Tätigkeitsbericht für das Jahr 2014

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2014 zwölf ordentliche Mitglieder, dreizehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 30 Mitglieder. In diesem Jahr sind keine neuen Mitglieder dazugekommen.

Aktivitäten im Jahr 2014

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2014 folgende Aktivitäten:

Um museumspädagogische Aktionen im Romanischen Haus Bad Kösen begleitend zu den Ausstellungen durchführen zu können, bemühte sich der Museumsverein im letzten Jahr, um die Anschaffung zweier 12er-Tisch-Sitz-Kombinationen, die zusammenklappbar nur ganz wenig Raum in Anspruch nehmen. Unser Antrag auf Zuwendung von Mitteln aus der Dr. Walter- und Hildegard Brosche Stiftung wurde positiv bescheinigt, so dass die Gesamtkosten in Höhe von 3298,00 EUR komplett von der Stiftung übernommen wurden. Seit Ende Oktober 2014 sind die kindgerechten Sitzmöbel im Romanischen Haus untergebracht.

Der Museumsverein Naumburg gab im Oktober 2014 den fünften Band in der Reihe Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte heraus. Die Druckkosten der Annalen Johann Bürgers beliefen sich auf 3.024,68EUR. Bereits im Jahr 2013 erhielt der Museumsverein von der Hans- und Hildegard Altenburg Stiftung Fördermittel in Höhe von 3.000EUR, so dass der Museumsverein lediglich 24,68EUR zuschießen musste.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2014 folgende Veranstaltungen organisiert:

Im Frühjahr 2014 zeigten die beiden Künstlerinnen Maren Roloff und Gertraud Guthmann eine Gemeinschaftsausstellung in der Galerie im Schlösschen. Der Museumsverein unterstützte das Ausstellungsprojekt, übernahm die Plakat- und Flyer-Gestaltung sowie die Druckkosten. Allerdings waren diese durch zuvor eingegangene zweckgebundene Spenden zu 100% gedeckt.

In der letzten Mitgliederversammlung haben wir beschlossen, die hiesigen Archive zu besichtigen. Leider haben wir nur die Besichtigung eines Archivs organisieren können. Am 11. April um 15 Uhr trafen wir uns im Eingangsbereich des Doms, um uns von Herrn Matthias Ludwig das Domstiftsarchiv zeigen zu lassen. In einer ca. einstündigen Führung zeigte uns Herr Ludwig die neu gestalteten Archiv- und Bibliotheksräume in der Klausur am Naumburger Dom. Diesem interessanten Rundgang lauschten ca. 20 Museumsvereinsmitglieder. Auf eine Führungspauschale verzichtete Herr Ludwig und bat am Ende seines Rundgangs lediglich um Spenden. Der Besuch der Historischen Bibliothek in Schulpforte steht noch aus und wird auf die Zeit nach der Renovierung und Umgestaltung der Bibliotheksräume verschoben.

Zum siebenten Mal bereits organisierte der Museumsverein die Kulturnacht, welche im Jahr 2014 am 23. August von 19 bis 23 Uhr stattfand. In Zusammenarbeit mit dem Kulturmanagement der Stadt und weiterer kultureller Träger konnte der Museumsverein ein abwechslungsreiches Programm bieten. Neben dem Stadtmuseum Hohe Lilie, dem Wenzelsturm, dem Marientor, dem Apothekenmuseum und dem Straßenbahndepot waren das Architektur- und Umwelthaus, die Wenzelskirche, die Galerie im Schlösschen und das Nietzsche-Dokumentationszentrum mit dabei. Gut 4 bis 500 Besucher waren an diesem Abend in Naumburg unterwegs. Ein festes Thema wurde im letzten Jahr zwar nicht vorgegeben, allerdings wurde das Thema „Auf dem Weg zum Welterbe“ von mehreren Einrichtungen in ihrem Programm aufgegriffen. Im Marientor spielten regionale Künstler aus den Welterbe-Antragsstätten auf, in der Hohen Lilie stellte sich das „Zentrum für Frühe Musik“ aus Burgheßler vor, im Wenzelsturm erklang in der Türmerwohnung Musik der Großkorbethaer Turmbläser, in der Galerie waren einige Preisträger des Wettbewerbs „Meine Welt, mein Erbe, alles handgemacht!“ ausgestellt, die Galerie im Schlösschen bot eine Nachtöffnungszeit für die Sonderausstellung „Welterbe? Welterbe!“ an, das Apothekermuseum und das Straßenbahndepot war mit Führung an diesem Abend öffentlich zugänglich, die Wenzelskirche zeigte die Kasseler Fotoausstellung „Welterbe des Monats“ und das AUH präsentierte erstmals die vom Berliner Grafiker Henrik Schrat gefertigten Schattenrisse, ein Publikumsmagnet waren zudem die dort angebotenen Schattenspiele. Eine gelungene Veranstaltung mit Potenzial.

