Einladung Petra Toeppe-Zenker / Thomas Blase

Galerie im Schlösschen 30. September bis 26. November 2017

Zweistromland

Eine Ausstellung mit Werken von Petra Töppe-Zenker und Thomas Blase

Zwei Lebenswege, zwei künstlerische Entwicklungslinien treffen sich mit unserer Ausstellung  in Naumburg. Thomas Blase hat seine Kindheit zum großen Teil in Naumburg verbracht, Petra Töppe-Zenker lebte hier in den 1990er Aufbruchsjahren, als eine kreative Aufbruchstimmung in der Stadt zu spüren war wie davor nicht und danach auch nicht wieder. Thomas Blase ging nach Halle, wo er an der Burg Giebichenstein studierte und dann nach Dresden, wo er seine malerische Ausbildung erhielt, während  Petra Töppe-Zenker ihr Atelier ins thüringische Kapellendorf verlagerte. "Zweistromland" bringt beite erstmalig zu einer größeren Werkschau in Naumburg zusammen.


Petra Töppe-Zenker

BIOGRAPHIE

- 1967 in Merseburg geboren
- 1986-1988 Pädagogikstudium (Kunst/Deutsch) in Erfurt
- 1988-1992 Ausbildung in verschiedenen Werkstätten und Gesellenabschluss, Praktikum für Keramikrestaurierung in Weimar
- 1992 Bundeswettbewerb, 1. Preis "Keramikhandwerk" und 2. Preis "Die gute Form im Handwerk"
- 1993-1997 erste Werkstatt in Naumburg, seit 1998 in Kapellendorf bei Weimar
- 1997 Teilnahme am internationalen Symposium in Graupzig/ Sachsen
- 1998 Geburt der Tochter, 2001 Geburt des Sohnes
- 2002 Symposium "Klangkunst - Kunstklang" in Bechstedtstraß/ Thüringen
- 2004 Bürgeler Keramikpreis, Symposium "Paperclay" in Schöneiche/ Berlin
- 2005 Symposium "Porzellan im Freibrandofen" in Schöneiche/ Berlin
- 2006 Organisation und Teilnahme "Internationales Musik- und Keramiksymposium in der Wasserburg Kapellendorf - Heimat"
- 2009 Organisation und Teilnahme "Internationales Musik- und Keramiksymposium in der Wasserburg Kapellendorf - KlangForm"
- 2013 Organisation und Teilnahme "Internationales Musik- und Keramiksymposium in der Wasserburg Kapellendorf - "Töne in den Händen"
- seit 2000 Mitglied im Bund Thüringer Kunsthandwerker
- seit 2003 Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen, Vorstandsmitglied von 2007 bis 2011

AUSSTELLUNGEN

seit 1994 folgten regelmäßige Einzel- und Gruppenausstellungen*: u.a. Creuzburg/ Burg, Querfurt/ Burg, Bonn/ Galerie Aengenendt*, Freyburg/ Doppelkapelle Neuenburg, Erfurt/ Verbandsgalerie Krämerbrücke*, Warschau/ Internationale Keramikbiennale*,"artthuer" Erfurt, Zella-Mehlis/ Galerie im Bürgerhaus, Erfurt/ "Haus zum Güldenen Krönbacken", Bad Frankenhausen/ Schloss, Teilnahme am Westerwaldpreis 2004, Apolda/ Glockenmuseum, Frankfurt a. M./ Galerie im Blauen Haus, Leipzig/ Galerie "Terra Rossa"*, Altstadt-Kirkel/ Galerie, Rheinsberg/ Galerie Zopf*, Friedrichsrode/ Galerie Kunstkram, Kloster Mildenfurth (bei Gera), Waltershausen/ Schloss Tenneberg, Sömmerda/ Galerie im Turm*, Eckernförde/ Museum*, Mühlhausen/ Galerie Zimmer, EUNIQE 2010, Berlin/Thüringer Landesvertretung, KVAK/Kröte e.V. Wendland,"Aufbruch" Erfurt/Krönbacken, "KunstObjekt"Orangerie Darmstadt, "Grafisches Museum" Bad Steben, Orangerie Weimar, Kunsthalle Kühlungsborn, Schloß Adelsberg, Göttingen Galerie Alte Feuerwache

ARBEITEN in öffentlichen Einrichtungen

Naumburger Dom (Domaula), Handwerkskammer Erfurt (Berufsbildungszentrum), Imaginata Jena, Evangelische Martinschule Naumburg, Thüringer Kultusministerium

