April 2017 – Max-Klinger-Haus Naumburg-Großjena.

Klingerheft 4 TitelKlinger-Heft Nr. 4 erschienen.

– Das Begleitheft zu unserer diesjährigen Sonderpräsentation im Max-Klinger-Haus Großjena ist ab sofort lieferbar. Auf 38 durchweg bebilderten Seiten stellen wir mit den "Dramen" (Opus IX) einen von Klilngers bekanntesten Grafikzyklen vor.  

Die zehn Radierungen der Dramen nehmen in Max Klingers graphischem Werk eine Sonderstellung ein. Weder sind sie einem mythologischen Thema gewidmet noch sind sie symbolistisch verklausuliert. Ein für Klinger ganz ungewöhnlicher Realismus prägt die Darstellungen, der die Lebenswelt der Entstehungszeit der Werke Anfang der 1880er Jahre verarbeitet und sich der sozialen Verwerfungen der Depressionsjahre nach dem Gründerzeitboom annimmt. Aber Klinger wäre nicht er selbst gewesen, hätte er aus der Beobachtung der Realität nur eine Art Dokumentation gewonnen. Stattdessen schuf er Dramen – Trauerspiele, die Menschen in schicksalhaften Grenzsituationen zeigen.

Text von Kristin Gerth und Siegfried Wagner. Herausgegeben vom Museumsverein Naumburg, e. V. 38 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 3,50 Euro.

Ab 1. April im Max-Klinger-Haus Großjena:

Max-Klilnger-Haus Plakat 2017: Dramen2017: Dramen (mit einem Intermezzo)

- Mit seinem 1883 veröffentlichten Grafikzyklus „Dramen” überraschte Max Klinger die damals schon ansehnliche Schar von Bewunderern mit einem Ausflug in den Realismus. In stupender Detailversessenheit zeigen die 10 Blätter der Folge Menschen in dramatischen, letztlich ausweglosen Situationen. Die Nachwelt missverstand Klingers großartige Schilderungen gerne als Zeichen von Kritik an den sozialen Zuständen seiner Zeit und übersah dabei geflissentlich das düster-pessimistische Weltbild des damals noch jungen Mannes, das in seiner Kunst zum Ausdruck kam. Die „Dramen”-Blätter zeigen Klinger bereits auf dem Höhepunkt seiner „Griffelkunst”. Die Qualität von Klingers Radierungen ist überwältigend, keine Reproduktion kann den Eindruck wiedergeben, den die feintonigen Originale vermitteln. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.

Intermezzo: Lutz Friedel

Vom 17. Juni bis 16. Julii werden wir die „Dramen”-Ausstellung für vier Wochen unterbrechen und sowohl im Radierhäuschen als auch im Haupthaus Arbeiten von Lutz Friedel zeigen. Lutz Friedel hat im Jahr 2016 bei verschiedenen Aufenthalten mehrere Wochen auf Klingers-Weinberg verbracht und dort radiert und gemalt. Einen Teil der dabei entstandenen Arbeiten – eine Hommage an Klinger – wird am Entstehungsort zu sehen sein.

Mehr zu Lutz Friedel findet sich auf seiner  → Homepage.

April 2016  - Max-Klinger-Haus Großjena.

Klinger-Heft Nr. 3 erschienen.

Cover des Klingerheftes Nr. 3 "Letzte Jahre in Großjena"- Ab sofort liegt im Klinger-Haus und in der Hohen Lilie am Markt das dritte Heft unserer Klinger-Serie aus. Wie gewohnt ist es ein Begleitheft zum aktuellen Ausstellungsschwerpunkt, der sich in diesem Jahr mit „Klingers letzten Jahren“ beschäftigt. Auf 60 Seiten werden die im Original im Klingerhaus ausgestellten Werke reproduziert, ausführlich vorgestellt und allgemeinverständlich erklärt. Die Texte steuerte die ausgewiesene Klinger-Kennerin Conny Dietrich aus Jena bei, die Herausgabe besorgte Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg.

An den Museumskassen ist das Heft für kaum kostendeckende 3,50 Euro zu haben.

Ab 25. März im Max-Klinger-Haus

Max Klinger: die letzten Jahre in Großjena

max klinger plakat 2016 600

- Ab 25. März öffnet das Klingerhaus in Großjena wieder seine Pforten, gerade rechtzeitig, um einen österlichen Spaziergang durch den Naumburger Blütengrund vorzusehen, entlang der malerischen Flussläufe von Saale und Unstrut. Dieses Jahr wird sich die Ausstellung im Klingerhaus schwerpunktmäßig den letzten Lebensjahren zuwenden, die Klinger ja zum Teil in seinem Weinberghaus verbracht hat. Verstärktes Augenmerk wird dabei nicht nur auf die Entstehung der beiden Kachelöfen im Haus gelegt, sondern selbstverständlich auch auf die  in dieser Zeit in Großjena entstandenen grafischen Werke. Klingers Haltung zum Kriegsgeschehen wird ebenso eine Rolle spielen wie die Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 1917, drei Jahre vor seinem frühen Tod. Zur Ausstellung wird ein Begleitheft (= Klinger-Heft Nr.  3) erscheinen.

MKPlakat2014 60028. März bis 1. November 2015

Max Klingers "Eine Liebe"

In der Saison 2015 gehört der Sonderausstellungsbereich des Klinger-Hauses ganz Max Klingers zehntem Radierzyklus. "Eine Liebe" ist eines der weniger bekannten Sammelwerke, da die Erzählweise hier konventioneller erscheint als die ­anderer Zyklen – aber nur auf den ersten Blick! Bei genauerem Hinsehen entdeckt man Klingers subtilen Umgang mit den verfügbaren Stilmitteln. Wie er den Betrachter durch  vermeintlich realistische Darstellungen einlädt, ihm in seine symbolistischen, fast surrealistischen Bildwelten zu folgen, ist nach wie vor faszinierend. Klinger zeigt sich nicht nur als feinfühliger Psychologe und gedankenschwerer Philosoph, er erweist sich auch als vollendeter Meister der graphischen Künste.

klinger heft 2 eine liebe titel

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das den Zyklus ausführlich in Wort und Bild vorstellt.Das Heft hat 44 Seiten ist für € 3,50 an den Museumskassen erhältlich.

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