MKPlakat2013 400

28. April bis 3. November 2013 - Max-Klinger-Haus

Klingers ZWANZIG STUDIEN

Die Dauerausstellung des Max-Klinger-Hauses erhält auch in diesem Jahr wieder einen neuen Schwerpunkt. Nachdem letztes Jahr mit großem Erfolg der Radierzyklus "Rettung ovidischer Opfer" vorgestellt wurde, widmet sich die Ausstellung dieses Jahr einer bisher kaum beachteten Arbeit Max Klingers: der 1914 unter dem Titel "Zwanzig Studien" erschienenen Mappe mit farbigen Lichtdrucken von Studienzeichnungen. Die Mappe, in die Klinger sehr viel Zeit und Arbeit investiert hatte und die er selbst durchaus als innovativen Schritt sah, seine Kunst in kleiner, qualitativ hochwertiger Auflage zugänglich zu machen, provozierte umgehend eine Anzeige wegen "Verbreitung pornographischer Zeichnungen", während die dem "Original" verschriebene Kunstwissenschaft sie bis auf den heutigen Tag weitgehend ignorierte - womit sich zeigt, dass Klinger vielleicht nicht seiner Zeit schlechthin, wohl aber den Moralaposteln und den Kunsthistorikern deutlich voran war. Das Klinger-Haus zeigt alle Blätter der Sammlung und das zur Ausstellung erscheinende, reich bebilderte Begleitheft gibt Auskunft über den Werkkontext der einzelnen Studien.


Max Klinger: Zwanzig Studien.
Vorgestellt von Conny Dietrich.
Klinger-Heft 1, herausgegeben von Siegfried Wagner für den Museumsverein Naumburg
54 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 3,50 Euro.

{simplecaddy code=b0010}