Im Vorfeld der Museumsnacht traf sich der Museumsverein im Garten der Grochlitzer Straße, um gemütlich bei Kaffee und Kuchen den Einsatz der Museumsvereinsmitglieder bei der Kulturnacht zu planen. Mit ca. 15 Mitgliedern war dieses kleine Sommerfest ganz gut besucht.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr stark gesunken von 46 Teilnehmern im Jahr 2013 auf 13 Teilnehmer im Jahr 2014. Wir hoffen, dass die Druckworkshops im Radierstübchen im kommenden Jahr wieder mehr Anklang finden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2013 zwölf ordentliche Mitglieder, dreizehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 30 Mitglieder. In diesem Jahr sind keine neuen Mitglieder dazugekommen, das langjährige Museumsvereinsmitglied Kai Agthe ist aus beruflichen Gründen ausgeschieden sowie die Vereinsmitglieder Christine Seidel und Dr. Detlef Belau.

Aktivitäten im Jahr 2013

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2013 folgende Aktivitäten:

Im November 2012 erhielten wir von der Sparkassenstiftung des Burgendlandkreises eine Zusage über 4.000,-€ für die Anschaffung einer Münzvitrine, diese Fördermittelsumme ist im April 2013 auf unser Konto bei der Sparkasse des Burgenlandkreises eingegangen. Die Lieferung der Münzvitrine durch die Firma Planungsbüro Wolfgang Siejek erfolgte im Frühjahr 2013. Seit Herbst nun ist der Münzschatz wieder im Stadtmuseum Hohe Lilie zu bestaunen. Das Kuratorium der Sparkassenstiftung hat die Münzvitrine im Beisein von Herrn Dr. Wagner und Frau Gerth Ende November in Augenschein genommen. Der Museumsverein stellt die Münzvitrine als Dauerleihgabe dem Stadtmuseum Naumburg zur Verfügung. Der Museumsverein Naumburg setzte dafür Eigenmittel in Höhe von 2188,- EUR ein.

Eine weitere größere Anschaffung kann der Museumsverein für das Jahr 2013 verbuchen. Die Dr.-Walter- und Hildegard-Broche-Stiftung stellten uns im Spätsommer Fördermittel für die Anschaffung eines A2-Archivscanners in Aussicht. Herr Dr. Wagner bemühte sich um weitere Fördermittel und beauftragte die Firma Heiko Drescher Mikrofilm Dresden mit der Lieferung des Buchscanners „book2net PROFI“. Im November erhielten wir di e Fördermittelzusage der Broche-Stiftung in Höhe von 11.000 EUR, so dass die Bestellung ausgelöst werden konnte. Seit Mitte Dezember befindet sich der Archivscanner als Dauerleihgabe des Museumsvereins Naumburg im Stadtarchiv. Der Museumsverein Naumburg setzte dafür Eigenmittel in Höhe von 3000,- EUR ein.

Des Weiteren finanzierte der Museumsverein den Druck der Klingerbroschüre „Zwanzig Studien“ in Höhe von 729,03 EUR, die im Klinger-Haus in Großjena verkauft werden. Die Einnahmen aus den Postkarten- und Buchverkäufen werden uns jeweils Ende des Jahres von der Stadt auf unser Konto überwiesen.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2013 folgende Veranstaltungen organisiert:

