Auf den Spuren eines Universalgenies

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Leonardo da Vincis Maschinen“

leonardo plakat a2Das Stadtmuseum Naumburg lädt immer sonntags um 15 Uhr zu Führungen durch die Sonderausstellung „Leonardo Da Vincis Maschinen“ in der Galerie im Schlösschen ein, wobei ein zeitgemäßes Gruppenführungssystem zum Einsatz kommt. Die Führung gewährt Einblicke in das Leben eines Mannes, der nicht nur Maler und Bildhauer war, sondern sich intensiv mit Wissenschaft und Technik auseinandersetzte. Seine Leidenschaft bestand darin, technischen Zusammenhängen auf den Grund zu gehen, dem Traum vom Fliegen ein Stück näher zu kommen und das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Die Teilnahme an der Führung kostet 3 Euro Aufpreis, die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

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Januar 2016 - Neuerscheinung in unserer Schriftenreihe

Zaders Naumburgische und Zeitzische Stiffts-Chronika

Johann Zaders Naumburgische und Zeitzische Stiffts-ChronikaDie Geschichte von Naumburg ist von Beginn an eng mit der von Zeitz verwoben. Naumburg verdankte seine Stadtwerdung der Verlegung des Bischofssitzes von Zeitz an die Saale, litt aber später für Jahrhunderte darunter, dass Bischof und Stiftsregierung seit dem Spätmittelalter wieder in Zeitz residierten. Die aus dieser Konstellation resultierenden Irritationen waren noch in der jüngsten Vergangenheit spürbar und harren der endgültigen Überwindung.
Dass es aber durchaus auch immer Bemühungen gab, ausgleichend zu wirken, macht Johann Zader (1612–85) deutlich. Er wirkte zuerst als Pfarrer in Zeitz (wo er auch geboren war) und dann in Naumburg und er unternahm es, die Geschichte beider Städte wie auch des umgebenden Stiftsgebietes zusammenzufassen und damit eine wertvolle Quelle für das Verständnis dieser mitteldeutschen Region in der frühen Neuzeit und weit darüber hinaus zu schaffen. Zaders Chronik wurde nach den Handschriften in verschiedenen Archiven in Zeitz und Naumburg übertragen von Karl-Heinz Wünsch und erscheint  – in Kooperation des Museumsvereins Naumburg mit dem Museum Schloss Moritzburg Zeitz – als sechster Band in der Reihe „Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte”. Das Buch hat 634 Seiten, kostet 12 Euro und ist über das Stadtmuseum Naumburg und das Museum Schloss Moritzburg Zeitz zu beziehen.

„Leonardo da Vincis Maschinen“ – die Spannung steigt …

Leonardos Maschinen - Plakat

Seit am Dienstagabend die zahllosen Exponate der neuen Ausstellung in der Galerie im Schlösschen angeliefert wurden, ist der Aufbau in vollem Gange. Die leeren Räume füllen sich wieder mit Leben und da Vincis Maschinen werden auf Hochtouren gebracht.

Am kommenden Freitag, den 22.01.2016, um 17:00 Uhr, eröffnet der Naumburger Oberbürgermeister Bernward Küper die Ausstellung, wozu alle  Interessenten herzlich eingeladen sind. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ausstellungen bietet diese nicht nur die Möglichkeit, viele Objekte zu berühren, ja sie animiert den Besucher geradezu, die nachgebauten „Maschinen“ aktiv auszuprobieren. Aus diesem Grund richtet sich die Schau an alle, die sich für Technik begeistern, gerade aber auch an jene mit etwas „Berührungsangst“ auf diesem Gebiet – dabei spielt das Alter keine Rolle, Jung und Alt sind gleichermaßen fasziniert.

Jeden Tag von 10 bis 17 Uhr (außer Montag) kann man auf den Spuren Leonardos wandeln und mit dessen seiner Zeit weit vorauseilenden Ideen unmittelbar in Kontakt treten.

Leonardos Maschinen - Ausstellung im AufbauLeonardos Maschinen - Ausstellung im Aufbau

Mehr Informationen unter: http://mv-naumburg.de/index.php/galerie-im-schloesschen

Vorschau: 23. Januar bis 24. April 2016 in der Galerie im Schlösschen

Leonardos Maschinen - FaltblattLeonardo da Vincis Maschinen

Die „Mona Lisa“ kennt wohl ein jeder, aber das, was Leonardo da Vinci wirklich faszinierte, ist vielen bisher verborgen geblieben: Seine Erfindungen und Entwicklungen von Maschinen. Die Sonderausstellung präsentiert knapp 40 Großmodelle und mehr als 30 Texttafeln zum Leben und zum Umfeld des Malers, Bildhauers, Architekten, Kunst-Theoretikers, Naturforschers und Ingenieurs „Leonardo da Vinci“.

