Ausstellungsplakat "Der Sandmann kommt!"Ausstellungen im Romanischen Haus Bad Kösen - 8. August bis 8. November 2015

Der Sandmann kommt!

"Sandmann, lieber Sandmann"

Urlaub und freie Tage kennt er nicht, denn er weiß, dass jeden Abend Millionen von Kinderaugen auf ihn warten, die nicht enttäuscht werden wollen. Selbst kulturelle, politische oder sportliche Großereignisse im eigenen Land oder in der Welt können ihn nicht davon abhalten, pünktlich um zehn vor sieben am Abend zu erscheinen. Die Kinder wissen: Auf den Sandmann ist immer Verlass!

„Sandmann, lieber Sandmann…“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung, die vom 8. Juli bis zum 8. November im Romanischen Haus Bad Kösen zu sehen sein wird. Mit 83 originalen Fahrzeugen und Fortbewegungsmitteln vom Eselskarren bis zum Flugzeug und 134 Figuren ist sie einer der größten Ausstellungen dieser Art in Sachsen-Anhalt. Ganze Szenenplatten zeigen den Sandmann zu Besuch im Schlaraffenland, im Märchenwald oder im Orient.

Zusammengestellt wurde diese Sandmann-Ausstellung speziell für die kleinen Besucher. Ganz aus der Nähe können sie ihren Sandmann bewundern, die Trickpuppen und -tiere fast berühren und die Details an den Fahrzeugen aus nächster Nähe begutachten. Alle in der Ausstellung befindlichen Trickpuppen und -tiere, Fahrzeuge bzw. Fortbewegungsmittel, Requisiten und Dekorationsteile sind Originale und stammen aus einer der vielen Sandmann-Rahmenhandlungen bzw. Sandmannfilmen.

Die Sandmann Ausstellung ist bis zum 8. November in der Kunsthalle im Romanischen Haus täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Stadtmuseum Naumburg lädt alle Sandmannfreunde, Technikbegeisterte und Geschichtsinteressierte zur Ausstellungseröffnung am 7. August um 15 Uhr in die Kunsthalle des Romanischen Hauses Bad Kösen ein. Vielleicht erklingt auch das Sandmannlied, gesungen von den Hortkindern der Bergschule Bad Kösen.

Dezember 2014: Nach fast 60 Jahren wieder in Bad Kösen.

Hallo Heidi!

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- Ein vorweihnachtliches Präsent überließ uns vergangene Woche Sigrid Kutsche aus Jena, als sie uns für die Käthe-Kruse-Sammlung ihre Puppe übergab. Nach fast 68 Jahren trennte sich die ehemalige Bibliothekarin mit leichtem Wehmut, aber gutem Gewissen von „Heidi“, die sie im Alter von sechs Jahren von ihrer Mutter erhalten hatte.

Es sind insbesondere die Erinnerungen der Spenderin, die für uns die übergebene Puppe so besonders wertvoll machen. Die geben einen Einblick in eine schwere aber behütete Kindheit und zeigen ganz nebenbei die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen auch die Käthe-Kruse-Werkstatt in der Nachkriegszeit konfrontiert war:

„Meine Mutter bekam mit 12 Jahren ihre erste Puppe. Sie wurde 1905 geboren. In dieser Zeit - vor allem während des 1. Weltkrieges – gab es wichtigeres als eine Puppe. Ihr Vater war im Krieg und ihre Mutter musste sich mit ihren beiden Töchtern allein durchschlagen. Die Mädchen mussten beizeiten im elterlichen Papierwarengeschäft mithelfen. So war sie glücklich, als sie endlich die Puppe bekam, die sich so sehnlich gewünscht hatte. Ihr eigenes kleines Mädchen sollte dann später eine ganz besondere Puppe haben.

