Wir suchen Objekt-Paten!

Unterstützen Sie uns bitte bei der Restaurierung von Graphiken aus dem Nachlass Max Klingers und übernehmen Sie eine Objektpatenschaft.

Im Jahr 2008 erhielt die Stadt Naumburg als Ergebnis einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung einen (geringen) Teil der seit den 70er Jahren verschollenen Ausstattung des Klinger-Hauses zurück. Einige dieser Objekte wurden nun in die Dauerausstellung des Klinger-Hauses integriert, darunter ein bisher unbekanntes Gemälde von der Hand Max Klingers (”Doppelakt“) und einige seltene Drucke.

Fast alle Neu-Zugänge tragen die Spuren der schlechten Verhältnisse, die sie durchlitten haben, und weisen Schäden wie Wasser-, Stock- und Schmutzflecken auf, einige sind durch Knicke und Einrisse gezeichnet.

Durch eine großzügige Spende des Weinguts Herzer, Rossbach, konnten das Gemälde und einige andere Stücke bereits restauriert werden. Für die grafischen Blätter konnten Restaurierungsmittel bisher nicht gewonnen werden.

Die aktuelle Ausstellung im Klinger-Haus ist daher auch ein Appell an die Liebhaber der klingerschen Kunst, das Museum bei der Restaurierung durch Spenden oder die Übernahme von Objektpatenschaften zu unterstützen.

Da viele Schäden an den ausgestellten Grafiken durch die Passepartouts verdeckt werden, zeigen wir hier einen Teil der Blätter, um das Ausmaß der Schäden zu verdeutlichen.

Falls Sie Intersse an einer Patenschaft haben, bitte wenden Sie sich an uns per Email. Die Kosten für die Restaurierung liegen bei ca. 140 Euro pro Blatt (nach dem Kostenvoranschlag des Restaurators). Das erste Konvolut von Blätter soll im Juni bearbeitet werden.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern und Förderern.


»Doppelakt«
Max Klinger, Öl auf Leinwand, 85,3 x 65,5 cm; unsign., unvollendet.
Das Gemälde hing nachweislich ungerahmt im Schlafzimmer der Eheleute Johannes und Ella Hartmann, den Klinger-Erben, im Großnenaer Weinberghaus und ist jetzt nachdem es längere Zeit "verschollen" war, wieder dorthin zurückgekehrt.

Patenschaft: Weingut Herzer, Großjena.

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»Zweite Zukunft«

Opus III »Eva und die Zukunft«, Blatt 4
1880, Radierung und Aquatinta.

Patenschaft: Ottmar Contzen, Köln.

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»Entführung«
Max Klinger, Opus V »Ein Handschuh«, Blatt 9
1878 - 1881, Radierung und Aquatinta

Patenschaft: Manuela Henkel-Ernst, Arnstadt.

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»Tod«
Max Klinger, Opus X »Eine Liebe«,  Blatt 10
1887, Radierung, Stich und Aquatinta

Patenschaft: Mario Friedel, Naumburg.

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»Secession«
Max Klinger, Umschlagtitel, 1893, Radierung, Stich, Aquatinta und Schabkunst.
Das 1893 entstandene Blatt zitiert ausschnitthaft das Gemälde Jules Lefebvres »La Verité«, eine Allegorie der Wahrheit. Klinger schuf die Grafik in verschiedenen Techniken (Radierung, Stich, Aquatinta und Schabkunst) für das Werk »Secession MDCCCXCIII. Eine Sammlung von Photogravüren nach Bildern und Studien von Mitgliedern des Vereins Bildender Künstler Münchens.«

Patenschaft: Dr. Hans-Georg Ahrens, Braunschweig.