VERÖFFENTLICHUNGEN

"Bildende und angewandte Kunst im Berufsbildungszentrum Erfurt" 2002
"Miedzynaradowe Bienale Ceramiki", Keramos Warschau 2001/2003
Katalog Westerwaldpreis 2004
Künstlerportrait "Neue Keramik" 6/06

KONTAKT:

Am Bäckerberg 6, 99510 Kapellendorf, Tel.: 036425/ 509 81, Fax: 036425/ 509 83
www.petra-toeppe-zenker.de - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Thomas Blase

1962 in Jena geboren,
Kindheit in Naumburg,
Polytechnische Oberschule in Sangerhausen,
Baufacharbeiter mit Abitur in Halle-Neustadt,
einjährige Ausbildung Bleiverglasung in Quedlinburg

1983 – 86 Studium in Halle, an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein
1988 – 93 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Diplom im Fach Malerei, seither freischaffend tätig als Maler, Grafiker und Bühnenbildner
2001 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds
2002 Stipendium und Arbeitsaufenthalt im Kunstverein Röderhof
2003 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds
2015 Gründungsmitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt,

AUSSTELLUNGEN:

1993 Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden
1995 Galerie Alter Markt, Halle
1996 Fachklinik Klosterwald, Bad Klosterlausnitz
1997 Galerie PULS ART, Winterthur/Schweiz
2000 Galerie 96, Berlin
2000 Baumwollspinnerei, Leipzig
2001 Kunsthalle Villa Kobe, Halle
2001 Kunstverein Röderhof
2002 Anhaltischer Kunstverein, Dessau
2004 Kunsthaus am Markt, Schmalkalden
2008 Galerie Susanna Rüegg, Zürich
2009 UFO-Galerie Halle
2009 Kunstverein Röderhof
2014 Schloss Kannawurf, Künstlerhaus Thüringen e.V.
2016 Kunstverein Röderhof

AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN

1991 Spurensicherung, Dresden
1992 VIII. Semester, Villa Oppenheim, Berlin
1995 Plan 3, Halle
1996 Schrift-Zeichen-Skulptur, Halle, Petersberg, Dessau
2003 Kunst_Sachsen_Anhalt 2:Landschaft(en), Halle
2014 Siegfried Klotz und Schüler, Galerie Holger John Dresden

 Kontakt:

Mozartstraße 9, 06114 Halle,
Tel.: 0176 34637165
www.thomasblase.de - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Albani-Gemälde in Naumburg

11. Juni bis 30. Juli 2017 – Galerie im Schlösschen

Die Italiener von Naumburg

Francesco Albani und die Gemälde aus St. Moritz

Seit 1913 beherbergt die Naumburger Moritzkirche einen Zyklus frühbarocker Gemälde, gemalt um 1610 in Bologna: Christus als Weltenrichter, die Gottesmutter Maria, Johannes der Täufer und die Zwölf Apostel.

DER MALER  – Francesco Albani (1578-1660) lernte bei dem flämischen Maler Dionys Calvaert und besuchte ab 1595 die Carracci-Malerschule. Dort wurde Raffael als Ideal vermittelt und zugleich die Malerei des Barock entwickelt. Um 1600 arbeitete er in Rom mit seinem Lehrmeister Annibale Carracci zusammen, der Albani zu seinen begabtesten Schülern zählte und entsprechend förderte. Seine Gemälde hängen u.a. im Pariser Louvre, in der Petersburger Eremitage oder in der Dresdner Gemäldegalerie.

DAS PROJEKT – 2015 setzte sich der Förderverein Moritzkirche Naumburg e.V. die Restaurierung der wertvollen Gemälde zum Ziel. Bereits 2016 konnte die Flallenser Restauratorin Andrea Flimpel mit der Restaurierung des ersten Gemäldes (Maria) beauftragt werden. Im Laufe des Jahres 2017 soll das Projekt zum Abschluss kommen. Die bereits restaurierten Gemälde sind in der Ausstellung zum Vergleich neben noch nicht restaurierten zu sehen. Damit dokumentiert der Förderverein die restauratorische Arbeit und legt die Verwendung der Spenden und Fördergelder offen.