Wieder war eine schlimme Zeit. Der 2. Weltkrieg war gerade vorüber, das Haus zerstört, die Spielsachen unter Trümmerbergen. Es gab kaum etwas zu essen und die Kleidung für meinen Bruder und mich nähte meine Mutter aus Sachen der Familienangehörigen. Eigentlich gab es wieder wichtigeres als eine Puppe. Aber meine Mutter schrieb an Käthe Kruse und bestellte eine Puppe für mich. Sie musste dafür sogar ihre Haare opfern.

Ich erinnere mich noch daran, dass eines Tages ein geheimnisvoller, länglicher Karton ankam. Es war 1947 und ich war sechs Jahre alt. Im Begleitschreiben von Käthe Kruse war zu lesen, dass sie uns ein ‚echtes deutsches Kind‘ schickt. Nun hatte ich meine Käthe-Kruse-Puppe. Sie wurde ‚Heidi‘ genannt. Ich wurde angehalten, sie nur mit sauberen Händen anzufassen und ich durfte auch nur in der Wohnung mit ihr spielen. Zur Sicherheit nähte meine Mutter der Puppe Kleider mit langem Arm, langen Strümpfen, Mantel und Hütchen aus Stoffresten. Damit diese Sachen auch gut sitzen, verpasste sie der Puppe Schulterpolster.

sigrid-kutsche-1947-300Ich war eine echte Puppenmutter und habe meine „Heidi“ geliebt. Für meine Mutter war sie immer eine ganz besondere Puppe und für mich dadurch auch. Deshalb habe ich mich auch nicht von ihr getrennt. Sie war für mich die schönste Erinnerung an die Liebe meiner Eltern und an eine behütete Kindheit, wofür ich unendlich dankbar bin. Hin und wieder strickte oder häkelte ich ein neues Kleid. Auch Mützchen bekam sie, damit das Haar nicht einstaubte oder verblich. Mein Haar ist jetzt weiß, ihres ist noch dunkelblond. Ich habe nun meinen letzten Lebensabschnitt erreicht. Da ich keine Kinder und Enkelkinder habe, möchte ich meine Puppe an den Ort ihrer Entstehung zurückgeben.

Übrigens, die Tochter meines Bruders bekam auch eine Käthe-Kruse-Puppe, allerdings dann schon mit dem VEB-Stempel auf der Fußsohle und jetzt ist sie in Virginia/USA.“

Diese Aufzeichnungen vermitteln nur einen kleinen Eindruck davon, welchen Wert die Puppe für Frau Kutsche hat und wie durch sie ein beständiges emotionales Band zu ihren Eltern, besonders zu ihrer Mutter geknüpft wurde. In einem langen Gespräch konnten Erinnerungen an viele glückliche Kindertage ans Tageslicht befördert werden, die trotz der Kriegs- und Nachkriegswirren mit zerstörtem Heim und großer wirtschaftlicher Not als harmonisch und liebevoll beschrieben wurden.

So ist die Käthe-Kruse-Puppe nicht die einzige Puppe, die sich im Besitz von Frau Kutsche befand, denn den Eltern war viel daran gelegen, ihrer Tochter eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Dass sich die Mutter für eine Puppe aus den Käthe-Kruse-Werkstätten entschied, erklärt sich Frau Kutsche mit deren Qualitätsbewusstsein und dem Wunsch nach einem langlebigen und hochwertigen Spielzeug. Jedoch war der Erwerb eben dieser Qualitätsarbeit während der Nachkriegsjahre, in denen viele Firmen von akuten Materialsorgen betroffen waren, nicht ganz einfach. Auch die Käthe-Kruse-Werkstätten sahen sich mit einer prekären Versorgungslage konfrontiert. Oft konnten Puppen nur fertiggestellt werden, wenn die Besteller selbst die benötigten Materialien (u.a. Stoff-und Lederreste) bereitstellten. Mutter Kutsche musste deswegen einen Teil ihrer Haare opfern und nach Bad Kösen schicken, damit daraus eine Puppenperücke geknüpft werden konnte. Als die Puppe per Päckchen in Jena schließlich ankam, war die Aufregung groß.  Leider ist das Begleitschreiben bzw. die Korrespondenz zwischen Käthe Kruse und Frau Kutsches Mutter nicht mehr erhalten, sodass keine konkreten Informationen über den Preis der Puppe und über die Voraussetzungen für ihren Erwerb vorhanden sind. Denn als Frau Kutsche viele Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, dieser Briefwechsel wieder in die Hand fiel, war sie irritiert und gleichzeitig besorgt wegen der Typenbezeichnung „deutsches Kind“ (es handelt sich um eine Puppe vom Typ VIII, „das große deutsche Kind“). Sie empfand sie als „zu nationalistisch“ für den realsozialistischen Staat, in dem sie lebte, und sie entschloss sich, den Brief wegzuwerfen. Heute bedauert sie den Briefverlust, da sie Jahrzehnte später während eines Besuchs der Bad Kösener Käthe-Kruse-Puppenausstellung erkannte, dass die Sorge um die Herkunft ihrer „Heidi“ wohl unbegründet war.