Nach zweijähriger Pause fand in diesem Jahr nun am 31. August die sechste Naumburger Kulturnacht statt. In Zusammenarbeit mit dem Kulturmanagement der Stadt und weiterer kultureller Träger konnte der Museumsverein ein abwechslungsreiches Programm bieten. Neben dem Stadtmuseum Hohe Lilie, dem Wenzelsturm, dem Marientor, dem Apothekenmuseum und dem Straßenbahndepot waren in diesem Jahr erstmals das Architektur- und Umwelthaus, die Galerie im Schlösschen, die Kunstscheune und das Nietzsche-Dokumentationszentrum mit dabei. Gut 5 bis 600 Besucher waren an diesem Abend trotz Regens in Naumburg unterwegs. Ein Thema wurde in diesem Jahr nicht vorgegeben. Im Marientor spielten regionale Künstler auf, in der Hohen Lilie konnten sich die Besucher portraitieren lassen, im Wenzelsturm erklang Klarinettenmusik, in der Kunstscheune und in der Galerie im Schlösschen präsentierten sich Künstler, das Apothekenmuseum und das Straßenbahndepot war mit Führung an diesem Abend öffentlich zugänglich und im AUH konnten sich die Naumburger am Projekt „Naumburger Kernfusion“ beteiligen. Eine gelungene Veranstaltung mit Potenzial.

Nur einen Tag zuvor traf sich der Museumsverein im Garten der Grochlitzer Straße, um gemütlich bei Kaffee und Kuchen den Einsatz der Museumsvereinsmitglieder bei der Kulturnacht zu planen. Mit ca. 15 Mitgliedern war dieses kleine Sommerfest ganz gut besucht.

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Grafiken konnten in diesem Jahr weitere Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Auf der Internetseite des Stadtmuseums sind sämtliche restaurierte Blätter mit ihren Objektpaten verzeichnet, darunter 7 Blätter die noch auf einen Objektpaten warten.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr wieder stark gestiegen von 21 Teilnehmern im Jahr 2012 auf 46 Teilnehmer im Jahr 2013. Wir hoffen, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren weiterhin an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz zunehmen werden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2011 neun ordentliche Mitglieder, vierzehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 28 Mitglieder.

Aktivitäten im Jahr 2011

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2011 folgende Aktivitäten:

Durch die Einbindung einiger Mitglieder in die Vorbereitung der Landesausstellung, konnte die Kulturnacht aus zeitlichen Gründen nicht organisiert werden.
Für den Druck der Broschüre „Kurze Nachricht über die Merkwürdigkeiten der Domkirche“ von Johann Karl Schoch erhielt der Museumsverein von der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg im letzten Jahr eine zweckgebundene Spende in Höhe von 3.000 Euro. Bei dieser Schrift handelt es sich um eine Beschreibung des Domes aus dem Jahre 1773. Johann Karl Schoch war zu dieser Zeit Küster am Dom zu Naumburg. Die durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch und Herrn Dr. Siegfried Wagner übertragene Schrift wurde im Mai 2011 in einer Auflage von 200 beim Unternehmen Breitschuh & Kock GmbH in Druck gegeben und wird seitdem über den Museumsshop des Stadtmuseums Naumburg zum Preis von 18 € vertrieben.

Weiterhin konnte der Druck der eigens für die Landesausstellung durch Herrn Dr. Jens-Fietje Dwars und Herrn Dr. Siegfried Wagner erarbeiteten Broschüre „Fortgesetzte Spiegelungen. Bilder und Geschichten zur Entwicklung..." über den Museumsverein Naumburg realisiert werden. Die Druckkosten beliefen sich auf 4279 €. Die Broschüre in einer Auflagenhöhe von 2000 Stück wurde während der Landesausstellung über das Stadtmuseum Hohe Lilie, über ansässige Buchhandlungen, den Domshop, den Online-Museumsshop und das Tourismusbüro zum Preis von 6,80€ vertrieben und war kurz vor dem Ende der Landesausstellung ausverkauft. Diese Broschüre hat dem Museumsverein einen Gewinn von circa 4000€ erbracht.

Über den Verkaufserlös der Broschüre „Fortgesetzte Spiegelungen“ unterstützt der Museumsverein wiederum zwei Projekte des Stadtmuseums Naumburg.

