Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2011 neun ordentliche Mitglieder, vierzehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 28 Mitglieder.

Aktivitäten im Jahr 2011

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2011 folgende Aktivitäten:

Durch die Einbindung einiger Mitglieder in die Vorbereitung der Landesausstellung, konnte die Kulturnacht aus zeitlichen Gründen nicht organisiert werden.
Für den Druck der Broschüre „Kurze Nachricht über die Merkwürdigkeiten der Domkirche“ von Johann Karl Schoch erhielt der Museumsverein von der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg im letzten Jahr eine zweckgebundene Spende in Höhe von 3.000 Euro. Bei dieser Schrift handelt es sich um eine Beschreibung des Domes aus dem Jahre 1773. Johann Karl Schoch war zu dieser Zeit Küster am Dom zu Naumburg. Die durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch und Herrn Dr. Siegfried Wagner übertragene Schrift wurde im Mai 2011 in einer Auflage von 200 beim Unternehmen Breitschuh & Kock GmbH in Druck gegeben und wird seitdem über den Museumsshop des Stadtmuseums Naumburg zum Preis von 18 € vertrieben.

Weiterhin konnte der Druck der eigens für die Landesausstellung durch Herrn Dr. Jens-Fietje Dwars und Herrn Dr. Siegfried Wagner erarbeiteten Broschüre „Fortgesetzte Spiegelungen. Bilder und Geschichten zur Entwicklung..." über den Museumsverein Naumburg realisiert werden. Die Druckkosten beliefen sich auf 4279 €. Die Broschüre in einer Auflagenhöhe von 2000 Stück wurde während der Landesausstellung über das Stadtmuseum Hohe Lilie, über ansässige Buchhandlungen, den Domshop, den Online-Museumsshop und das Tourismusbüro zum Preis von 6,80€ vertrieben und war kurz vor dem Ende der Landesausstellung ausverkauft. Diese Broschüre hat dem Museumsverein einen Gewinn von circa 4000€ erbracht.

Über den Verkaufserlös der Broschüre „Fortgesetzte Spiegelungen“ unterstützt der Museumsverein wiederum zwei Projekte des Stadtmuseums Naumburg.

Der Ankauf der Grafik „Naumburg. Gesamtansicht von einer Anhöhe“, einer altkolorierten Aquatinta um 1830, im November 2011 konnte im Wesentlichen nur durch unseren finanziellen Zuschuss von 750€ realisiert werden. Damit ist einzigartiges wichtige Bildquelle ins Stadtmuseum Naumburg gekommen, welches im Original bisher nicht im Museumsbestand vorhanden war.
Weiterhin unterstützt der Museumsverein im kommenden Jahr den Ankauf einer Münzvitrine zur Präsentation eines im Jahr 2006 in der Jakobsstraße ausgegrabenen Münzschatzes. Von der Stiftung der Sparkasse Burgenlandkreis stehen uns dafür 4000€ zur Verfügung. Weitere circa 3000 € wird der Museumsverein dazugeben. Mit dieser finanziellen Unterstützung trägt der Museumsverein entscheidend zur angemessenen Präsentation dieses überaus wertvollen Münzschatzes bei.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2011 folgende Veranstaltungen organisiert:

Am 18. März besuchten die Museumsvereinsmitglieder sowie Freunde des Museumsvereins die beiden damals noch im Bau befindlichen Ausstellungshäuser die Hohe Lilie und das Schlösschen am Markt. Gut 20 Museumsvereinmitglieder sind unserer Einladung gefolgt und versammelten sich pünktlich 15 Uhr vor der Hohen Lilie. Nach einem kurzen Rundgang durch den neu gewonnen Ausstellungsraum in der Hohen Lilie, führte uns Dr. Wagner durch das komplett umgestaltete neue Schlösschen. Einen kurzen historischen Abriss zum ehemaligen Kaufhaus und Amtssitz des Bischofs Nikolaus von Amsdorf gab uns Ursula Dittrich-Wagner.

Das Sommervereinsfest wurde in diesem Jahr mit einem kleinen Ausflug nach Zscheiplitz verbunden. Am 2. September trafen sich etwa 20 Museumsvereinsmitglieder und Freunde des Museumsvereins an der Zscheiplitzer Kirche. Dort empfing uns Herr Seidel, Mitglied im "Kloster Zscheiplitz - Klosterbrüder e.V.", und gab uns einen kurzen Abriss zur Kirchengeschichte. Den weitaus größeren Anteil nahmen seine Erfahrungsberichte zur Restaurierung des Kirchengebäudes ein. Anekdoten konnte er vor allem im Bereich der baulichen Sicherungsmaßnahmen am Kirchengebäude zu DDR-Zeiten erzählen. Anschließend haben circa 10 bis 15 Museumsvereinsmitglieder den Nachmittag im Gasthaus Pretzsch bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen lassen.

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Graphiken konnten in diesem Jahr weitere Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Noch nicht allzu viel, aber ein Anfang ist gemacht.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr stark gesunken von 17 Teilnehmern im Jahr 2010 auf 11 Teilnehmer im Jahr 2011. Wir hoffen dennoch, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz weiter zunehmen werden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.