Die fast sieben Jahrzehnte alte Puppe ist in einem makellosen Zustand, lediglich die Haarfarbe ist über die vielen Jahre etwas verblichen. Auf ihrer linken Fußsohle ist noch deutlich die Käthe-Kruse-Markung erkennbar und ein Teil ihrer Originalkleidung konnte ebenso bewahrt werden. Der behutsame Umgang mit ihr, auf den die Mutter so viel Wert gelegt hatte, ist aus heutiger Sicht ein sehr glücklicher Umstand. Sicher ist es für das spielende Kind nicht sehr vergnüglich, wenn Verbote das Spielen begleiten. Zurückblickend war jedoch die die Ermahnung der Mutter, mit der Puppe achtsam umzugehen, keine Belastung für die Tochter. Vielmehr blieb die dadurch hervorgerufene Wertschätzung über die ganzen Jahre bestehen. Genauso wie der intensive Dank an die Eltern für eine unbeschwerte, geborgene Kindheit, für welche die Puppe heute steht. [KG]

Mai 2014: Neuzugang in der Käthe-Kruse-Puppenfamilie.

Schlenkerchens Heimkehr.

- Vor wenigen Tagen konnten wir eine weitere Käthe-Kruse-Puppe für die Bad Kösener Puppensammlung entgegen nehmen - allein innerhalb des letzten halben Jahres war dies bereits die dritte Überlassung zur Ergänzung der Käthe-Kruse-Sammlung.

smn-frau-timm-mit-schlenkerchen-01-600Frau Thimm mit ihrer PuppeDie Bad Dürrenbergerin Isolde Thimm trennte sich leicht wehmütig, aber mit einem guten Gefühl nach über 60 Jahren von ihrer Puppe.

Ihr Großvater, so erzählte sie uns, war als Ingenieur in den Leuna-Werken tätig, und er schenkte jeder seiner vier Enkelinnen zu Weihnachten 1952 eine Käthe-Kruse-Puppe, damals der kaum erschwingliche Wunschtraum aller kleinen Mädchen. Diese Puppen blieben für alle vier Kinder zeitlebens Andenken ganz besonderer Art, denn es erwies sich bald, dass es sich nicht einfach um großzügige Weihnachtspräsente gehandelt hatte, sondern um Geschenke zum Abschied. Kurz danach hatten die Großeltern Bad Dürrenberg − und damit die DDR − nämlich verlassen und waren ins ins ferne Ludwigshafen gezogen, wo der Großvater einst hergekommen war, um den Leuna-Betrieb der BASF mit aufzubauen.

So lange die Großeltern lebten, blieb der Kontakt erhalten, obwohl er zunehmend schwieriger wurde. Der Vater der vier Mädchen war im Krieg geblieben und die Mutter überlegte immer wieder, ihren Eltern nach Ludwigshafen zu folgen, vertagte die Entscheidung aber eins ums andere Mal, weil sie ihren Töchtern den Wechsel während der Ausbildung nicht zumuten wollte. Als schließlich die Mauer gebaut wurde, hatten sich alle Gedanken an eine Ausreise erledigt. Dank eines DDR-Kontos, auf das Lizenzgebühren aus seinen Patenten überwiesen wurden, konnte der Großvater die Dürrenberger Familie aber weiterhin auch finanziell unterstützen. Für sie und ihre Schwestern bildeten die Käthe-Kruse-Puppen ein dauerhaftes, emotionales Band zu den geliebten Großeltern, so erinnerte sich Frau Thimm.