Nur noch 17 seiner Gemälde zeugen weltweit von den Fähigkeiten Leonardo da Vincis. Sein bekanntestes, ja berühmtestes Werk hängt im Louvre von Paris. „La Gioconda“ - die Mona Lisa. Doch sah Leonardo die Malerei nicht nur als schöne Kunst – für ihn war sie auch das ideale Werkzeug zum Erkenntnisgewinn für seine Forschungen und Wissenschaften. Er war ein Genie und seiner Zeit um Jahrhunderte voraus. Als sein eigentliches Werk gelten inzwischen die Skizzen und Studien, die er Zeit seines Lebens in zahlreichen Notizbüchern niederschrieb. Viele Erfindungen, die Leonardo in diesen so genannten Codices festhielt, waren so fortschrittlich, dass sie moderne Materialien und Technologien erfordert hätten, um sie zu realisieren.

Dieses gelang erst fünfhundert Jahre später. In den vergangenen Jahren wurden maßstabsgetreue Modelle der Originalentwürfe Leonardo da Vincis entwickelt – und damit die Werke und die Schaffenskraft des Universalgenies der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Ausstellung zeigt eine präzise Gegenüberstellung der technischen Skizzen und den aus Holz gefertigten Groß-Modellen. Die Besucher erfahren in anschaulicher Weise von Leonardos Vision eines Doppelrumpfbootes, einem Kugellager oder einem Fallschirm und dürfen sich von der Funktionsfähigkeit und der Wirkungskraft der Modelle, zum größten Teil durch ausprobieren, selbst überzeugen.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Die Eintrittspreise pro Person betragen für Erwachsene EUR 6,50
(Ermäßigt EUR 5,50*), für Gruppen ab 10 Personen EUR 4,50, Schülergruppen und Kindergärten ab 10 Personen EUR 2,50 inkl. zwei Begleitpersonen frei. Zusätzlich gibt es die Familienkarte I (ein Erwachsener + max. zweiKinder bis 16 Jahre) zu einem Preis von EUR 8,00 und eine Familienkarte II (zwei Erwachsene + max. vier Kinder bis 16 Jahre) zu einem Preis von EUR 15,00.
* Schüler, Studenten, Rentner

Einladung zum Vortrag: 16.12.2015, 18:30 Uhr
Im Schlösschen, Markt 6, Naumburg


Vortrag anlässlich der Ausstellung „erfasst – verfolgt – vernichtet: Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“

Die skandalöse Nachgeschichte eines Verbrechens ...

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Vom Verschweigen zur Anerkennung der Opfer – Umgang mit der Geschichte der Krankentötungen in Deutschland zwischen 1945 und 2010
Felix M. Böcker, Naumburg

Obwohl erste Berichte über die sogenannte „Euthanasie“ schon 1946 erarbeitet wurden und der Bericht von Alexander Mitscherlich und Fred Mielke über den Nürnberger Ärzteprozess schon 1947 vorlag, ist in Westdeutschland erst in den sechziger Jahren allmählich eine Auseinandersetzung mit der Zwangssterilisierung von kranken und behinderten Menschen seit 1933 und ihrer Tötung seit 1939 in Gang gekommen. Erst 2007 hat der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ als nationalsozialistisches Unrecht geächtet, und nicht früher als 2010 hat der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde die Opfer und deren Angehörige um Verzeihung für das Leid und das Unrecht gebeten, das ihnen im Namen der deutschen Psychiatrie und von deutschen Psychiatern angetan wurde, und für das viel zu lange Schweigen, Verharmlosen und Verdrängen in der Zeit danach.

Im Vortrag soll zur Diskussion gestellt werden, warum die historische Aufarbeitung so spät begonnen hat und wie die Täter selbst den Diskurs mitbestimmt haben. Der Referent, Chefarzt der Klinik für psychische Erkrankungen am Klinikum Burgenlandkreis, hat als junger Arzt und später Zeuge der Geschehnisse einige Meilensteine des Gedenkens miterlebt und wird einige Bücher vorstellen, die ihn über vier Jahrzehnte immer wieder mit dem Thema konfrontiert haben.

 

 

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