20. November 2012 Vortrag im Schlösschen am Markt

"Kalotypien aus Ägypten. Ein Fotosammler auf den Spuren Richard Lepsius"

Lichtbildvortrag anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, Naumburg
Dienstag, 20. November 2012 um 18:15 Uhr Eintritt: 2,50 Euro

Moritz_Alphons_StuebelMoritz Alphons Stübel (1835-1904)Am 20. November 2012 um 18:15 Uhr referiert die Kunsthistorikerin und stellvertretende Kustodin der Universität Jena Dr. Babett Forster in ihrem Vortrag „Kalotypien aus Ägypten. Ein Fotosammler auf den Spuren Richard Lepsius“ über den sächsischen Forschungs-reisenden Alphons Stübel und dessen Konvolut an Kalotypien, die er auf seinen Reisen durch den Orient 1858, 1882 und 1890 zusammentrug. Der Geologe und Lateinamerikaforscher, der seine erste Ägyptenreise 1856-58 unternahm, gilt als einer der bedeutendsten Sammler früher Orientfotographien. Seine ungefähr 500 großformatigen Originalabzüge stammen von reisenden Fotografen oder von ortsansässigen Fotostudios aus Konstantinopel, Beirut, Kairo, Alexandria und Port Said aus der Zeit zwischen 1850 und 1890. Frau Dr. Forster präsentiert einen exklusiven Einblick in die orientalische Welt des 19. Jahrhunderts, in der Lepsius und die übrigen Expeditionsteilnehmer drei Jahre lang lebten und arbeiteten. Stübels Kalotypien des 19. Jahrhunderts aus der Zeit vor Rollfilm und Massenfotographie sind nicht nur wichtige, bislang wenig genutzte Dokumente für die Architektur, Sozial- und Kunstgeschichte des Orients, sondern erlauben einen frischen Blick auf eine längst untergegangene Zeit, noch vor oder gerade am Beginn der umwälzenden Veränderungen in den Ländern des Vorderen Orients. Ein stimmungsvoller Rahmen für die Sonderausstellung „Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien“, die das Stadtmuseum Naumburg in der Galerie im Schlösschen am Markt vom 15.09.-25.11.2012 zeigt.

6. November 2012: Dokumentarfilm zu Johannes Lepsius

„Asche und Phoenix: Johannes Lepsius – Schutzengel der Armenier“

Dokumentarfilm von Merlyn Solakhan und Manfred Blank anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Dienstag, 6. November 2012 um 18:15 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro

Johannes_LepsiusJohannes Lepsius (1858-1926)Die Dokumentation von Merlyn Solakhan und Manfred Blank beleuchtet das Verhältnis zwischen dem jüngsten Sohn des Ägyptologen Karl Richard Lepsius und den christlichen Armeniern im Osmanischen Reich. Der evangelische Theologe, Orientalist und Gründer des „Armenischen Hilfswerk“ sowie der „Deutsch-Armenischen Gesellschaft“ gilt als Patron der von den Osmanen Anfang des 20. Jahrhundert verfolgten christlich-armenischen Minderheit. Zeit seines Lebens setzte er sich gegen ihre Verfolgung ein und dokumen-tierte ihre Situation in zahlreichen kritischen Publikationen. Der Film begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit, indem er u.a. der Route der Todesmärsche der Armenier durch die Türkei und die Syrische Wüste folgt. Er beleuchtet aber auch die aktuelle Lage der Armenier in der heutigen Türkei.

23. Oktober 2012: Vortrag im Schlösschen am Markt

Blickwechsel: Nubien und der ägyptische Sudan aus der Sicht des Reiseschriftstellers Hermann von Pückler-Muskau

Lichtbildvortrag anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil - Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Dienstag, 23. Oktober 2012 um 18:15 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro

 

Pckler_altDer Offizier, Lebemann und Orientbegeisterte Hermann Fürst von Pückler-Muskau bereiste 1837 bis 1838, sechs Jahre vor C. R. Lepsius, Ägypten, Nubien und den ägyptischen Sudan. In ihrem Vortrag „Blickwechsel: Nubien und der ägyptische Sudan aus der Sicht des Reiseschriftstellers Hermann von Pückler-Muskau“ referiert die Berliner Ethnologin Frau Dr. Kerstin Volker-Saad über die persönlichen Verknüpfungen zwischen Pückler und Lepsius und zeichnet nach, wie deren Veröffentlichungen, gerade wegen ihrer unterschiedlichen Ansprüche, wertvolle Beiträge zur Erkundung Nubiens und des ägyptischen Sudans leisteten. Der Vortrag findet in der Galerie im Schlösschen am Markt in Naumburg als Begleitveranstaltung der dort vom 15.09. bis 25.11.2012 gezeigten Sonderausstellung „Von Naumburg bis zum Blauen Nil. - Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien“ statt. Der Eingang zur Ausstellung befindet sich am Hinterhaus gegenüber der Wenzelskirche.

