Die unheilige ElisabethAb 28. April bis 31. Oktober 2007
unser Beitrag zum "Elisabeth-Jahr":

Die Unheilige Elisabeth.
Nietzsches Schwester. Legenden einer Meisterfälscherin

Im Jahr des Gedenkens an die heilige Elisabeth von Thüringen erinnert das Nietzsche-Haus an eine "unheilige", aber keinesfalls weniger bemerkenswerte Frau gleichens Namens - Elisabeth Förster-Nietzsche, Friedrich Nietzsches Schwester. Auch ihr Leben ist von Legenden umwoben. War sie wirklich die Meisterfälscherin, die die Briefe ihres Bruders verstümmelte und den "Willen zur Macht" als sein vermeintliches Hauptwerk erfand, um es den Nazis anzubiedern? Haben wir es nicht ihr zu verdanken, dass sein Nachlass überhaupt noch existiert? War die Naumburgeri als Begründerin des Nietzsche-Archivs nicht mit die erste moderne Managerin, gar eine emanzipierte Powerfrau?

Solchen und mehr Fragen geht die Sonderausstellung nach. Sie verfolgt den Weg der Schwester vom "Lama" Nietzsches über die Herrin einer "germanischen" Kolonie in Paraguay bis zur "Priesterin des Dritten Reiches". Erstmals gezeigt werden wirkliche Fälschungen der Biographie Nietzsches, seiner Briefe und seines Werkes.

Eine Ausstellung - so vielschichtig, wie das Leben und Werk dieser erstaunlichen Frau, die bis heute nachwirkende Spuren hinterließ, im Guten wie im Schlechten.