Galerie im Schlösschen, Markt 6, Naumburg (Saale)
Eine Ausstellung des Fördervereins Moritzkirche Naumburg e. V.,
unterstützt vom Stadtmuseum Naumburg

www.moritzkirche-naumburg.de


 

ritzensee 2016 aA

 5. März - 2. April 2017 - Galerie im Schlösschen, Markt 6, Naumburg

„Die Kunst des Aquarells“

Kaum eine malerische Technik wird in der öffentlichen Wahrnehmung so unterschätzt wie das Aquarell. Dies unter Beweis zu stellen hat sich die Deutsche Aquarell Gesellschaft zum Ziel gesetzt, in der sich Aquarellisten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zusammengetan haben. Die vierte Jahresausstellung der Gesellschaft findet in diesem Jahr in Naumburg statt. Aus einer Vielzahl von Einsendungen hat eine fünfköpfige, international besetzte Jury rund 80 Blätter ausgewählt, die in erstaunlicher Vielfalt das Potenzial der oft unterschätzten Wasserfarbenmalerei unter Beweis stellen. Zur Ausstellung wird ein aufwändig gestalteter Katalog erscheinen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr

Eintritt: 3 € (Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch des Naumburger Stadtmuseums Hohe Lilie)

Führungen: Terminanfragen an Frau Anita Wolff (03445/779361)


 

mueller plakatmotiv 1200

28. August bis 12. November 2016 - Galerie im Schlösschen Naumburg.

Erwin Müller (1893-1978).

Die Wiederentdeckung eines vergessenen Malers.

- Als Erwin Müller 1978 in Naumburg starb, war er als Künstler - und eigentlich auch als Mensch - längst vollständig in Vergessenheit geraten.
Einst hatte der 1893 in Reichenberg (heute Liberec, CZ) geborene Maler als Vertreter der Neuen Sachlichkeit zur zweiten Generation der deutschsprachigen bildenden Künstler aus Böhmen, Mähren und Schlesien gehört. Seine vielversprechend begonnene Karriere in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit wurde durch den Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen jäh abgebrochen. Als "ausgesiedelter" Sudetendeutscher im mittleren Alter fand er in der DDR keinen künstlerischen Neubeginn. Er ist ein Lehrbuchbeispiel für die Maler einer verlorenen Generation, die im kollektiven Gedächtnis weder der Tschechoslowakei noch der DDR einen Platz finden sollten.

erwin mueller rufer in der wüste

Nach Naumburg war Müller schon unmittelbar nach dem Krieg gekommen, 1946 hatte er an der ersten Nachkriegsausstellung "Naumburger Künstler" teilgenommen. Bis 1958 arbeitete er freischaffend als Maler und "Gebrauchsgraphiker", aber schon zwei Jahre zuvor hatte die Grafik-Sektion des Verbandes Bildender Künstler versucht, Müller die Verbandsmitgliedschaft - und damit die Lebensgrundlage - zu entziehen. Man begründete den Vorstoß mit dem mangelnden "Niveau" seiner grafischen Arbeiten, es mag aber auch eine Rolle gespielt haben, dass Müller sich der "gesellschaftlichen Arbeit" beharrlich verweigert hatte. Nachdem er in den Ruhestand gegangen war, besserte er sich seine karge Rente gelegentlich dadurch auf, dass er schlichte ländliche Idyllen malte, oft nach recht kitschigen Postkartenmotiven, die ihm die vorwiegend ländliche Kundschaft brachte, oder er fertigte Porträts nach Fotos. All die Jahre von 1946 bis zu seinem Tod lebte und arbeitete er in einem einzigen Zimmer in der Naumburger Burgstraße, in einer Wohnung, die sich eine mehrköpfige Familie mit ihm teilen musste.
Die Ausstellung, die ab 28. August in der Galerie im Schlösschen am Naumburger Markt gezeigt wird, stellt den hoffnungsvollen jungen Maler Erwin Müller der Zwischenkriegszeit vor, dessen Werk nur mit viel Glück und der Hilfe tschechischer Freunde erhalten geblieben ist. Die ausgestellten Bilder kommen aus der Regionalgalerie Liberec und aus Privatsammlungen der böhmischen Stadt, wo sich ein Teil seines Werkes trotz der widrigen Umstände erhalten hat. 2014 stellte das Liberecer Museum die erste große Ausstellung mit Werken Müllers zusammen. Vorausgegangen war eine mehrjährige Forschungsarbeit der Ausstellungskuratorin Anna Habánová. In Naumburg wird die Ausstellung nun in ähnlichem Umfang gezeigt werden. Liberec/Reichenberg hat damit einen Teil der eigenen, jahrelang vernachlässigten Geschichte wiedergefunden und auch für den Besucher in Naumburg wird die Begegnung mit Erwin Müller, mit seiner facettenreichen Malerei und mit seinem Schicksal zweifellos eine bereichernde, wenn auch verstörende Erfahrung darstellen.

[Abbildungen (Ausschnitte): Oblastní galerie v Liberci]