14. Oktober 2012 bis 30. Januar 2013

AUGEN:BLICKE - Fotos von Danilo Böhme.

rh-boehme-plakat-2012-400- Mehr als 100 Aufnahmen wanderten in den elektronischen Papierkorb, bis endlich der auf dem Ausstellungs-Plakat abgebildete Marienkäfer in der richtigen Position war, die Schärfentiefe stimmte und das Tier die leuchtend roten Flügel­decken (mit den berühmten schwarzen Punkten) spreizte, um seine filigranen Flügel zu entpacken. Bruchteile von Sekunden später hatte der Käfer abgehoben und das Motiv war entschwunden. Danilo Böhme ist ein Meister der Natur­fotografie, er hat das Auge und den Blick, den man braucht, um den Augen­blick zu nutzen und jene flüchtigen Bilder einzufangen, die man, wenn man nicht mit dieser großen Gabe ausgestattet ist, einfach übersieht.

Die Ausstellung im Romanischen Haus Bad Kösen / Kunsthalle zeigt eine große Anzahl solcher wunderbaren Fotos aus den letzten Jahren, die in verschiedene Themenblöcke gegliedert sind. Dabei reicht das Spektrum von einer Serie technisch brillianter Makroaufnahmen über einfühlsame Naturstudien bis hin zu farbenprächtigen Reportagefotografien aus dem südlichen Afrika.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 14. Oktober um 11 Uhr statt. Selbstverständlich sind alle Interessierten eingeladen.

Mehr über Danilo Böhme finden Sie auf seiner Internetseite.

museumspaedagogikAugust 2012 - ferienprogramm für Kinder

Zu Gast bei Urmel und seinen Freunden

Das Stadtmuseum Naumburg lädt zu einem bunten Sommer(ferien)programm ein

Ihr wollt Urmel, Schusch, Professor Habakuk Tibatong näher kennenlernen und mehr über ihren Erfinder, den Kinderbuchautor Max Kruse erfahren? Dann laden wir euch herzlich zu einem circa zweistündigen Programm in die Kunsthalle nach Bad Kösen ein. Begleitend zu der Ausstellung „Urmel, Wutz und Tintenklecks – Max Kruse zum 90. Geburtstag“ hat das Stadtmuseum Naumburg ein museumspädagogisches Ferienangebot vorbereitet, das sich an alle interessierten Kindergarten- und Grundschulkinder richtet.

Zusammen wollen wir in der Ausstellung den Kinderbuchautor und seine phantasievollen Geschöpfe kennenlernen, um anschließend angeregt durch einen kurzen Lesebeitrag, eigene Geschichten zu erfinden. Abgerundet wird unser Erfinderreichtum mit einer „tierischen“ Bastelstrecke, bei der einige von Max Kruses Figuren gestaltet und mit nach Hause genommen werden können.

25. März bis 10. Juni 2012

Im Rhythmus der Jahreszeiten

Fotos von Christian Kupfer

kupfer-plakat-400Kaum ein Naumburg-Buch der letzten vier Jahrzehnte, in dem sich nicht das eine oder andere Bild von Christian Kupfer findet. Nun hat der Diplom-Fotograf eine Auswahl von Ausnahmen der letzten Jahre zusammengestellt, die er unter dem Titel "im Rhythmus der Jahreszeiten" in der Kunsthalle Bad Kösen zeigt. Es sind Aufnahmen, die in der mehr beiläufigen, unbefangenen Begegnung mit der sich unentwegt wandelnden Natur entstanden sind, ganz ohne übertriebenen Gestaltungswillen oder technische Rafinessen.

Plakat Max Kruse zum 90. Geburtstag

17. Juni bis 30 September - Museum Romanisches Haus Bad Kösen

Urmel, Wutz und Tintenklecks - Max Kruse zum 90. Geburtstag

Mit einer schier unübersehbaren Anzahl von Publikationen ist Max Kruse einer der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautoren der zurückliegenden 60 Jahre. "Urmel aus dem Eis" und "Der Löwe ist los" sind nur zwei seiner bekannteren Werke, die zumindest in der Fassung der "Augsburger Puppenkiste" zum Erinnerungsschatz aller gehören, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Kind waren oder mit Kindern zu tun hatten. Anlässlich seines 90. Geburtstages zeigen wir im Romanischen Haus in Kruses Geburtsort Bad Kösen eine Ausstellung zu Leben und Werk Max Kruses, dem als Sohn der Puppengestalterin Käthe Kruse und des seinerzeit hochberühmten Bildhauers Max Kruse das künstlerische Talent quasi in die Wiege gelegt wurde. Gezeigt werden neben persönlichen Dokumenten, Buchillustrationen verschiedener Künstler, Marionetten und natürlich eine Vielzahl von Büchern. Selbstverständlich ist die Ausstellung so gestaltet, dass für alle Altersgruppe, ganz besonders aber auch für Kinder, etwas geboten wird.

Ein museumspädagogisches Angebot richtet sich an Kindergruppen, speziell Kindergarten- und Hortkinder.

Facelift für das Romanische Haus (Teil 1)

romanisches-haus-2012-10Seit einem guten halben Jahrhundert (!) hatte sich an der Dauerausstellung des Romanischen Hauses in Bad Kösen nichts geändert. Sie präsentierte sich weitgehend unverändert so, wie sie von Jochen Gericke, dem ehemaligen Leiter des Museums, eingerichtet war: weitgehend sachlich, für DDR-Verhältnisse eher ideologiearm. Dennoch wurde der Besucher mit einer Tafel über die "Klassenstruktur des 13. Jahrhunderts" begrüßt, durfte sich das obligatorische Bauernkriegsensemble zu Gemüte führen und sich über die "deutsch-russische Waffenbrüderschaft" freuen. Das alles war - wie sollte es anders sein - auf natürlichem Wege patiniert, Tafeln und Vitrinen marode. Seit (mindestens) zwanzig Jahren wartete das Museum auf eine größere Summe, die für eine Generalüberholung notwendig wäre, die aber bisher nicht kam und deren Kommen in der näheren Zukunft ungewiss (aber doch erhofft) ist.

Wir haben uns nun entschlossen, nicht weiter zu warten und zur Tat zu schreiten. Nachdem wir im letzten Jahr bereits das Obergeschoss geräumt haben (um dort ein provisorisches Magazin einzurichten, was nicht alle Museumsfreunde nachvollziehen wollten), musste nun zum Jahreswechsel auch die Ausstellung im Erdgeschoss weichen: sie wurde komplett entfernt. Für eine Übergangszeit wird in den nächsten Wochen eine provisorische Dauerausstellung eingerichtet, die den ausgestellten Objekten einen etwas zeitgemäßeren Rahmen bieten wird. Zwar stehen für diese Interimslösung keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung, doch konnten wir einen Teil der für die Landesausstellung "Der Naumburger Meister" hergestellten Vitrinen für das Bad Kösener Museum sichern, so dass auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung der Präsentation erwartet werden darf. Allen Freunden des Bad Kösener Museums (und denen, die es noch werden wollen) kann nur empfohlen werden: schauen Sie im Frühjahr mal wieder herein und lassen Sie sich überraschen...

(Fortsetzung folgt)

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