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Aktuell - Nietzsche-Haus

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NH-Reliquien

22. April bis 31. Oktober 2012.

Lous Knopf und andere Pretiosen

aus dem geheimen Kabinett des Dr. Nietzsche.

- Wenn Museumspilger finden, was sie suchen, erleben sie Höhepunkte, von denen uns die Gästebücher berichten. Mit der vielbeschworenen kritischer Erkenntnis hat das wenig zu tun, die wirkt, als Belehrung, enttäuschend und erregt Widerwillen. Wird jedoch die Kritik als Spiel mit der echten oder vermeintlichen Aura der Dinge praktiziert, dann lädt sie zur Einübung von Distanz ein. Nietzsches Biographie eignet sich als Rahmenhandlung für solche Überlegungen besonders gut, weil Nietzsche sich selbst halb als Kritiker aller bisherigen Religion, halb als Prophet und Stifter eines neuen Glaubens verstand und aufführte, sein Leben und Schreiben inszenierte.
Unsere Ausstellung zeigt Dinge, die von uns mit diesem Leben und Schreiben verbunden werden, und erzählt Geschichten, die sich sodann in ihnen sinnlich offenbaren. Im Stil einer Wunderkammer werden sie ästhetisiert und mit Bedeutung aufgeladen, die in ihrer Überspitzung zugleich dazu auffordert, sie in veränderter Perspektive wahrzunehmen, d.h. ihre per se sprachlose körperliche Existenz mit den angebotenen Bedeutungs-Zuschreibungen in Beziehung zu setzen und daraus - durchaus augenzwinkernd - neue Erzählungen zu gewinnen. Fiktion und Historie stellen sich so gegenseitig in Frage, was ist "echt", was ist "falsch"?

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Ausstellung im Nietzsche-Dokumentationszentrum

Edgar Knobloch – Gegend und Gedanke

Eine Ausstellung der Friedrich-Nietzsche-Stiftung

ausstellung-edgar-knobloch Edgar Knobloch konfrontiert in seinen Arbeiten seine mitteldeutsche Herkunft mit Sehnsuchtsorten der europäischen Kulturgeschichte. Die Flusstäler um Saale und Unstrut kommunizieren dabei mit dem Hochgebirge des Oberengadin aber auch mit Pariser Stadtansichten. Ohne eine vordergründige Illustration zu Texten Friedrich Nietzsches anzustreben zeichnet er die “schöpferischen Landschaften” dieses Denkers nach, der sich zeitlebens als "Guter Europäer" definierte und sich nationalen Verengungen verweigerte.
Knoblochs Motivwahl ist dabei bipolar, profane Gegenstände der Lebenswelt wechseln mit sakralen Themen, mit "heroischen Landschaften". Diese durchdringen sich allerdings in ihrem Ausdruck. Das Zeichnerische ist ihm nicht nur eine künstlerische Ausdrucksform sondern eine Lebenshaltung, zwingt es doch unter möglichster Reduktion der Mittel zu höchster Abstraktion.

Knobloch wurde 1968 in Bad Frankenhausen geboren. Von 1990 bis 1997 studierte er an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. mit dem Kunstpreis der Dresdner Bank, dem Kunstpreis der VEAG und dem Max Klinger-Preis der Leipziger Jahresausstellung. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen u.a. im Kupferstichkabinett Dresden, in der grafischen Sammlung der Stiftung Moritzburg Halle (Saale) und im Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin. Die hier vorliegenden Arbeiten sind anläßlich meherer Arbeitsaufenthalte im Nietzsche-Haus in Sils-Maria (Schweiz) entstanden, in welchem Friedrich Nietzsche in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts seine wichtigsten Werke schuf.

14. Oktober 2010 bis 20. August 2011

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Seit 13. Oktober 2010

NDZ nun eröffnet


Seit 13. Oktober ist nun endlich - nach langer Bauzeit und noch längerem Warten auf die Finanzierungsmöglichkeit - das Nietzsche-Dokumentationszentrum für die Öffentlichkeit zugänglich.

Mit dem Nietzsche-Dokumentationszentrum hat die Stadt Naumburg einen wahren Kraftakt gemeistert. Nur mit Hilfe des Landes war es möglich, das Projekt, an dessen Realisierung die Stadt Naumburg seit dem Ankauf der Bibliothek Richard F. Krummels im Jahr 2001 beharrlich gearbeitet hat, zum Abschluss zu bringen.

Es ist vorgesehen, den Betrieb des Dokumentationszentrums in nächster Zeit an die Friedrich-Nietzsche-Stiftung zu übertragen. Leider ist es der Stiftung bisher nicht gelungen, einen Kapitalstock anzusammeln, der nennenswert zur Finanzierung der laufenden Kosten des Hauses beitragen könnte. Deswegen wird z. Zt. noch nach Wegen gesucht, die Betriebskosten aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren - ein Unterfangen, das angesichts der derzeitigen Situation der öffentlichen Haushalte alles andere als einfach ist.