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»Zeit und Ruhm«
Max Klinger, Opus XIII »Vom Tode Zweiter Teil«, Blatt 11
1898, Stich

Patenschaft: Daniela Jakob, Goseck

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»Die Burg am Meer« nach Arnold Böcklin«
Max Klinger, 1890 [?], Radierung und Aquatinta
Zu dieser Radierung ließ sich Klinger von einem Gemälde des Schweizer Malers Arnold Böcklin (1827 - 1901) inspirieren. Böcklins spätromantische Villen- und Ruinendarstellungen waren von melancholischer Stimmung geprägt, die sich im symbolistischen Spätwerk zu düsterem Ernst mit depressiven Zügen steigerte.
Der seltene Druck befand sich in Klingers Privatbesitzt und hing bis Ende der 1950er Jahre im Klinger-Haus.

Patenschaft: Dr. Albrecht Kiel, Konstanz.

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»Die Quelle« nach Arnold Böcklin«
Max Klinger, 18890, Radierung und Stich
Eine von insgesamt fünf Radierungen, die Klinger nach Gemälden Arnold Böcklins (1827 - 1901) anfertigte, von dem er wesentliche Anregungen empfangen hatte. Das Vorbild zur “Quelle” war Böcklins Brustbild einer “Flora”, das sich in Klingers Besitz befand.

Patenschaft: Daniela Jakob, Goseck

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»Bildnis Friedrich Nietzsche«
Hans Olde, um 1900, Radierung mit handschriftlicher Widmung für Max Klinger.
Das Bildnis des kranken Friedrich Nietzsche gehört zu den bekanntesten Radierungen des Malers und Graphikers Hans Olde (1855-1917). Als Vorlage für seine Radierungen dienten Photographien, die Olde von Nietzsche während dessen Krankheit angefertigt hatte.
Klinger nutzte die Arbeiten Oldes als Vorlage für seine Nietzsche-Büsten, mit deren Anfertigung ihn Elisabeth Förster-Nietzsche beauftragt hatte.

Patenschaft: Susanne und Sven Heinisch, Naumburg.

nietzsche

»Bildnis Louis Meder«
Max Klinger, 1916, Radierung
Der Kunsthändler Louis Meder ( 1848-1924) gehörte zu den engsten Freunden Klingers und besaß einen Weinberg direkt neben Klingers Grundstück in Großjena. Er war Inhaber der renommierten Berliner Kunsthandlung Amsler & Ruthardt, die sich um den Verlag und Vertrieb von Klinger-Graphiken verdient gemacht hat. Zum Dank schuf Klinger 1912 ein geätztes Bildnis Meders.
Die sepiafarbene Radierung aus dem Jahre 1916 muss ein persönliches Geschenk für Meder gewesen sein, denn es gelangte, versehen mit einer persönlichen Widmung Meders, zurück in den Besitz Klingers. Aus der Widmung geht hervor, dass der Kunsthändler es 1919, anlässlich der Vermählung Klingers mit Gertrude Bock, seinem Freund als Andenken überreichte.

Patenschaft: Frau Dr. Beate Meder-Trost.

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»Bildnis Max Klinger«
Ismael Gentz, 1888, Heliogravüre
Das Portrait Max Klingers gehört zu einer Serie von gezeichneten Bildnissen berühmter Zeitgenossen, die der Maler und Graphiker Ismaël Gentz(1862-1914) 1888/ 89 anfertigte. Seine Portraitzeichnungen sind teils als Lithographien und Radierungen, meist aber photomechanisch reproduziert worden.
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»Venus Anadyomene« (Meereszug)
Max Klinger, 1915, Radierung und Aquatinta.
Die »schaumentstiegene« Venus gehört zu den Alterswerken Klingers. Wie bei vielen Spätwerken stand auch für diese Arbeit Gertrud Bock Modell. Als neue Muse inspirierte sie den alternden Künstler, dessen Schaffenstrieb sich an der strahlenden Jugend Gertruds neu entzündete.

Patenschaft: Angela und Jens Loidolt, Willmanns.

