Apothekengeschichten Plakat5. Dezember 2004 - 6. März 2005:

Dreimal Täglich...
Apothekengeschichte(n)

Ein Ort mit geheimnisvollen Gerüchen und Tinkturen, mit riesigen Regalen voller bemalter Gefäße über denen ein ausgestopftes Krokodil schwebte, so waren Apotheken, bevor sie zu modernen Gesundheitscentern wurden. Die Ausstellung “Dreimal täglich! Apothekengeschichte(n)” erinnert an diese Zeit, in der für jedes Wehwehchen noch ein Kraut gewachsen war. Verschiedene Zeugen vergangener Apothekerkunst wie Tinkturenpresse und Rezepturwaagen werden zu sehen sein und natürlich auch Pillenmörser und Pillenbrett die dem Apotheker seinen Spitznamen “Pillendreher” einbrachten.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Teile der Originaleinrichtung der alten Naumburger “Löwen-Apotheke”, wie dem Laboratorium und einer kleinen Kräuterkammer, sowie durch einen Rezepturtisch aus der Naumburger “Marientor-Apotheke”. Bekannte Naumburger Apothekenbesitzer aus verschiedenen Jahrhunderten werden vorgestellt, darunter Caspar Ratzenberger der durch das älteste deutsche Herbarium berühmt wurde, und Heinrich Linck mit seiner einmaligen Naturaliensammlung. Der sich anschließende Ausstellungsbereich "Heilpflanzen” thematisiert die zentrale Bedeutung der Pflanzen für die Gesundheit der Menschen.

Historische Kräuterbücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert veranschaulichen hier die intensive Beschäftigung mit Heilpflanzen über die vergangenen Jahrhunderte. Die Heilkräuter werden mit ihren wirksamen Inhaltsstoffen und Anwendungsgebieten dargestellt und können in einem “Riechlabor” sinnlich erfahren werden. Darüber hinaus informiert ein Multimediasystem über die Verarbeitung der Heilpflanzen in der Apotheke. Die Ausstellung wurde durch zahlreiche Leihgaben aus der Sammlung Dr. Bernd Hünerbein der “Löwen-Apotheke” Naumburg unterstützt.