 

 


 

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Panorama-Blick aus dem NDZ

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Der Rundumblick aus dem Vortragssaal, kurz vor der Fertigstellung.

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plakat nietzsche gott ist tot 11. April bis 31.10.2010 - Ausstellung im Nietzsche-Haus

Gott ist tot. Antichrist oder Gottsucher?
Nietzsche zwischen Kritik und Prophetie

„Gott ist tot“ lautet die wohl meist zitierte und oft missverstandene Botschaft Nietzsches, der sich selbst zuletzt als „Antichrist“ verstand. Andere, wie Lou von Salomé, sahen in ihm einen Religionsstifter, für Karl Jaspers war Nietzsches Aufbäumen gegen den Glauben seiner Zeit Ausdruck einer verborgenen Christlichkeit, für Ernst Bertram war er gar ein „zweiter Christus“, der die zerreißenden Widersprüche der Vernunft für die Menschheit „auf sich“ nahm und bis zum Wahnsinn zu Ende gedacht hat.

Heute wird der radikale Kritiker nicht nur von christlicher Seite als Gottsucher interpretiert: einer, der auf der Suche nach der Wahrheit des Christentums war und im Gegensatz zu den Frömmlern seiner Zeit keine Lüge vor Gott gelten ließ. Für wieder andere zeigt sich in Nietzsche die Hybris des aufgeklärten, sich wahnhaft selbst übersteigenden Menschen ...

Die Ausstellung lädt dazu ein, Nietzsches unerledigte Fragen wahrzunehmen. Sie erkundet, wie aus dem "kleinen Pastor", wie Nietzsche von seinen Mitschülern in Naumburg genannt wurde, der selbsterklärte "Antichrist" werden konnte, wie sein Satz "Gott ist tot" seit 125 Jahren gewirkt hat und welche Kraft er heute noch hat: Kraft zur Provokation, zum Eingedenken, zur Besinnung – und zu souveräner Selbstverortung der Nachgeborenen.

Im ersten Raum wird der Frage nachgegangen, in welche Art von Christentum der junge Nietzsche in Röcken, Naumburg und Schulpforte hinein wuchs, welche Zweifel ihn heimsuchten und welchen Ausdruck sie fanden.

Im Zentrum des zweiten Raums steht Nietzsche als „toller Mensch“, als Schatten, der am helllichten Tage mit einer Laterne nach Gott sucht. Sein Aufbäumen gegen die demonstrative Frömmigkeit seiner Zeit wird als Demonstration inszeniert: mit Zitaten auf Demoschildern und Transparenten.

Der dritte Raum zeigt Nietzsche in seiner letzten Maske: als „der Gekreuzigte“. Und versammelt Deutungsmuster zur Interpretation seiner Botschaft vom „Tod Gottes“ in den letzten 125 Jahren – als Angebot zur eigenen Auseinandersetzung.

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ng_tagung09_20027. bis 30 August 2009

Jahrestagung der Nietzsche-Gesellschaft

Die Jahrestagungen der Nietzsche-Gesellschaft finden jeweils zu den Gedenktagen im August oder Oktober jedes Jahres statt. Im ca. zweijährigen Turnus sind dies größere Kongresse, die von Donnerstag bis Sonntag abgehalten werden. Sie bieten Plenarbeiträge und bis zu 6 verschiedene Sektionen.

Die nächste Tagung findet vom 27. bis 30.08.2009 statt und steht unter dem Titel: Nietzsche - Macht - Größe.
Tagungsort ist das Tagungszentrum für Wirtschaft und Kultur Naumburg-Haus, Lindenring 36, 06618 Naumburg.

Am Samstag, 29. August 2009, um 19.00 Uhr wird der Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt an Ludger
Lütkehaus, Freiburg i. Br., durch den Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz, verliehen.

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm finden Sie unter www.nietzsche-gesellschaft.de.

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Plakat_NS-Nietzsche_0229. März bis 1. November 2009

Übermensch Und Herrenmensch
Nietzsche im SCHATTEN DES Dritten ReichES

Nach der Barbarei des Dritten Reiches galt Nietzsche mit seiner Feier des Krieges, seinen Reden von „Rasse“ und „Zucht“, seiner Verklärung der „blonden Bestie“ und des „Übermenschen“ nicht nur im Osten als Stichwortgeber Hitlers. Seit der Nietzsche-Renaissance, die mit der Kritischen Werkausgabe von Colli und Montinari begann, scheint all dies vergessen. Alles Anstößige und Bedenkliche im Werk des Philosophen wird auf die Fälschungen seiner Schwester geschoben oder als Provokation relativiert. Hat Nietzsche diese Weißwaschung nötig? Und sind wir nicht auf dem besten Wege, ihn selbst wieder zu fälschen, uns ein sauberes Bild von einem Kuschel-Nietzsche zurechtzulügen, den man bei jeder Gelegenheit zitieren kann?