Der Ankauf der Grafik „Naumburg. Gesamtansicht von einer Anhöhe“, einer altkolorierten Aquatinta um 1830, im November 2011 konnte im Wesentlichen nur durch unseren finanziellen Zuschuss von 750€ realisiert werden. Damit ist einzigartiges wichtige Bildquelle ins Stadtmuseum Naumburg gekommen, welches im Original bisher nicht im Museumsbestand vorhanden war.
Weiterhin unterstützt der Museumsverein im kommenden Jahr den Ankauf einer Münzvitrine zur Präsentation eines im Jahr 2006 in der Jakobsstraße ausgegrabenen Münzschatzes. Von der Stiftung der Sparkasse Burgenlandkreis stehen uns dafür 4000€ zur Verfügung. Weitere circa 3000 € wird der Museumsverein dazugeben. Mit dieser finanziellen Unterstützung trägt der Museumsverein entscheidend zur angemessenen Präsentation dieses überaus wertvollen Münzschatzes bei.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2011 folgende Veranstaltungen organisiert:

Am 18. März besuchten die Museumsvereinsmitglieder sowie Freunde des Museumsvereins die beiden damals noch im Bau befindlichen Ausstellungshäuser die Hohe Lilie und das Schlösschen am Markt. Gut 20 Museumsvereinmitglieder sind unserer Einladung gefolgt und versammelten sich pünktlich 15 Uhr vor der Hohen Lilie. Nach einem kurzen Rundgang durch den neu gewonnen Ausstellungsraum in der Hohen Lilie, führte uns Dr. Wagner durch das komplett umgestaltete neue Schlösschen. Einen kurzen historischen Abriss zum ehemaligen Kaufhaus und Amtssitz des Bischofs Nikolaus von Amsdorf gab uns Ursula Dittrich-Wagner.

Das Sommervereinsfest wurde in diesem Jahr mit einem kleinen Ausflug nach Zscheiplitz verbunden. Am 2. September trafen sich etwa 20 Museumsvereinsmitglieder und Freunde des Museumsvereins an der Zscheiplitzer Kirche. Dort empfing uns Herr Seidel, Mitglied im "Kloster Zscheiplitz - Klosterbrüder e.V.", und gab uns einen kurzen Abriss zur Kirchengeschichte. Den weitaus größeren Anteil nahmen seine Erfahrungsberichte zur Restaurierung des Kirchengebäudes ein. Anekdoten konnte er vor allem im Bereich der baulichen Sicherungsmaßnahmen am Kirchengebäude zu DDR-Zeiten erzählen. Anschließend haben circa 10 bis 15 Museumsvereinsmitglieder den Nachmittag im Gasthaus Pretzsch bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen lassen.

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Graphiken konnten in diesem Jahr weitere Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Noch nicht allzu viel, aber ein Anfang ist gemacht.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr stark gesunken von 17 Teilnehmern im Jahr 2010 auf 11 Teilnehmer im Jahr 2011. Wir hoffen dennoch, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz weiter zunehmen werden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012

Mitglieder

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2012 zwölf ordentliche Mitglieder, dreizehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 30 Mitglieder. Mit Frau Gerth, Frau Hoffmaier und Frau Lenke haben drei neue Mitglieder in diesem Jahr gewonnen.

Der Verein unterstützte im Berichtsjahr 2012 folgende Aktivitäten:

Im November vergangenen Jahres erhielten wir von der Sparkassenstiftung des Burgendlandkreises eine Zusage über 4.000,-€ für die Anschaffung einer Münzvitrine, in der der im Jahr 2006 in der Jakobsstraße ausgegrabene Münzschatz zukünftig präsentiert werden soll. Diese ist vom Museumsverein Ende Oktober 2012 bei der Firma Rothstein in Auftrag gegeben worden. Wir hoffen, dass wir die Fördermittel bis zum Ende diesen Jahres abrufen werden. Weitere 3.000 € stehen uns von der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg für den Druck des fünften Bandes „Quellen und Schriften zur Naumburger Stadtgeschichte“ zur Verfügung. Dieser ist in Arbeit und soll spätestens im Frühjahr nächsten Jahres in den Druck gegeben werden. Für ein weiteres Projekt im museumspädagogischen Bereich erhielten wir bereits vor zwei Jahren Fördermittel in Höhe von 3.000€. Diese werden wir für die Aufstellung einer Medienstation in der Hohen Lilie verwenden. Spielerisch soll darauf Kindern und Jugendlichen die Geschichte des Hauses und der Stadt vermittelt werden. Erste konzeptionelle Arbeiten sind in den ersten Monaten des Jahres 2013 geplant.

