Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2012 zwölf ordentliche Mitglieder, dreizehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 30 Mitglieder. Mit Frau Gerth, Frau Hoffmaier und Frau Lenke haben drei neue Mitglieder in diesem Jahr gewonnen.

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2012 folgende Aktivitäten:

Im November vergangenen Jahres erhielten wir von der Sparkassenstiftung des Burgendlandkreises eine Zusage über 4.000,-€ für die Anschaffung einer Münzvitrine, in der der im Jahr 2006 in der Jakobsstraße ausgegrabene Münzschatz zukünftig präsentiert werden soll. Diese ist vom Museumsverein Ende Oktober 2012 bei der Firma Rothstein in Auftrag gegeben worden. Wir hoffen, dass wir die Fördermittel bis zum Ende diesen Jahres abrufen werden. Weitere 3.000 € stehen uns von der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg für den Druck des fünften Bandes „Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte“ zur Verfügung. Dieser ist in Arbeit und soll spätestens im Frühjahr nächsten Jahres in den Druck gegeben werden. Für ein weiteres Projekt im museumspädagogischen Bereich erhielten wir bereits vor zwei Jahren Fördermittel in Höhe von 3.000€. Diese werden wir für die Aufstellung einer Medienstation in der Hohen Lilie verwenden. Spielerisch soll darauf Kindern und Jugendlichen die Geschichte des Hauses und der Stadt vermittelt werden. Erste konzeptionelle Arbeiten sind in den ersten Monaten des Jahres 2013 geplant.

Im Januar 2012 wurde dem Stadtmuseum Naumburg der Grafikzyklus „Vom Tode. Zweiter Teil“ von Max Klinger (Opus XI) angeboten. Diesen hat der Voreigentümer Claus Bingemer schließlich dem Museumsverein Naumburg als Schenkung überlassen. Als Dauerleihgabe steht dieser Grafikzyklus nun dem Stadtmuseum Naumburg zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Anfang November 2012 ist dem Stadtmuseum Naumburg ein Lepsius-Gemälde des Porträtmalers Gustav Schultze-Naumburg geschenkt worden. Der Museumsverein unterstützt die Restaurierung des Gemäldes und wirbt um Spenden. 80€ sind bisher auf unserem Konto eingegangen. Wann und ob eine Restaurierung möglich sein wird, ist im Moment nicht abzuschätzen.

Der Museumsverein hat seit Mai 2012 ein zweites Konto bei der Sparkasse Burgenlandkreis (ohne Kontoführungsgebühren). Die Mitgliedsbeiträge sollen auch zukünftig auf das Konto bei der Deutschen Bank eingezahlt werden.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2012 folgende Veranstaltungen organisiert:

Am 25. Mai 2012 trafen sich auf Initiative unseres Museumsvereinsmitglieds Max Rademacher die Museumsvereinsmitglieder, um ein Stück auf der "Alten Straße" (teilw. die ehem. sächsische Poststraße) Richtung Schönburg zu wandern. Auf unserem Weg, der auch ein Stück des Mühlenwanderweges einschloss, berichtete uns Herr Rademacher Wissenswertes zum Dorf Kroppen, der Weichau, der Sächsischen Poststraße, dem Heimatforscher Paul Röhrborn u.v.m. An der Kroppentalmühle angekommen, ging es weiter über die Weichau und dem "Panischen" Haus zur Gaststätte "Neue Welt" und endete schließlich beim Felsenkeller mit einem gemütlichen Kaffeetrinken. Die Wanderung ist von den Vereinsmitgliedern gut angenommen worden (circa 15 Teilnehmer).

Da das Sommerfest in diesem Jahr entfiel, luden wir am 28. September zum Herbstcafé ins Max-Klinger-Haus ein. Bei Kaffee und Kuchen saßen wir gemütlich in der Veranda beisammen, allerdings lediglich zu siebent.

Ein letzter Ausflug ging am 30. November nach Weißenfels ins Heinrich Schütz Haus. Dieses ist nach umfangreichen Rekonstruktions- und Restaurierungsarbeiten seit Oktober 2012 wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Die Leiterin des Heinrich Schütz Hauses Frau Rucker führte uns durch die neue Dauerausstellung auf insgesamt drei Etagen. Im Dachgeschoss befindet sich heute das Herzstück des Hauses, die Komponierstube von Heinrich Schütz. Leider nahmen auch an diesem Ausflug relativ wenige Museumsvereinsmitglieder teil.

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Grafiken konnten in diesem Jahr weitere drei Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Auf der Internetseite des Stadtmuseums sind sämtliche restaurierte Blätter mit ihren Objektpaten verzeichnet, darunter 10 Blätter die noch auf einen Objektpaten warten.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr wieder stark gestiegen von 11 Teilnehmern im Jahr 2011 auf 21 Teilnehmer im Jahr 2012. Wir hoffen, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren weiterhin an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz zunehmen werden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.