15. September bis 25. November 2012:

Lepsius-plakat-400Von Naumburg bis zum Blauen Nil.

Die Lepsius-Expedition durch Ägypten und Nubien (1842-45)

- Vor 170 Jahren machte sich unter der Leitung des jungen Ägyptologen Richard Lepsius eine Expedition auf den Weg, die ägyptischen und nubischen Altertümer zu erkunden. Der Weg der abenteuerlichen Reise führte durch ganz Ägypten bis an die Ufer des Blauen Nils, vorbei an unzähligen antiken Stätten, die von Lepsius und den mitreisenden Zeichnern akribisch dokumentiert wurden. Als die Expeditionsteilnehmer nach drei Jahren zurückkehrten, hatten sie nicht nur eine Schiffsladung voller Fundstücke im Gepäck, sondern, wichtiger, einen großen Schatz von Zeichnungen und Plänen. Der in den Folgejahren von Lepsius unter dem Titel "Denkmaeler aus Aegypten und Aethiopien" publizierte Expeditionsbericht sollte zu einem der grundlegenden, bis heute unentbehrlichen Werke der Ägyptologie werden.

Unter den Expeditionsteilnehmern waren außer Richard Lepsius, dem Sohn des Naumburger Landrats, noch drei weitere Naumburger: die Zeichner Max und Ernst Weidenbach und der Formgießer Carl Franke. Grund genug für das Stadtmuseum Naumburg, der Expediton eine Ausstellung zu widmen, die am 15. September um 17:00 Uhr im "Schlösschen" am Markt eröffnet wird.

Stadtmuseum Hohe Lilie - bis auf weiteres

Begegnungen - Auge in Auge mit den Stifterfiguren

stadtmuseum-naumburg-begegnungenViele Touristen kommen nach Naumburg nur um die Stifterfiguren zu sehen. Und viele von ihnen finden sich dann doch etwas enttäuscht, weil die Figuren nicht so groß sind, wie die Erwartung es wollte und weil die Figuren im Dom etwas erhöht stehen, so dass zwar die Eingebundenheit der Stifterfiguren in die großartige Architektur des Naumburger Westchores sinnlich erfahrbar wird, das erhoffte Nah-Erlebnis der Stifter  aber nicht in dem Maße zustande kommt wie erhofft. Ein Besuch im Stadtmuseum Hohe Lilie kann hier wenigstens teilweise Abhilfe schaffen. Ein kompletter Satz farbig gefasster Abgüsse der Figuren wartet dort auf die Auge-in-Auge-Begegnung mit dem Besucher und erlaubt einen Blick aus kürzester Distanz. Das Studium der Kopien kann natürlich kein Ersatz sein für die Auseinandersetzung mit den Originalen, aber eine wunderbare Ergänzung ist es gewiss: der Perspektivenwechsel erlaubt ganz neue Einsichten.

Um die Stifterfiguren herum finder der Besucher zur Zeit ein Auswahl von Bildnissen gruppiert, die ganz beiläufig das sich stetig wandelnde Bild thematisieren, das sich der Mensch von sich und seinesgleichen macht.

Stadtansichten28. April bis 8. Juli 2012 - Galerie im Schlösschen:

Ansichtssache.

Historische Blicke auf Naumburg & Bad Kösen.

- Auch wenn sich dem Historiker der Eindruck aufdrängt, dass erstaunlich wenige historische Darstellungen von Naumburg erhalten geblieben sind, so kommt doch einiges an alten Ansichten zusammen, wenn man eine Gesamtschau wagt. Das Stadtmuseum zeigt nun in seiner Ausstellung "Ansichtssache" erstmals fast den kompletten Bestand von gedruckten Stadtansichten, die sich in den Beständen des Stadtmuseums und des Stadtarchivs befinden. Über 100 Blätter mit Abbildungen von Naumburg und Bad Kösen, von Schulpforte, von Saaleck, der Rudelsburg und der Schönburg werden präsentiert, darunter einige, die bisher noch nie ausgestellt worden waren. Wer sich für die historische Entwicklung der genannten Orte interessiert, wird sich die Ausstellung nicht entgehen lassen dürfen.

Erstmals können die neuen Ausstellungsräume im "Schlösschen" (Markt 6) für eine solch umfangreiche Präsentation genutzt werden, die bisher in Naumburg aus Mangel an geeignetem Raum nicht möglich war.

Die Eintrittskarte für die Ausstellung gilt gleichzeitig für die "Hohe Lilie" (und umgekehrt).