Im Januar 2012 wurde dem Stadtmuseum Naumburg der Grafikzyklus „Vom Tode. Zweiter Teil“ von Max Klinger (Opus XI) angeboten. Diesen hat der Voreigentümer Claus Bingemer schließlich dem Museumsverein Naumburg als Schenkung überlassen. Als Dauerleihgabe steht dieser Grafikzyklus nun dem Stadtmuseum Naumburg zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Anfang November 2012 ist dem Stadtmuseum Naumburg ein Lepsius-Gemälde des Porträtmalers Gustav Schultze-Naumburg geschenkt worden. Der Museumsverein unterstützt die Restaurierung des Gemäldes und wirbt um Spenden. 80€ sind bisher auf unserem Konto eingegangen. Wann und ob eine Restaurierung möglich sein wird, ist im Moment nicht abzuschätzen.

Der Museumsverein hat seit Mai 2012 ein zweites Konto bei der Sparkasse Burgenlandkreis (ohne Kontoführungsgebühren). Die Mitgliedsbeiträge sollen auch zukünftig auf das Konto bei der Deutschen Bank eingezahlt werden.

Für und vom Verein wurden im Berichtsjahr 2012 folgende Veranstaltungen organisiert:

Am 25. Mai 2012 trafen sich auf Initiative unseres Museumsvereinsmitglieds Max Rademacher die Museumsvereinsmitglieder, um ein Stück auf der "Alten Straße" (teilw. die ehem. sächsische Poststraße) Richtung Schönburg zu wandern. Auf unserem Weg, der auch ein Stück des Mühlenwanderweges einschloss, berichtete uns Herr Rademacher Wissenswertes zum Dorf Kroppen, der Weichau, der Sächsischen Poststraße, dem Heimatforscher Paul Röhrborn u.v.m. An der Kroppentalmühle angekommen, ging es weiter über die Weichau und dem "Panischen" Haus zur Gaststätte "Neue Welt" und endete schließlich beim Felsenkeller mit einem gemütlichen Kaffeetrinken. Die Wanderung ist von den Vereinsmitgliedern gut angenommen worden (circa 15 Teilnehmer).

Da das Sommerfest in diesem Jahr entfiel, luden wir am 28. September zum Herbstcafé ins Max-Klinger-Haus ein. Bei Kaffee und Kuchen saßen wir gemütlich in der Veranda beisammen, allerdings lediglich zu siebent.

Ein letzter Ausflug ging am 30. November nach Weißenfels ins Heinrich Schütz Haus. Dieses ist nach umfangreichen Rekonstruktions- und Restaurierungsarbeiten seit Oktober 2012 wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Die Leiterin des Heinrich Schütz Hauses Frau Rucker führte uns durch die neue Dauerausstellung auf insgesamt drei Etagen. Im Dachgeschoss befindet sich heute das Herzstück des Hauses, die Komponierstube von Heinrich Schütz. Leider nahmen auch an diesem Ausflug relativ wenige Museumsvereinsmitglieder teil.

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Grafiken konnten in diesem Jahr weitere drei Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Auf der Internetseite des Stadtmuseums sind sämtliche restaurierte Blätter mit ihren Objektpaten verzeichnet, darunter 10 Blätter die noch auf einen Objektpaten warten.

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen ist in diesem Jahr wieder stark gestiegen von 11 Teilnehmern im Jahr 2011 auf 21 Teilnehmer im Jahr 2012. Wir hoffen, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren weiterhin an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz zunehmen werden.

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen.

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010

MITGLIEDER

Der Museumsverein Naumburg hatte im Jahr 2010 neun ordentliche Mitglieder, vierzehn ermäßigte Mitglieder und fünf Fördermitglieder, also insgesamt 28 Mitglieder.

