6. April bis 2. Juni 2013, Galerie im Schlösschen

Dänische Malerei 1830–1910

Die Sammlung Lührs

Die dänische Malerei des "goldenen Zeitalters" und der darauf folgenden Jahrzehnte bis zu den "Skagensmalern" ist ein spannendes und bisher in unseren Breiten wenig beachtetes Kapitel der europäischen Kunstgeschichte. Der Privatsammler Wolfgang Lührs, Naumburg, hat mit Geduld und Spürsinn eine umfangreiche Sammlung dänischer Gemälde zusammengetragen, die einen schönen Überblick über die Entwicklung der Malerei jener Zeit in unserem nördlichen Nachbarland bietet.

Die Sammlung, die zwischenzeitlich beim Museum Altona eingelagert war, wurde bereits in Hamburg, Stade, Rostock und im dänischen Viborg gezeigt. Das Stadtmuseum Naumburg hat ca. 70 Gemälde ausgewählt, die vom 6. April bis 2. Juni in der Galerie im Schlösschen ausgestellt werden.

Die Ausstellung wurde am 6. April durch den Naumburger Oberbürgermeister Bernward Küper in Anwesenheit des dänischen Botschafters Per Poulsen-Hansen eröffnet.


Begleitpublikation zur Ausstellung:

Siegfried Wagner (Hg.): Dänische Malerei 1830-1910. Die Sammlung Lührs. Mit Beiträgen von Wolfgang Lührs, Kristin Gerth und Stefan Gregor. Stadtmuseum Naumburg, 2013.
110 Abbildungen, 112 Seiten, 7.00 Euro.

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Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Eintritt: 3,00 Euro (ermäßigt: 2,00 Euro; Kinder und Schüler: frei). Die Eintrittskarte gilt auch für das Stadtmuseum Hohe Lilie.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10-17 Uhr; Montag Ruhetag.

8.-23.12.12 Galerie im Schlösschen - Architekturwettbewerb

Entwürfe für die Kulturinsel

arttwb-005Die ersten Besucher zeigten sich tief beeindruckt von der Qualität der eingereichten Arbeiten.Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
8.–23. Dezember 2013 | Mittwochs 14-17 Uhr; Samstag/Sonntag 10-17 Uhr oder nach Vereinbarung


In der Galerie im Schlösschen sind ab 8. Dezember die Ergebnisse des jüngst von der Stadt Naumburg europaweit ausgeführten Architekturwettbewerbs zu sehen. Die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabenstellung hatte es dabei durchaus in sich. Von der ursprünglichen Absicht, der städtischen Bibliothek einfach nur ein neues Domizil zu errichten, war man schon seit längerem abgekommen. Seit Bibliothek, Archiv und Museum vor einigen Jahren verwaltungsmäßig zu einem Sachgebiet vereint wurden, verfolgte man auch das Ziel, diese Einrichtungen zukünftig in einem Gebäude zusammenzuführen. Die Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand: wo zur Zeit für Archiv, Bibliothek, Kinderbibliothek, Museumsverwaltung und (dies ist besonders dringlich) Magazine insgesamt sechs teils nur energetisch prekäre, teils desolate Liegenschaften unterhalten werden müssen, soll in Zukunft ein einziges, energetisch und funktional optimiertes Gebäude diese Funktionen übernehmen. Geringere Unterhaltskosten sind dabei nur eines der angestrebten Ziele. Die Zusammenführung der Einrichtungen soll auch Synergien freimachen, die es erlauben, mit dem notorisch geringen Personalschlüssel (der auch in Zukunft nicht erhöht werden wird) zusätzliche Angebote zu übernehmen. Die Bibliothek wird sich in Zukunft sicher von der Bücherausleihe wegbewegen zum Informationsmanagement, sie wird verstärkt Treffpunkt für jüngere und – angesichts der demographischen Entwicklung besonders wichtig – für ältere Mitbürger, wofür sie in viel höherem Maß als bisher eine gediegene Aufenthaltsqualität bieten muss. Auch Archiv und Museum werden ihre Sammlungen (darunter die bisher kaum zugängliche Bibliotheka Lepsiana) weiter öffnen können, werden interessierten Bürgern, Heimatforschern, Schülern und Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, direkt mit historischen Schriftstücken und Objekten zu arbeiten – und zwar in einem Maße, wie dies bisher aufgrund der inadäquaten räumlichen Verhältnisse nicht möglich ist. Didaktische Angebote für alle Altersgruppen werden dabei helfen, die städtischen Sammlungen zu einem festen Baustein der demokratischen Kultur zu machen, in der jeder teilhaben kann an der Klärung der Frage nach dem eigenen woher und wohin.


