max-osbornLESUNG / BUCHVORSTELLUNG

Samstag, 11. Oktober, 16:00 Max-Klinger-Haus, Naumburg-Großjena

„Ein Zentaur, der sächsisch redet”

Aus den Erinnerungen Max Osborns an Begegnungen mit Max Klinger und anderen Künstlern.

„Ich war jung, als ich zum ersten Mal in den Leipziger Vorort Plagwitz hinauswanderte, um Max Klingr aufzusuchen” schrieb Max Osborn in seinen Erinnerungen und fuhr dann fort zu erzählen, wie er mit „gewaltigem Respekt” den berühmten Maler, Grafiker und Bildhauer in dessen Leipziger Atelier besuchte und wie sehr ihn dieser Mann beeindruckte: „In dem bis zum Boden herabwallenden weissen Arbeitskittel steckte ein mythologisch anmutender Mensch, der in flammendem Rot förmlich zu lodern schien.” Als eine Art „Zentaur” erschien Klinger dem jungen Mann, freilich als Zentaur, der Zigarren „roochte” und unbekümmert sächsisch sprach.

Max Osborn (1870-1946) stammt aus einer jüdischen Bankiersfamilie in Köln und war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Kunstkritiker der Wilhelminischen Ära und Weimarer Republik. In seinem Buch „Der bunte Spiegel“ berichtet er in einer Mischung aus persönlicher Verbundenheit und Sachlichkeit anschaulich, packend und lebendig über Künstler wie Menzel, Klinger, Liebermann, Slevogt oder Orlik.

Der Verleger und Kunstsammler Thomas B. Schumann stellt das von ihm wiederentdeckte und erstmals im deutschen Sprachraum publizierte Buch im Max-Klinger-Haus in Großjena vor.

Eintritt: 3,00 Euro

[Mehr zu Buch und Autor finden Sie unter folgendem Link:
http://edition-memoria.de/neuerscheinungen/osborn-max/]