 

KULTURNACHT "PROBIEREN STATT STUDIEREN"

Wie bereits in den vergangenen vier Jahren organisierte der Museumsverein auch im Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit der Stadt Naumburg und weiteren kulturellen Vereinen die Naumburger Kulturnacht, die sich bereits als fester Bestandteil im kulturellen Jahr der Stadt Naumburg etabliert hat. Für die Durchführung der am 18. September veranstalteten Kulturnacht standen dem Museumsverein lediglich Eigenmittel zu Verfügung. Eine finanzielle Unterstützung seitens der Stadt oder des Burgenlandkreises war in diesem Jahr nicht gegeben, so dass wir bei der Organisation der einzelnen Veranstaltungen sparsam kalkulieren mussten. Dennoch ist es uns gelungen, ein abwechslungsreiches, spannendes und interessantes Programm zu kreieren. Neu im Programm waren - neben dem Wenzelsturm, dem Marientor, der Stadtbibliothek, der Kinder- und Jugendbibliothek, der Rentsch-Gedenkstätte und dem Straßenbahndepot - das Romanische Haus Bad Kösen, das Stadtarchiv, das Apothekenmuseum am Markt und die Töpferwerkstatt von Eva-Maria Pintz. Das Stadtmuseum Hohe Lilie und das Nietzsche-Haus konnten aufgrund von Baumaßnahmen nicht einbezogen werden. Da unser diesjähriges Motto der Kulturnacht „Probieren statt Studieren“ auch Familien und Kinder ansprechen sollte, haben wir die Kulturnacht zeitlich etwas vorverlegt. Von 19.00 bis 23.00 Uhr konnten sich unsere kleinen und großen Besucher kulinarisch, musikalisch, sportlich, handwerklich und experimentell ausprobieren. Zahlreiche unsere Mitveranstalter waren vor Ort ansässige Unternehmen wie die Kaffeerösterei Moness, die Konditorei Block, der Biohof Voigt, der Weinkeller Wölk und viele mehr, welche ihre köstlichen Waren in den unterschiedlichen Einrichtungen angeboten hatten. Dankbar sind wir vor allem denjenigen Personen, die sich ohne ein Honorar zu verlangen, in dieser Nacht mit Ihrem Stand präsentiert haben wie z.B. der Pomologin Iris Hölzer, dem Bildhauer Stefan Hutter, der Korbflechterin Helga Graneis, der Museumspädagogin Sylke Müller und und und. Ohne Sie und ohne die personelle Unterstützung seitens des Museumsvereins wäre diese Kulturnacht nicht möglich gewesen. Größere Zwischenfälle gab es in diesem Jahr keine. Wie in den vergangenen Jahren war der Eintritt in fast alle Einrichtungen frei, lediglich Herr Prof. Dr. Marek Bobéth nahm für seine Ausstellungseröffnung  „Prometheus – Panik im Olymp“ Eintritt in Höhe von 6 Euro. Bis auf das etwas abseits gelegene Romanische Haus in Bad Kösen, in welchem an diesem Tag überdies die Sonderausstellung „Jürgen Pretzsch und Matthias Schöneburg - Grafiken, Zeichnungen und Malerei“ eröffnet worden ist, waren sämtliche Veranstaltungsorte durchgängig gut besucht. Zu Stoßzeiten befanden sich teilweise circa 100 Besucher in einer Einrichtung. Am Apothekenmuseum standen die Besucher regelrecht Schlange, um einen Blick in die historischen Räume der ältesten Apotheke Naumburgs zu werfen. Insgesamt waren circa 700 Besucher in unseren Einrichtungen unterwegs, in diesem Jahr mehrheitlich Naumburger Bürger.

Ein herzliches Dankschön an dieser Stelle an alle, die in der Kulturnacht die Auf­sicht in den Häusern übernommen haben.

 

PUBLIKATIONEN

Für den Druck des 4. Bandes zur Naumburger Stadt­geschichte „Kurze Nachricht über die Merkwürdigkeiten der Domkirche“ von Johann Karl Schoch erhielt der Museumsverein von der Stiftung In Memoriam Hans und Hildegard Altenburg eine zweckgebundene Spende in Höhe von 3.000 Euro. Bei dieser Schrift handelt es sich um eine Beschreibung des Domes aus dem Jahre 1773. Johann Karl Schoch war zu dieser Zeit Küster am Dom zu Naumburg. Der Druck der durch Herrn Dr. Karl-Heinz Wünsch und Herrn Dr. Siegfried Wagner übertragenen Schrift steht unmittelbar bevor, pünktlich zur bevorstehenden Landesausstellung.