Haben wir vergessen, dass für Nietzsche „Alles, was wir in Europa heute als ‚Humanität‘, ‚Moralität‘, ‚Menschlichkeit‘, ‚Mitgefühl‘, Gerechtigkeit zu verehren gewohnt sind, ... nichts Anderes ist als die Verkleinerung des ganzen Typus ‚Mensch’“? (Nachlass 1885, in: KSA 12, 72 f.) Dass er die „Heraufkunft der Demokratie, der Friedens-Schiedsgerichte an Stelle der Kriege, der Frauen-Gleichberechtigung, der Religion des Mitleids und was es sonst Alles für Symptome des absinkenden Lebens gibt“ (Zur Genealogie der Moral, KSA 5, 403) vehement abgelehnt hat – dass Nietzsche nach heutigen Maßstäben ein Verfassungsfeind wäre?

Die Sonderausstellung „Nietzsche im Dritten Reich“ geht diesen unbequemen Fragen nach. Der erste Raum widmet sich der Biologisierung in Nietzsches Denken. War er ein Sozialdarwinist? Der zweite Raum dokumentiert die Instrumentalisierung des Philosophen im Dritten Reich, der dritte den Streit um Nietzsche als Präfaschisten nach 1945 (Thomas Mann, Heidegger, Lukács und die DDR).

Konzept und Gestaltung: Jens-Fietje Dwars (Jena)

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Plakat Zarathustra6. April bis 31. Oktober 2008

Vergiss die Peitsche!
125 Jahre Zarathustra

Vor 125 Jahren hat Friedrich Nietzsche in nur zwei Wochen den ersten Teil seiner Dichtung „Also sprach Zarathustra“ zu Papier gebracht, berauscht von dem Gedanken, der Menschheit ihr „tiefstes Buch“ geschenkt zu haben.
Um so merkwürdiger ist die Wirkungsgeschichte dieser seltsamen Mischung aus Poesie und Philosophie. Im Alltagsbewusstsein wird Nietzsche meist auf einen Satz aus seinem „Zarathustra“ reduziert: „Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht ...“ Wer dann noch das berühmte „Peitschen-Foto“ mit Lou von Salomé kennt, auf dem die Studentin sich Nietzsche und dessen Freund Paul Reé vor ihren Wagen spannt, für den ist die Sache klar: Weil die Angebetete, mit der er den Sommer 1882 in Tautenburg, einem Dorf zwischen Naumburg und Jena, verbracht hatte, ihn abwies, gehören alle Weiber für den Philosophen ausgepeitscht. War es so?
Die Ausstellung zeigt, dass ungleich mehr in dem vieldeutigen Werk verborgen liegt, das im besten Sinne des Wortes auch nach 125 Jahren noch fragwürdig bleibt.

Zum ersten Male wird im Rahmen dieser Ausstellung der „Lebensfries“ mit den wichtigsten Stationen des Wanderers auf seinem Weg in die Zarathustra-Einsamkeit zu sehen sein, den der Weimarer Maler Dieter Weidenbach für die Ausstellung geschaffen hat.
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Die unheilige ElisabethAb 28. April bis 31. Oktober 2007
unser Beitrag zum "Elisabeth-Jahr":

Die Unheilige Elisabeth.
Nietzsches Schwester. Legenden einer Meisterfälscherin

Im Jahr des Gedenkens an die heilige Elisabeth von Thüringen erinnert das Nietzsche-Haus an eine "unheilige", aber keinesfalls weniger bemerkenswerte Frau gleichens Namens - Elisabeth Förster-Nietzsche, Friedrich Nietzsches Schwester. Auch ihr Leben ist von Legenden umwoben. War sie wirklich die Meisterfälscherin, die die Briefe ihres Bruders verstümmelte und den "Willen zur Macht" als sein vermeintliches Hauptwerk erfand, um es den Nazis anzubiedern? Haben wir es nicht ihr zu verdanken, dass sein Nachlass überhaupt noch existiert? War die Naumburgeri als Begründerin des Nietzsche-Archivs nicht mit die erste moderne Managerin, gar eine emanzipierte Powerfrau?

Solchen und mehr Fragen geht die Sonderausstellung nach. Sie verfolgt den Weg der Schwester vom "Lama" Nietzsches über die Herrin einer "germanischen" Kolonie in Paraguay bis zur "Priesterin des Dritten Reiches". Erstmals gezeigt werden wirkliche Fälschungen der Biographie Nietzsches, seiner Briefe und seines Werkes.

