Plakat Berner3. April 2005 - 29. Mai 2005:

Im ernsten Eishaus war's
Zeichnungen und Fotografien von Andreas Berner

Am Sonnabend, dem 2. April, wird im Nietzsche-Haus Naumburg, Weingarten 18, unter dem Titel "Im ernsten Eishaus war's" die erste Sonder-Ausstellung des Jahres 2005 eröffnet. Bis Ende Mai sind Zeichnungen und Fotografien des im thüringischen Wurzbach lebenden Künstlers Andreas Berner zu sehen.

Zeichnung und Fotografie sind für ihn - neben Holzschnitt und Buchgestaltung - zwei zentrale künstlerische Ausdrucksformen: "Zeichnen erlaubt mir, meditativ zu arbeiten, mich zu versenken, mit mir allein zu sein." Fotografieren wiederum ist für Andreas Berner, dessen Vorliebe der Makrofotografie gilt, ein "Einüben von Disziplin". "Der Fotoapparat, ein Versuch, Technik zu benutzen, vielleicht zu beherrschen. Er bildet ab, den Moment der Aufnahme: reine Physik, Hell-Dunkel, Blende, Belichtungszeit, Tiefenschärfe, Nachbereitung am PC, das ist heute möglich."
Auch als Gestalter bibliophiler Bücher hat sich Andreas Berner in den letzten Jahren einen Namen gemacht. 1988 entwarf er unter Vorlage von Texten Matthias Biskupeks sein erstes Künstlerbuch. Das Sammeln von seltenen Büchern, das er schon als Jugendlicher mit großem Eifer betrieb, war dabei "ein wichtiger Impuls für die Versuchung, Bücher selbst zu gestalten". Mittlerweile zählt die Bibliographie von Andreas Berners Hinterwaelt-Presse 21 Bücher, darunter mehrere Unikate, und fünf Einzelblattdrucke, die sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen befinden.

Zur Ausstellungseröffnung am 2. April wird Andreas Berner sein jüngstes bibliophiles Projekt der Öffentlichkeit vorstellen: "Im ernsten Eishaus war's – Bagatellen aus dem Nietzsche-Haus Naumburg". Dem als Querformat gestalteten und auf 35 Exemplare limitierten Band liegen Texte von Kai Agthe zu Grunde, der im Rahmen der Vernissage aus seinen Prosaminiaturen lesen wird. Begleitet wird der Autor von Albrecht Berner am E-Piano.