Gekauft wurden die Puppen damals in einem Stoffgeschäft in Bad Dürrenberg. Wir können nur vermuten, warum dies so war: Wir wissen, dass Käthe Kruse in Bad Kösen während der Nachkriegsjahre große Probleme hatte, die Rohstoffe für die Puppenproduktion in ausreichenden Mengen zu beziehen. Oft kam es vor, dass sie Bestellungen nur bedienen konnte, wenn die Auftraggeber das Material zumindest teilweise stellten, insbesondere die für die Puppenkleidchen benötigten feinen Stoffe. Man darf daher vermuten, dass das Bad Dürrnberger Stoffgeschäft seine Reste nach Bad Kösen lieferte und dafür im Gegenzug einige Puppen erhielt.

smn-frau-timms-schlenkerchen-01-600Eine Puppe mit Biographie und Charakter

Frau Thimm nannte ihre Puppe seit ihrer Kindheit einfach das "Schlenkerchen". Die Kruse-Puppe dieses Namens sah allerdings etwas anders aus, wir haben es in diesem Fall tatsächlich mit dem Modell XIII zu tun, einer 1931 kreierten Mischform, bestehend aus dem Kopf der berühmten Kruse-Puppe Nr. I und dem auf 35 Zentimeter verkleinerten Körper des Models "Du Mein". In Anlehnung an das nur ein Jahr zuvor konzipierte "Notstandskind" (später "Glückskind" bzw. "Hampelchen" genannt) war auch diese Puppe das Ergebnis einer vereinfachten Herstellungsweise, um die Produktion auch unter schwierigen Bedingungen (die Weltwirtschaftskrise war auf ihrem Höhepunkt) aufrecht erhalten und gleichzeitig mit günstigeren Preisen reagieren zu können.

Leider ist die Markung der Puppe auf der linken Fußsohle nicht mehr erkennbar, so dass nicht sicher festzustellen ist, ob sie noch zu den letzten Exemplaren gehörte, die in den bis 1950 von Käthe Kruse geleiteten Werkstätten produziert wurden. Es könnte auch sein, dass es sich bereits um eine Anfertigung des treuhänderisch verwalteten Betriebes handelt, der bis 1952 Bestand hatte und anschließend – nach der endgültigen Enteignung der Firmengründerin – in den VEB Puppenwerkstätten Bad Kösen überführt wurde. So kann ihr Entstehungszeitraum mit Hilfe der Angaben ihrer einstigen Besitzerin zwar um 1950 angesetzt werden, eine genaure Datierung bleibt allerdings einer zukünftigen genaueren Untersuchung vorbehalten.

Der Zustand unserer Puppe ist so gut, wie man es sich nur wünschen kann von einem 62 Jahre alten Spielzeug, das auch intensiv als solches benutzt wurde. Natürlich wurde die Puppe nicht immer nur gehätschelt und umsorgt, sie musste durchaus auch rabiatere Spieleinsätze überstehen, einige Abplatzungen an Kopf und Gesicht zeugen davon. Bei einer handfesten Auseinandersetzung mit der älteren Thimm-Schwester verlor das "Schlenkerchen" schließlich sogar seinen Kopf. Dieser wurde wenig später durch einen Leipziger "Puppendoktor" wieder angenäht, allerdings kam sie von dort mit neuen Kleidern, einem etwas verformten Kopf und so perfekt herausgeputzt zurück , dass die kleine Besitzerin erst einmal mit einem entsetzten Ausruf "das ist nicht meine Puppe" reagierte. Die alten Kleider konnten wieder angezogen werden, der verformte Kopf aber blieb und erinnert noch heute an den schwesterlichen Zank, der ohne diese Spur sicher längst vergessen wäre.