 

RESTAURIERUNG

Für die Restaurierung der aus dem Nachlass Klingers stammenden Graphiken konnten in diesem Jahr weitere Objektpaten hinzugewonnen werden. Von den insgesamt knapp 200 Klinger Grafiken sind bisher circa 20 restauriert worden. Noch nicht allzu viel, aber ein Anfang ist gemacht.

 

RADIERWORKSHOP

Die Teilnehmeranzahl an den monatlich in den Sommermonaten stattgefundenen Radierworkshops in Max Klingers Radierstübchen hat in diesem Jahr ein wenig zugenommen, von 14 Teilnehmern im Jahr 2009 auf 17 Teilnehmern im Jahr 2010. Wir hoffen, dass das Radierstübchen in den kommenden Jahren an Akzeptanz und die Druckworkshops an Resonanz weiter zunehmen werden.

 

VORTRÄGE

Der Museumsverein Naumburg e.V. organisierte in diesem Jahr keine Vorträge im Stadtarchiv Naumburg. Themenvorschläge für Vorträge werden jederzeit entgegengenommen. Anlässlich des 90. Todestages Max Klingers und des 200. Geburtstages Carl Richard Lepsius’ fanden dennoch Vortragsreihen statt, die durch das Stadtmuseum Naumburg initiiert worden waren.

 

VERANSTALTUNGEN/ EXKURSIONEN

Durch die Eingemeindung Bad Kösens nach Naumburg gehört seit Anfang letzten Jahres das Romanische Haus mit seiner Käthe-Kruse Puppensammlung zum Stadtmuseum Naumburg und damit auch die dort angestellten Mitarbeiterinnen Frau Kristin Gerth und Frau Bamberg. Rund 12 Mitglieder und Freunde des Museumsvereins lernten am 9. April in einer Führung durch Frau Gerth das Romanische Haus Bad Kösen  mit seiner Käthe-Kruse-Puppenausstellung kennen. Anschließend haben wir den Nachmittag im Café Schoppe gemütlich ausklingen lassen.

 Am 23. Juli fand zum dritten Mal das Sommerfest des Museumsvereins im Garten der Museumsverwaltung in der Grochlitzer Straße statt. Eine Zusammenkunft mit interessanten Gesprächen über die Arbeit des Museumsvereins und die weiteren geplanten Unternehmungen. Der Museumsverein Naumburg unternahm zwei Exkursionen in die nähere Umgebung. Die anfangs geplanten Ausflüge ins Schillerhaus Rudolstadt und ins Angermuseum Erfurt haben aufgrund von organisatorischen Gründen nicht stattgefunden. Ziel der ersten Exkursion war am 24. September die Kroppentalmühle bei Schönburg. Der Ausflug wurde initiiert und geplant von unserem Vereinsmitglied Max Rademacher. Der Müllermeister Herr Reinhard Röhrborn übernahm die Führung durch die Mühle, im Anschluss daran gab es gegen eine kleine Spende reichlich Kuchen und Kaffee. Ein gelungener Ausflug in einem in Vergessenheit geratenen technischen Denkmal.

Insgesamt acht Teilnehmer starteten am 17. Oktober in das Kunsthaus Avantgarde, wo die Sonderausstellung „Max Klinger - Von der herben Zartheit schöner Formen“ zu sehen war. Auf zwei Etagen verteilt zeigte das Kunsthaus Avantgarde eine große, bunte Auswahl an unterschiedlichsten Grafiken, Gemälden und Plastiken Max Klingers. Nach dem Besuch der Sonderausstellung ließen wir es uns nicht nehmen einen Blick in das oberhalb gelegene DDR-Museum hineinzuwerfen. Diskussionen zu Sinn und Zweck von DDR-Museen bestimmten den Ausstellungsrundgang. Im Anschluss daran nahmen einige Museumsvereinsmitglieder in einer nahe gelegenen Gaststätte  das Mittagessen ein. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung bei herrlichem Herbstwetter.

 

Die Aktualisierung des Internetauftritts des Vereins, welcher auf der Homepage des Museums unter  www.mv-naumburg.de zu finden ist, steht noch aus. Demnächst wird dort der Tätigkeitsbericht 2010 zu lesen sein. Auf der Homepage kann man weiterhin die Satzung und den Mitgliedsantrag abrufen und sich über vergan­gene und gegenwärtige Projekte des Vereines informieren.

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