 

2. Oktober 2012: Vortrag im Schlösschen am Markt

„Wer hier hundert Augen hätte ... –
Georg Erbkams Reiseberichte aus Ägypten und Nubien“

Lichtbildvortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Von Naumburg bis zum Blauen Nil – Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien“                                                                                                                                                                                                                 Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Dienstag, 2. Oktober 2012
Beginn: 18:15 Uhr

freier-erbkam-coverAm 02. Oktober 2012 um 18.15 Uhr stellt die promovierte Ägyptologin und ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Ägyptisches Wörterbuch an der Berlin-Branden-burgischen Akademie der Wissenschaften Dr. Elke Freier im Schlösschen ihr neues Buch über die Expeditionserlebnisse des Architekten und Feldmessers Georg Erbkam vor. Unter dem Titel „Wer hier hundert Augen hätte … – Georg Erbkams Reiseberichte aus Ägypten und Nubien“ fasst Elke Freier kuriose, merkwürdige, abenteuerliche, banale wie intime Zeugnisse des „zweiten Manns“ nach Richard Lepsius zusammen, die einen spannenden Einblick in die staubige und anstrengende Arbeit der Expeditionsteil-nehmer während ihrer Forschungsreise in Ägypten und dem heutigen Sudan (1842-1845) gewähren. In den letzten Jahren studierte die Expeditionsexpertin intensiv die Tagebücher und Briefe von Richard Lepsius und Georg Erbkam. Ihre Forschungs-ergebnisse präsentiert sie nun in ihrem Vortrag, der einen Blick hinter die Kulissen der streng organisierten Expedition gestattet. Begleitet wird die Lesung von der Ägyptologin Dr. Franziska Naether, die, wie Elke Freier, die Ausstellung im Schlösschen wissenschaftlich unterstützte. Im Anschluss an die Lesung wird die Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden geboten. Ein stimmungsvoller Rahmen für die derzeitige Sonderausstellung die das Stadtmuseum Naumburg noch bis zum 25. November 2012 zeigt.

15.09.2012 - Galerie im Schlösschen

Lepsius-Ausstellung eröffnet

Lepsius-eroeffnung020Gut 130 Gäste waren anwesend, als am Samstagnachmittag, um 17 Uhr, die Lepsius-Ausstellung im Schlösschen am Naumburger Markt durch den stellvertretenden Oberbürgermeister der Stadt Naumburg, Gerd Förster, eröffnet wurde. Winfried Schubert, Präsident des Oberlandesgerichts und des Landesverfassungsgerichts und Vorsitzender der Naumburger Lepsius-Gesellschaft, umschrieb in seiner ebenso launigen wie von profunden Kenntnissen zeugenden Rede den Rahmen, in dem sich die Beschäftigung mit einem Mann wie Lepsius heute in seiner Heimatstadt bewegen kann - und muss. Nachdem der Museumsleiter auf Anlass und Absicht der Ausstellung hingewiesen und Frau Dr. Naether aus Leipzig noch einmal kurz den Beitrag skizziert hatte, den Sie und ihre Studenten für die Erstellung einer Broschüre (noch im Druck!) geleistet haben, stellte Helmar Heyken aus Hamburg seinen Teil der Ausstellung etwas genauer vor: eine abenteuerliche Reise durch den Sudan auf den Spuren der preußischen Expedition. Tinka Bechert, Künstlerin aus Irland und Ururenkeln des Ägyptologen, umschrieb in kurzen Worten ihre Installation "Trinangulations", die in einem Nebenraum der Ausstellung (dem sog. "Amsdorf-Schlösschen") zu sehen ist. Anschließend stellten sich die Anwesenden den Fragen der Gäste, was diese ausführlich nutzten. Soweit es sich feststellen ließ, wurde der Nachmittag von den meisten Besuchern als gelungen angesehen und man wünschte der Ausstellung viele Besucher. (Was wir uns natürlich auch wünschen.)

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