguren zeigen. Sieben in die Spiegelwände eingelassene Nischen geben einen Überblick über die mehr oder weniger reflektierte Rezeption der Naumburger Meisterwerke durch Kunstgeschichte und populäre Medien. Ein zweiter Raum ist als eine Art Musée Sentimental gestaltet und stellt 30 kleine Geschichten vor, die vom Trivialen über das Schreckliche bis zum Kuriosen die verschiedensten Aspekte der Aneignung vorstellen.


 


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Richard-Lepsius-auf-einem-Kamel Dezember 2010 – Februar 2011

Lepsius-Vortragsreihe startet am 11. Dezember

[Samstag, 11. Dezember, 15:00 Uhr im Nietzsche-Dokumentationszentrum. Eintritt frei]

Am 23. Dezember des Jahres 1810, also vor 200 Jahren, kam in Naumburg Karl Richard Lepsius zur Welt, der sich als einer der Urväter der wissenschaftlichen Ägyptologie bleibende Verdienste erwerben sollte. 1842-46 leitete der Sohn des Naumburger Landrates Karl Peter Lepsius die vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. entsandte große Expedition, die als eine der ersten unter primär wissenschaftlichen Gesichtspunkten geplanten und durchgeführten Expeditionen in die Geschichte einging und deren Ertrag den Grundstock des Ägyptischen Museums in Berlin bildete, dessen Direktor Lepsius für viele Jahre war. Mehr aber noch als Feldforscher erwarb sich Lepsius als Sprachwissenschaftler, der unter anderem entscheidend zur Entzifferung der Hieroglyphen beitrug, bleibenden Ruhm. Lepsius bekleidete den ersten Lehrstuhl für Ägyptologie in Deutschland und er übernahm in den letzten Lebensjahren als Direktor die Neuordnung der Königlichen Bibliothek. Lepsius starb, 74 Jahre alt, am 10. Juli 1884 in Berlin, wo er auch begraben liegt.
Hartmut Mehlitz: Richard LepsiusObwohl die seit längerem geplante Ausstellung zum 200. Geburtstag Karl Richard Lepsius aufgrund des leider nur schleppenden Baufortschritts bei der Erweiterung des Stadtmuseums „Hohe Lilie“ auf das Frühjahr 2012 verschoben werden musste, soll der Geburtstag in Naumburg nicht unbeachtet bleiben. Eine kleine, abwechslungsreich zusammengestellte Vortragsreihe im Nietzsche-Dokumentationszentrum soll zunächst für die aufgeschobene Ausstellung entschädigen.
Den Anfang macht am 11. Dezember der Berliner Lepsius-Spezialist Dr. Hartmut Mehlitz mit der Vorstellung seines taufrischen, im Dezember erscheinenden Buches „Richard Lepsius. Ägypten und die Ordnung der Wissenschaft“. Mehlitz legt damit die erste ausführliche, wissenschaftlich fundierte Biographie des Ägyptologen vor, die den in den letzten Jahrzehnten gewonnenen Wissensstand in ansprechender Form zusammenfasst und für die Zukunft einen Standard der Lepsius-Forschung bilden wird. Das glänzend geschriebene Buch - das natürlich vor Ort auch erworben werden kann - wird sicher vielen Naumburgern ein willkommenes Weihnachtsgeschenk sein.

Im Januar wird die Vortragsreihe im NDZ dann fortgeführt mit Beiträgen von Prof. Dr. Rainer Mario Lepsius (im Rahmen des Lepsius-Symposions Schulpforte: Richard Lepsius und die Gelehrtenkultur seiner Zeit, am 14. Januar), Helmar Heyken (Die Ausgrabungsstätten im Sudan - damals und heute, Bildvortrag am 29. Januar), Dr. Elke Freier (Der Briefwechsel Karl Richard Lepsius mit seinem Vater, am 12. Februar), Mariana Jung und Dr. Franziska Naether (Termine werden noch bekannt gegeben).
Blech und Musik - Plakat6. September - 25. Oktober 2009

Blech und Musik

Ein altes Handwerk stellt sich vor

Seit 50 Jahren besteht der Instrumentenbauer-Betrieb Fiedelak in Naumburg. Das Stadtmuseum hat sich aus diesem Anlass mit Matthias Fiedelak zusammen getan und aus dessen Werkstatt-Bestand eine Ausstellung zusammengestellt, die den sehr selten gewordenen Beruf des Metall-Blasinstrumentebauers vorstellt. Anschaulich werden die einzelnen Arbeitsschritte nachgezeichnet, die notwendig sind, um aus schlichten Blechen elegant geformte Schallstücke und komplizierte Ventile und aus diesen und anderen Kleinteilen wiederum fertige Instrumente zu zaubern.

Trompeten, Posaunen, Hörner, Tuben - jeder kennt ihren wunderbaren Klang. Wenn man weiß, wie aufwändig ihre Herstellung ist und wieviel Kunstfertigkeit diese voraussetzt, so lernt man sie desto mehr zu schätzen.

Die Ausstellung wird am 5. September um 19:30 Uhr als Auftakt der Kulturnacht eröffnet. Sowohl an diesem als auch an weiteren Terminen wird Herr Fiedelak vor Ort Instrumente restaurieren. Haben Sie eine verbeulte Posaune zu Hause oder eine Trompete, die nicht mehr gut klingt? Bringen Sie Ihr Instrument mit! (Termine werden an dieser Stelle noch bekannt gegeben.)

Plakat Farbenfroh11. Juli bis 23. August 2009

Farbenfroh

Unsere diesjährige Sommer-Ausstellung ist ganz dem Thema “Farben” gewidmet. Welche Farben standen den Menschen in früherer Zeit eigentlich zur Verfügung? Wie wurden sie hergestellt? Was wurde gefärbt? Gibt es eine "Sprache der Farben"? In farbenfrohen Arrangement zeigt die Exposition, wie Vielfältig das Thema ist und wie viel Spaß es macht, sich damit zu beschäftigen.

Sonderaktionen für Kinder: Speziell für KITAS, Horte und Schulklassen bietet das Stadtmuseum in den Ferien eine Führung durch die Ausstellung “Farbenfroh” mit anschließender Malaktion an. Bei dieser können die Kinder selbst Fingermalfarbe herstellen und sich mit einem bunten Handabdruck an der Innenmauer des Museumshofes verewigen.
Um telefonische Voranmeldung unter 03445-703503 wird gebeten.

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