Es zeigt sich an dieser einfachen Puppe also sehr schön, wie auch in einem zunächst unscheinbaren Spielzeug die Fäden der persönlichen Erinnerung mit denen der großen Politik (die "Republikflucht" des Großvaters, der Trennung der Familie) und der Wirtschaftsgeschichte (die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der "Käthe-Kruse-Werkstätten" kurz vor der Enteignung) untrennbar verwoben sind.

Für unsere Sammlung stellt daher Frau Thimms nach so langer Zeit nach Bad Kösen zurückgekehrtes "Schlenkerchen", gerade wegen seiner spannenden "Biographie", eine höchst willkommene Bereicherung dar. Es wird mit Sicherheit  in der Dauerausstellung im Museum Romanisches Haus einen Platz finden, sobald die Voraussetzung für eine Neugestaltung erfüllt sein werden.

KG/SW

smn-plakat-60-jahre-kkv-400Ab 15. November 2014: Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen

60 Jahre! Und kein bisschen leise. - Karneval in Bad Kösen

Diesen November wird der Kösener Karnevalsverein (KKV) 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat er in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Naumburg eine Ausstellung vorbereitet, um aufzuzeigen wie ideenreich, bunt und fröhlich der KKV in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten Tausende von Gästen in seinen Veranstaltungen unterhalten hat. Dabei versucht die Sonderschau das Phänomen Karneval aus kulturgeschichtlicher Perspektive näher zu beleuchten und gibt gleichzeitig Einblicke in die 60jährige Vereinsgeschichte des Kösener Karneval.

Neben Filmsequenzen von Karnevalsveranstaltungen berichten Zeitzeugen von der närrischen Zeit und lassen den Besucher an ihren Erinnerungen teilhaben. Zusammen mit den zahlreichen durch Vereinsmitglieder zusammengetragenen Objekten wie Kostüme, Fotos und Requisiten zeigt die Ausstellungmit einem „Augenzwinkern“, dass Karneval durchaus auch als „ernste Angelegenheit“ verstanden werden kann.

Ab 5. Oktober 2013: Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen.

Kindheit ist ein Kinderspiel. Über Lust und Last der frühen Jahre.

stadtmuseum-naumburg-plakat-kindheit-2013.jpgIst Kindheit wirklich ein Kinderspiel? Unsere Ausstellung im Museum Romanisches Haus beschäftigt sich mit dieser Frage. Allzu leicht wird im sentimentalen Rückblick vergessen, dass die Kindheit eines Jeden durchaus auch ihre schwierigen Momente hatte. Allzu leicht vergisst man auch, dass "Kindheit" kein zeitloses Naturphänomen ist, sondern eine historische Erscheinung, die von ganz bestimmten sozialen Konstellationen definiert wird. Die Ausstellung versucht eine Annäherung an die Fragen, die sich unweigerlich auftun, wenn man sich mit Kindheitsgeschichte beschäftigt. Zahlreiche Ausstellungsstücke veranschaulichen die Komplexität des Themas und sollen dem Besucher helfen, zu eigenen Fragen und Antworten zu kommen.

Die Ausstellung - ein small-budget-Projekt - ist als erste, vorsichtige Annäherung an das Thema gedacht, das unsere umfangreiche Ausstellung von Käthe-Kruse-Puppen ergänzen und abrunden soll. Sie wird mit der Zeit anwachsen, sowohl was die Anzahl der Ausstellungsstücke angeht als auch was ihre thematische Bandbreite betrifft und mittelfristig mit der Käthe-Kruse-Ausstellung verschmelzen. Das Konzept von Kindheit an der Schwelle zum Zeitalter der Moderne - für dessen offene Fragen Käthe Kruses Wirken symtomatisch steht - wird dann einen der thematischen Schwerpunkte der Ausstellung bilden.

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