24. September 2010

Besuch in der Kroppenmühle

Auf Vermittlung unseres Vereinsmitgliedes Max Rademacher haben wir am 24. September die "Kroppenmühle" im Kroppental besucht. Der Besitzer und letzte Müller der 1990 aufgegebenen Mühle, Reinhard Röhrborn, führte uns durch das technische Denkmal und vermittelte uns eine Ahnung von der schweren Arbeit des Müllers.

Die Kroppenmühle - Herr Rademacher hatte das vorbildlich recherchiert - findet sich bereits 1321 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie gehörte als Obödienz zu den Einnahmequellen des Domprobstes. Der Ort "Kroppen", nach dem die Mühle benannt ist, wurde im Sächsischen Bruderkrieg (1446-51) zerstört, allein die Mühle hat man 1472 wieder aufgebaut, das Dorf wurde zur Wüstung. Erst 1882 endete die Dienstbarkeit der Mühle gegenüber der Probstei.

Heute ist die Mühle in einem erstaunlich guten Zustand, was natürlich dem Besitzer zu verdanken ist. Es wäre aber dringend nötig, dass dieser bei der Unterhaltung des Denkmals Unterstützung erhält, sowohl in finanzieller als auch in museologischer Hinsicht. Die Kroppenmühle ist in ihrer wunderbaren, idyllischen Lage ein Kleinod, das auf jeden Fall erhalten werden sollte.