 

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Den Wettbewerbteilnehmern war diese Zielstellung wohl bewusst, doch wurde die Aufgabe noch etwas kniffliger durch die Beschaffenheit der zu bebauenden Liegenschaft. Obwohl etliche Alternativen geprüft worden waren, hatten sich Verwaltung und Gemeinderat auf das brachliegende Grundstück am Reußenplatz 6/7 geeinigt, erweitert durch das imposante barocke Bestandgebäude Nr. 6 und das genauso malerische wie ruinöse Fachwerkhaus Nr. 9. Beide historischen Bauten sollen in den Komplex integriert werden, wobei ihr Denkmalcharakter nicht beeinträchtigt werden darf – eine Aufgabe, die den teilnehmenden Büros einiges an Kopfzerbrechen bereiten musste, denn allein die unterschiedlichen Geschosshöhen der Altbauten, die heutigen Anforderungen natürlich nicht entsprechen, verlangten den Planern viel Erfindungsgabe ab.

Was sich den Mitgliedern der Jury am 9. November an Entwürfen präsentierte, zeigte denn auch, dass sich die meisten Büros intensiv mit der Aufgabenstellung auseinandergesetzt hatten und entsprechend positiv überrascht zeigten sich insbesondere die Sachpreisrichter (also der Naumburger OB, die Mitarbeiter der städtischen Sammlungen, die Vertreter der Naumburger Bürgerschaft) über die Vielfalt und die Qualität der vorgeschlagenen Lösungen.

Allerdings vermochte keiner der Entwürfe zu 100% zu überzeugen, was zum erheblichen Teil daran lag, dass sich insbesondere die Naumburger Preisrichter – aber zu deren Erleichterung durchaus auch die als Fachpreisrichter agierenden Architekten und Ingenieure – mit vielen Fassadenlösungen nicht abfinden konnten, die ihnen zu sprachlos und zu modisch-austauschbar erschienen und vielfach die Befürchtung erweckten, sie könnten schon zum Zeitpunkt, wenn das Geld für den Bau endlich akquiriert ist, hoffnungslos out of Fashion sein. (Die zur Zeit als mega-hip betrachteten erratisch verteilten Fenster wird man hoffentlich schon bald zu den architektonischen Irrwegen zählen - so der zugegeben unqualifizierte Wunsch eines Sachpreisrichters).

Die Jury unter der Leitung des Vorsitzenden der Architektenkammer Sachsen-Anhalt Prof. Ralf Niebergall entschied sich daher dafür, keinen ersten Preis, dafür aber zwei zweite Preise zu verleihen, dazu einen fast ebenso starken dritten Preis zu vergeben und eine Arbeit mit einer Anerkennung zu versehen. Zweite Preise erhielten das Büro RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, Leipzig und Thomas Müller, Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin. Der dritte Preis ging an Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin / Atelier für Architektur & Denkmalpflege, Köthen. Mit einer Anerkennung wurde das Büro Weis & Volkmann, Leipzig, bedacht.

Die drei Preisträger wurden gebeten, ihre Entwürfe anhand von Anregungen der Jury noch einmal zu überarbeiten, so dass dann im Februar 2013 anhand der modifizierten Entwürfe eine endgültige Entscheidung darüber gefällt werden kann, welcher Entwurf ausgeführt werden soll.

In der Zwischenzeit bietet sich Gelegenheit, alle Entwürfe nebst den Modellen eingehend zu studieren – für jeden, der sich für Architektur im Allgemeinen, für das Bauen in historischer Umgebung im speziellen interessiert, ein äußerst reizvolles Angebot.



 

20. November 2012 Vortrag im Schlösschen am Markt

"Kalotypien aus Ägypten. Ein Fotosammler auf den Spuren Richard Lepsius"

Lichtbildvortrag anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, Naumburg
Dienstag, 20. November 2012 um 18:15 Uhr Eintritt: 2,50 Euro