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»Urkunde zur Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik«
Max Klinger, Radierung, 1915, 1. Zustand, 4. Druck
Die Urkunde entwarf Klinger für die Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik, die 1914 in Leipzig zum erstenmal veranstaltet wurde.
Während seiner Arbeit an der Urkunde fertigte Klinger mehrere Zustandsdruck an.

Patenschaft: Dr. Jens Metzdorf, Neuss

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»Märztage II«
Max Klinger, Opus IX »Dramen«, Blatt 9 (unvollendet)
1882/ 83, Aquatinta
Der unvollendete Druck ist eine Seltenheit. Er zeigt den Zustand der Grafik vor der Bearbeitung mit der Radiernadel. Lediglich die Flächen sind mittels Aquatinta modelliert.
maerztage
»Sommernachmittag«
Max Klinger, Opus VII »Vier Landschaften«,
Blatt 4
1883, Radierung und Aquatinta
Das Motiv für den seltenen Druck fand Klinger in Böhlitz-Ehrenberg bei Leipzig.

Patenschaft: Tatjana und Heino Alpers, Wiesbaden.

Max Klinger, Sommernachmittag
»In Flagranti«
Max Klinger, Opus IX »Dramen«, Blatt 1
1883, Radierung

Patenschaft: Marianne Shoman, Zürich.

Max Klinger, In Flagranti

»Erwachen«
Max Klinger, Opus X »Eine Liebe«,  Blatt 8
1887, Radierung und Stich

Patenschaft: Bernhard Grundmann, Aachen.

erwachen

»Auf den Schienen«
Max Klinger, Opus XI, »Vom Tode Erster Teil«, Blatt 8, 1889, Radierung und Aquatinta

Patenschaft: Dorette Wesemann, Leipzig.

Max Klinger: Auf den Schienen

»Max Klingers Grabstätte«
Hanns Langenberg, 1920, Tuschezeichnung

Diese Zeichnung fertigte der Maler, Holzbildhauer und Illustrator Hanns Langenberg kurz vor der feierlichen Beerdigung Max Klingers am 8. Juli 1920 an.

Patenschaft: Mario Friedel, Naumburg.

Hanns Langenberg: Klingers Grabstätte

»Märztage I«
Max Klinger, Opus IX, »Dramen«, Blatt 8, 1883, Radierung und Aquatinta

Eine aufgebrachte Menschenmenge hat sich  auf einem Platz in Berlin versammelt und kämpft um politische Freiheiten im Sinne demokratischer Reformen.

Patenschaft: Angela und Jens Loidolt, Willmanns.

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»Herrscher«
Max Klinger, Opus XIII, »Vom Tode Zweiter Teil«, Blatt 2, 1910, Radierung

Patenschaft: Angela und Jens Loidolt, Willmanns.

 

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»Max Klinger auf dem Totenbett«
Paul Horst-Schulze, 1920, Lithographie

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»Eine Mutter II«
Max Klinger, Opus IX »Dramen«, Blatt 4,
1883, Radierung und Aquatinta

Patenschaft: Gabriela Aust, Leipzig.

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»Eine Mutter III«
Max Klinger, Opus IX »Dramen«, Blatt 5,
1883, Radierung

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»Märztage III«
Max Klinger, Opus IX, »Dramen«, Blatt 10
1883, Radierung und Aquatinta

Patenschaft: Angela und Jens Loidolt, Willmanns.

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»Im Feldzug 1914 starb den ehrenvollen Tod fürs Vaterland«
Max Klinger, Gedenkblatt
1914, Radierung und Aquatinta

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»Mittag«
Max Klinger, Opus VII, »Vier Landschaften«, Blatt 10, 1883, Radierung

Patenschaft: C. René Hirschfeld und Korvin Reich, Berlin.

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»Auf den Schienen«

Max Klinger, Opus XI, »Vom Tode Erster Teil«, Blatt 8, 1889, Radierung und Aquatinta