Eine Ausstellung - so vielschichtig, wie das Leben und Werk dieser erstaunlichen Frau, die bis heute nachwirkende Spuren hinterließ, im Guten wie im Schlechten.
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Nietzsche und Frankreich Plakat24. August bis 31. Oktober 2006

Nietzsche à la français Nietzsche und Frankreich - Frankreich und Nietzsche

Nietzsche hat lange Zeit daran gedacht, nach Paris zu übersiedeln, weil er sich von den Franzosen besser verstanden fühlte als vom deutschen Publikum und weil er mit zunehmendem Alter sowohl die französichen Philosophen und Schriftsteller, als auch die Musik Bizets schätzen lernte.
Andererseits ist Nietzsches Philosophie in Frankreich seit über hundert Jahren gegenwärtig und sein Einfluss auf das französische Denken reicht bis in die heutige Zeit. Die Ausstellung im Nietzsche-Haus beleuchtet beide Aspekte der Beziehung und stellt die Etappen der durchaus ambivalenten Nietzsche-Rezeption in Frankreich vor. Die Ausstellung wird kuratiert von Ralf Eichberg.
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Nietzsche und der deutsche Geist20. August 2005 bis 30. Juli 2006 Verlängert!

Nietzsche und der deutsche Geist
Die Bibliothek Richard F. Krummels im Nietzsche-Haus Naumburg

Die Bibliothek des amerikanischen Germanisten Richard F. Krummel ist eine der umfangreichsten privaten Literatursammlungen zu Friedrich Nietzsche. Diese Sammlung bildete die Grundlage zu Krummels großer Forschungsarbeit zur Nietzsche-Rezeption in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in seinem Standardwerk „Nietzsche und der deutsche Geist” ihren Niederschlag fand.
Mit Hilfe des Landes Sachsen-Anhalt und der Toto-Lotto-GmbH Sachsen-Anhalt ist es der Stadt Naumburg gelungen, die komplette Nietzsche-Bibliothek Richard F. Krummels zu erwerben, die den Anfangsbestand des für die Zukunft projektierten Nietzsche-Dokumentationszentrums in Naumburg bilden soll.
Unsere Ausstellung stellt die Sammlung Krummels anhand einiger ausgewählter Werke vor und gibt damit zugleich einen Eindruck von der Reichhaltigkeit der Nietzsche-Literatur, aber auch von der Widersprüchlichkeit der Wirkungsgeschichte des Naumburger Philosophen.
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Plakat Berner3. April 2005 - 29. Mai 2005:

Im ernsten Eishaus war's
Zeichnungen und Fotografien von Andreas Berner

Am Sonnabend, dem 2. April, wird im Nietzsche-Haus Naumburg, Weingarten 18, unter dem Titel "Im ernsten Eishaus war's" die erste Sonder-Ausstellung des Jahres 2005 eröffnet. Bis Ende Mai sind Zeichnungen und Fotografien des im thüringischen Wurzbach lebenden Künstlers Andreas Berner zu sehen.

Zeichnung und Fotografie sind für ihn - neben Holzschnitt und Buchgestaltung - zwei zentrale künstlerische Ausdrucksformen: "Zeichnen erlaubt mir, meditativ zu arbeiten, mich zu versenken, mit mir allein zu sein." Fotografieren wiederum ist für Andreas Berner, dessen Vorliebe der Makrofotografie gilt, ein "Einüben von Disziplin". "Der Fotoapparat, ein Versuch, Technik zu benutzen, vielleicht zu beherrschen. Er bildet ab, den Moment der Aufnahme: reine Physik, Hell-Dunkel, Blende, Belichtungszeit, Tiefenschärfe, Nachbereitung am PC, das ist heute möglich."
Auch als Gestalter bibliophiler Bücher hat sich Andreas Berner in den letzten Jahren einen Namen gemacht. 1988 entwarf er unter Vorlage von Texten Matthias Biskupeks sein erstes Künstlerbuch. Das Sammeln von seltenen Büchern, das er schon als Jugendlicher mit großem Eifer betrieb, war dabei "ein wichtiger Impuls für die Versuchung, Bücher selbst zu gestalten". Mittlerweile zählt die Bibliographie von Andreas Berners Hinterwaelt-Presse 21 Bücher, darunter mehrere Unikate, und fünf Einzelblattdrucke, die sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen befinden.

Zur Ausstellungseröffnung am 2. April wird Andreas Berner sein jüngstes bibliophiles Projekt der Öffentlichkeit vorstellen: "Im ernsten Eishaus war's – Bagatellen aus dem Nietzsche-Haus Naumburg". Dem als Querformat gestalteten und auf 35 Exemplare limitierten Band liegen Texte von Kai Agthe zu Grunde, der im Rahmen der Vernissage aus seinen Prosaminiaturen lesen wird. Begleitet wird der Autor von Albrecht Berner am E-Piano.
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