JVA Naumburg

17. Juni 2016, Vortrag in der "Galerie im Schlösschen".

Rebellion im Stasi-Staat:

Der Rückblick eines ehemaligen politischen Häftlings in Naumburg.

Lesung am 17. Juni 2016 um 17 Uhr in der Galerie im Schlösschen.

–  Naumburg ist eine einschneidende Lebensstation in der Biographie des Berliner Kochs und Fotografen Mischa Naue. Seine Erfahrungen als politischer Häftling im DDR-Strafvollzug, aber auch in der Stasi-Untersuchungshaft in Berlin-Hohenschönhausen sowie den Freikauf und Neubeginn in West-Berlin sind Teil seines Buches "Gefangen mit Buddha", das Ende 2015 erschien.
Am Freitag, dem 17. Juni 2016 liest Mischa Naue um 17 Uhr in der Galerie im Schlösschen am Naumburger Markt. Sein Erzählband enthält Episoden aus seiner Kindheit und Jugend in Ost-Berlin. Die miniaturhaften Geschichten stammen aus dem Alltag eines jungen Menschen, der die Grenzen seiner Lebenswelt und des Systems sehr früh zu spüren bekommt. Auf der Suche nach einem eigenen Weg zu selbstbestimmtem Handeln, Glauben und Sein, gerät er in Konflikt mit kleinbürgerlichen Werten und staatlichen Autoritäten. Eigensinn und Freiheitswille bringen ihn hinter Gitter, lassen ihn aber auch unbeirrt an seiner buddhistischen Praxis festhalten, die ihn immer wieder innerlich aufrichtet.
Naue schildert seine Erlebnisse in kurzen, teils schroffen Sätzen. Seine einfache und erfrischend direkte Erzählweise ermöglicht es, seine authentische Geschichte mitzuerleben. Statt einer trockenen Chronik liefert Naue ein lebendiges zeithistorisches Dokument, das den Leser bis zur letzten Zeile fesselt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Initiative Erinnerungsort Gefängnis Naumburg und des Museumsvereins Naumburg. Sie bildet den Auftakt zum Tag der offenen Tore im ehemaligen Gefängnis Naumburg am Samstag, dem 18. Juni 2016, an dem von 11 bis 18 Uhr Besichtigungen des Hafthauses 1 im Rahmen von geführten Rundgängen mit Zeitzeugen möglich sind.

Beide Veranstaltungen sind öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Sommeraktion 2016: Geocache

Schiefe Häuser/Schräge Wohnungen.

Der Sommercache des Stadtmuseums

Wohnen in schwindelerregender Höhe, leben auf engstem Raum, residieren in altehrwürdigen Mauern  – so unterschiedlich kann ‚Wohnen‘ sein.

Das Naumburger Stadtmuseum bietet während der Sommerferien für alle Geocache-Freunde und diejenigen, die es immer schon mal ausprobieren wollten, eine GPS-gestützte Spurensuche an. Skurrile historische Wohnungen werden dabei unter die Lupe genommen und nach möglichen Hinweisen auf ihre ehemaligen Bewohner/innen durchstöbert.

Immer am Mittwoch (also am 29.06., 06.07., 13.07., 20.07., 27.07. und 03.08.) jeweils 10 - 12:30 Uhr startet die Ferienaktion an folgendem Treffpunkt:

N 51° 09.135 E 11°48.593=auf dem Markt vor der Touristinfo!

Der Sommercache richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8-18 Jahren. Eine Anmeldung ist nur erforderlich, wenn man mit einer größeren Gruppe teilnehmen möchte. Zur individuellen Terminabsprache wird um telefonische Anmeldung unter 03445/703503 gebeten. Das benötigte Material und die GPS-Geräte werden gestellt. Die Teilnahme ist kostenlos.

leonardo plakat a2Leonardos Maschinen gehen in die Verlängerung.

- Der nicht abreißende Besucherstrom spricht eine deutliche Sprache: Leonardo da Vincis Maschinen müssen noch bleiben. Aus diesem Grund wird die Ausstellung des Naumburger Stadtmuseums um zwei Wochen verlängert. Bis zum 8. Mai können Leonardos Erfindungen nun noch erforscht, erspürt und erprobt werden, um darüber einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt des italienischen Genies zu bekommen. Gerade für Schulklassen besteht durch die angebotenen Vermittlungsaktionen weiterhin die Chance, sich den Überlegungen da Vincis über ein ungezwungenes, praktisches und kreatives Erkunden der Ausstellung zu nähern. Die Galerie im Schlösschen am Markt hat täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen ohne Anmeldung finden jeden Sonntag um 15 Uhr statt. Die Anfrage nach Vermittlungsaktionen für Schulklassen nimmt das Stadtmuseum gern entgegen.

Auf den Spuren eines Universalgenies

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Leonardo da Vincis Maschinen“

leonardo plakat a2Das Stadtmuseum Naumburg lädt immer sonntags um 15 Uhr zu Führungen durch die Sonderausstellung „Leonardo Da Vincis Maschinen“ in der Galerie im Schlösschen ein, wobei ein zeitgemäßes Gruppenführungssystem zum Einsatz kommt. Die Führung gewährt Einblicke in das Leben eines Mannes, der nicht nur Maler und Bildhauer war, sondern sich intensiv mit Wissenschaft und Technik auseinandersetzte. Seine Leidenschaft bestand darin, technischen Zusammenhängen auf den Grund zu gehen, dem Traum vom Fliegen ein Stück näher zu kommen und das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Die Teilnahme an der Führung kostet 3 Euro Aufpreis, die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

 Mehr Informationen unter HIER

Januar 2016 - Neuerscheinung in unserer Schriftenreihe

Zaders Naumburgische und Zeitzische Stiffts-Chronika

Johann Zaders Naumburgische und Zeitzische Stiffts-ChronikaDie Geschichte von Naumburg ist von Beginn an eng mit der von Zeitz verwoben. Naumburg verdankte seine Stadtwerdung der Verlegung des Bischofssitzes von Zeitz an die Saale, litt aber später für Jahrhunderte darunter, dass Bischof und Stiftsregierung seit dem Spätmittelalter wieder in Zeitz residierten. Die aus dieser Konstellation resultierenden Irritationen waren noch in der jüngsten Vergangenheit spürbar und harren der endgültigen Überwindung.
Dass es aber durchaus auch immer Bemühungen gab, ausgleichend zu wirken, macht Johann Zader (1612–85) deutlich. Er wirkte zuerst als Pfarrer in Zeitz (wo er auch geboren war) und dann in Naumburg und er unternahm es, die Geschichte beider Städte wie auch des umgebenden Stiftsgebietes zusammenzufassen und damit eine wertvolle Quelle für das Verständnis dieser mitteldeutschen Region in der frühen Neuzeit und weit darüber hinaus zu schaffen. Zaders Chronik wurde nach den Handschriften in verschiedenen Archiven in Zeitz und Naumburg übertragen von Karl-Heinz Wünsch und erscheint  – in Kooperation des Museumsvereins Naumburg mit dem Museum Schloss Moritzburg Zeitz – als sechster Band in der Reihe „Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte”. Das Buch hat 634 Seiten, kostet 12 Euro und ist über das Stadtmuseum Naumburg und das Museum Schloss Moritzburg Zeitz zu beziehen.

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