Ausstellung im Nietzsche-Dokumentationszentrum

Edgar Knobloch – Gegend und Gedanke

Eine Ausstellung der Friedrich-Nietzsche-Stiftung

ausstellung-edgar-knoblochEdgar Knobloch konfrontiert in seinen Arbeiten seine mitteldeutsche Herkunft mit Sehnsuchtsorten der europäischen Kulturgeschichte. Die Flusstäler um Saale und Unstrut kommunizieren dabei mit dem Hochgebirge des Oberengadin aber auch mit Pariser Stadtansichten. Ohne eine vordergründige Illustration zu Texten Friedrich Nietzsches anzustreben zeichnet er die “schöpferischen Landschaften” dieses Denkers nach, der sich zeitlebens als "Guter Europäer" definierte und sich nationalen Verengungen verweigerte.
Knoblochs Motivwahl ist dabei bipolar, profane Gegenstände der Lebenswelt wechseln mit sakralen Themen, mit "heroischen Landschaften". Diese durchdringen sich allerdings in ihrem Ausdruck. Das Zeichnerische ist ihm nicht nur eine künstlerische Ausdrucksform sondern eine Lebenshaltung, zwingt es doch unter möglichster Reduktion der Mittel zu höchster Abstraktion.

Knobloch wurde 1968 in Bad Frankenhausen geboren. Von 1990 bis 1997 studierte er an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. mit dem Kunstpreis der Dresdner Bank, dem Kunstpreis der VEAG und dem Max Klinger-Preis der Leipziger Jahresausstellung. Seine Arbeiten befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen u.a. im Kupferstichkabinett Dresden, in der grafischen Sammlung der Stiftung Moritzburg Halle (Saale) und im Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin. Die hier vorliegenden Arbeiten sind anläßlich meherer Arbeitsaufenthalte im Nietzsche-Haus in Sils-Maria (Schweiz) entstanden, in welchem Friedrich Nietzsche in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts seine wichtigsten Werke schuf.

14. Oktober 2010 bis 20. August 2011