Moritz_Alphons_StuebelMoritz Alphons Stübel (1835-1904)Am 20. November 2012 um 18:15 Uhr referiert die Kunsthistorikerin und stellvertretende Kustodin der Universität Jena Dr. Babett Forster in ihrem Vortrag „Kalotypien aus Ägypten. Ein Fotosammler auf den Spuren Richard Lepsius“ über den sächsischen Forschungs-reisenden Alphons Stübel und dessen Konvolut an Kalotypien, die er auf seinen Reisen durch den Orient 1858, 1882 und 1890 zusammentrug. Der Geologe und Lateinamerikaforscher, der seine erste Ägyptenreise 1856-58 unternahm, gilt als einer der bedeutendsten Sammler früher Orientfotographien. Seine ungefähr 500 großformatigen Originalabzüge stammen von reisenden Fotografen oder von ortsansässigen Fotostudios aus Konstantinopel, Beirut, Kairo, Alexandria und Port Said aus der Zeit zwischen 1850 und 1890. Frau Dr. Forster präsentiert einen exklusiven Einblick in die orientalische Welt des 19. Jahrhunderts, in der Lepsius und die übrigen Expeditionsteilnehmer drei Jahre lang lebten und arbeiteten. Stübels Kalotypien des 19. Jahrhunderts aus der Zeit vor Rollfilm und Massenfotographie sind nicht nur wichtige, bislang wenig genutzte Dokumente für die Architektur, Sozial- und Kunstgeschichte des Orients, sondern erlauben einen frischen Blick auf eine längst untergegangene Zeit, noch vor oder gerade am Beginn der umwälzenden Veränderungen in den Ländern des Vorderen Orients. Ein stimmungsvoller Rahmen für die Sonderausstellung „Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien“, die das Stadtmuseum Naumburg in der Galerie im Schlösschen am Markt vom 15.09.-25.11.2012 zeigt.

6. November 2012: Dokumentarfilm zu Johannes Lepsius

„Asche und Phoenix: Johannes Lepsius – Schutzengel der Armenier“

Dokumentarfilm von Merlyn Solakhan und Manfred Blank anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil. Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Dienstag, 6. November 2012 um 18:15 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro

Johannes_LepsiusJohannes Lepsius (1858-1926)Die Dokumentation von Merlyn Solakhan und Manfred Blank beleuchtet das Verhältnis zwischen dem jüngsten Sohn des Ägyptologen Karl Richard Lepsius und den christlichen Armeniern im Osmanischen Reich. Der evangelische Theologe, Orientalist und Gründer des „Armenischen Hilfswerk“ sowie der „Deutsch-Armenischen Gesellschaft“ gilt als Patron der von den Osmanen Anfang des 20. Jahrhundert verfolgten christlich-armenischen Minderheit. Zeit seines Lebens setzte er sich gegen ihre Verfolgung ein und dokumen-tierte ihre Situation in zahlreichen kritischen Publikationen. Der Film begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit, indem er u.a. der Route der Todesmärsche der Armenier durch die Türkei und die Syrische Wüste folgt. Er beleuchtet aber auch die aktuelle Lage der Armenier in der heutigen Türkei.

23. Oktober 2012: Vortrag im Schlösschen am Markt

Blickwechsel: Nubien und der ägyptische Sudan aus der Sicht des Reiseschriftstellers Hermann von Pückler-Muskau

Lichtbildvortrag anlässlich der Sonderausstellung "Von Naumburg bis zum Blauen Nil - Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien"
Vortragsraum der Galerie im Schlösschen, Markt 6, 06618 Naumburg
Dienstag, 23. Oktober 2012 um 18:15 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro

 

Pckler_altDer Offizier, Lebemann und Orientbegeisterte Hermann Fürst von Pückler-Muskau bereiste 1837 bis 1838, sechs Jahre vor C. R. Lepsius, Ägypten, Nubien und den ägyptischen Sudan. In ihrem Vortrag „Blickwechsel: Nubien und der ägyptische Sudan aus der Sicht des Reiseschriftstellers Hermann von Pückler-Muskau“ referiert die Berliner Ethnologin Frau Dr. Kerstin Volker-Saad über die persönlichen Verknüpfungen zwischen Pückler und Lepsius und zeichnet nach, wie deren Veröffentlichungen, gerade wegen ihrer unterschiedlichen Ansprüche, wertvolle Beiträge zur Erkundung Nubiens und des ägyptischen Sudans leisteten. Der Vortrag findet in der Galerie im Schlösschen am Markt in Naumburg als Begleitveranstaltung der dort vom 15.09. bis 25.11.2012 gezeigten Sonderausstellung „Von Naumburg bis zum Blauen Nil. - Die Lepsius-Expedition nach Ägypten und Nubien“ statt. Der Eingang zur Ausstellung befindet sich am Hinterhaus gegenüber der Wenzelskirche.

 

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