Architekturzeichnungen in der Hohen Lilie

14. April bis 6. Mai 2012.

Mit anderen Augen: Architekten zeichnen Naumburg

- In kleinformatigen Arbeiten präsentiert die neunköpfige Künstlergruppe A+Az [Architektinnen und Architekten zeichnen] das Resultat ihrer zweimaligen Aufenthalte in Naumburg, die sie bewusst als Pleinair gestaltet haben, um sich mit dem bebauten Raum direkt und in natürlichem Umfeld auseinanderzusetzen.
Dabei erschien die Stadt Naumburg mit ihrer einzigartigen historischen Bausubstanz und die sie umgebene reizvolle Landschaft für das Projekt von besonderem Interesse. Bereits 2009 hatte die Gruppe Kontakt zur Stadt aufgenommen und konnte in den zwei darauffolgenden Jahren jeweils eine Woche lang ihre Eindrücke vor Ort zu Papier bringen.
Zusammengeführt hat die Architektengruppe, die sich dem traditionellen Freihandzeichnen verschrieben hat, das 1999 initiierte Projekt „Zeichnen auf dem Dom in Regensburg“, welches der Beginn für weitere kontinuierlich stattfindende Pleinairs mit anschließender Ausstellung war.
Bei ihrer Entdeckungsreise in Naumburg wählten sie eine skizzenhafte, kleinformatige Zeichenform, sodass in kürzester Zeit mit schnellem Strich eine räumliche Vorstellung vermittelt werden kann. Auch die von ihnen ausgewählten Arbeitsmaterialien und –techniken wie Bleistift, Pastell und Aquarell unterstützen ihre Programmatik des schnellen und spontanen Zeichnens im urbanen Raum.
Wie nun „mit anderen Augen“ die Stadt gesehen wird, zeigen die ausgestellten Architekturstudien, von denen einige Arbeiten von Schülern des Domgymnasiums stammen, die ebenso ihre Sicht auf Naumburg im Bild verarbeitet haben.
So erwartet den Besucher ein interessantes und mitunter spannungsreiches Zusammenspiel, das täglich von 10 bis 17 Uhr im Stadtmuseum betrachtet werden kann.


Die ausgestellten Zeichnungen können erworben werden. Interessenten wenden sich bitte an unsere Kontaktadresse, wir vermitteln Sie weiter.


Die Gruppe A+Az:

Thomas Braun, Erzhausen
Josef Held, Offenbach
Georg Hofferberth, Höchst i. Odenwald
Karl Johannes, Bad Vilbel
Rainer Nippert, Glashütten
Hans Pohl, Glashütten
Wolfgang Reinhart, Bad König
Heiner Roediger, Maintal-Dörnigheim
Marleen Schwamborg, Heppenheim
Manfred Sieber, Kronberg

Die Schüler des Domgymnasiums:

11. Klasse: Wenzel Hildebrandt, Marie Dorner, Tim Suske, Markus Rothe, Anna Ehrhardt, Lisa Kluge, Peter Maibaum, Victoria Böttner, Julia Sorge, Franziska Bauer, Louisa Goldstein, Sarah Schlapper, Eric Manig

7. Klasse: Claudia Braune, Rosemarie Gohlke, Tina Marcholewski, Carolin Weißelberg, Kevin Rudolph, Jakob Uhrich, Florian Thurow, Jasmin Hanke, Mona Urban, Nicolas Schwikal, Jennifer Barthel, Alexandra Borisch

Landesausstellung im Stadtmuseum

2011Postkarte180Vom 29. Juni bis zum 2. November 2011 wird im Stadtmuseum Hohe Lilie eine Abteilung der Landesausstellung "Der Naumburger Meister. Architekt und Bildhauer im Europa der Kathedralen" gezeigt. Während sich der erste Teil der Ausstellung im "Schlösschen" am Markt mit den geistigen und künstlerischen Vorbedingungen beschäftigt und der zweite, zentrale Teil im Komplex um den Dom den Weg des "Meisters" von Westfrankreich nach Naumburg und Meißen nachzeichnet, widmet sich unser Beitrag der Rezeptionsgeschichte in den letzten 200 Jahren. Den gerade erst fertiggestellten Sonderausstellungsraum haben wir zu diesem Zweck in einen Spiegelsaal verwandelt, in dessen Mitte wir unseren (bis auf Konrad) vollständigen Satz von Gipsabgüssen der Stifterfiguren zeigen. Sieben in die Spiegelwände eingelassene Nischen geben einen Überblick über die mehr oder weniger reflektierte Rezeption der Naumburger Meisterwerke durch Kunstgeschichte und populäre Medien. Ein zweiter Raum ist als eine Art Musée Sentimental gestaltet und stellt 30 kleine Geschichten vor, die vom Trivialen über das Schreckliche bis zum Kuriosen die verschiedensten Aspekte der Aneignung vorstellen.


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